Anzeichen und Behandlung von Darmparasiten

Darmparasiten sind nicht nur auf Tiere und tropische Regionen beschränkt, sie kommen auch bei uns vor!

Auch wenn es selten ist, so gehören Darmparasiten auch in unseren Breitengraden bei Menschen zu den Erkrankungen des Verdauungstraktes.  Nicht immer tippt der behandelnde Arzt richtig, daher solltest du die Symptome kennen, um bei einem Verdacht die Behandlung von Darmparasiten nach entsprechenden Untersuchungen veranlassen zu können.

Wie kommt es zu Darmparasiten?

Unter Darmparasiten versteht man jegliche Besiedlung des Darmes, welche von außen ungewollt eingetragen wurde.

Dazu gehören Würmer aber auch Einzeller, Amöben und Lamblien. Diese kommen zwar hauptsächlich in tropischen Regionen vor, können uns Menschen aber auch in der Heimat befallen.

Darmparasiten werden nicht nur über die Nahrung aufgenommen, auch über die Haut oder Atemluft können sie Zugang zu unserem Körper bekommen.

Eine gute Hygiene, die insbesondere sorgfältiges Händewaschen betrifft, kann jedoch vielen Darmparasiten vorbeugen. Des Weiteren ist es wichtig, bei der Zubereitung der Nahrung hygienisch zu arbeiten und nur einwandfreie Lebensmittel zu verwenden.

Kind auf der Toilette benötigt Behandlung von DarmparasitenWelche Parasiten gibt es?

Es gibt schier unzählige Arten von Parasiten, die unseren Verdauungstrakt befallen können. Im Einzelfall ist dies jedoch nur bei der Behandlung von Darmparasiten wichtig, die Symptome ähneln sich. Folgende Parasiten kommen vergleichsweise häufig vor:

  • Spulwurm: Spulwürmer können bis zu 40cm lang werden und gelangen über verunreinigtes Wasser oder Gemüse in unseren Körper.
  • Kindermadenwurm: ein sehr weit verbreiteter, bis zu 12mm langer Wurm, der über Staub, Händeschütteln, schmutzige Türklinken oder verunreinigte Nahrung Einzug erhält.
  • Peitschenwurm: ein eher in den Tropen verbreiteter bis zu 5cm langer Wurm, der über verunreinigte Nahrung, Staub oder Erde aufgenommen werden kann.
  • Zwergfadenwurm: Die 3mm kleinen Würmer werden meist in Form von Larven durch die Haut aufgenommen und wandern über das Blut in die Lunge und dann in den Verdauungstrakt. Ein häufigeres Reisemitbringsel.
  • Hakenwürmer: Hakenwürmer werden wie Zwergfadenwürmer über die Haut oder über verunreinigte Nahrung aufgenommen.
  • Darmegel: Diese Darmparasiten kommen hauptsächlich in Asien und in rohem Fisch und Wasserpflanzen vor.
  • Pärchenegel: Die von Pärchenegeln ausgelöste Krankheit heißt Bilharziose und wird durch Hautkontakt mit verseuchtem Wasser übertragen. Pärchenegel befallen die Leber und andere Organe des Verdauungstraktes.
  • Amöben: Die Amöbenruhr ist eine bekannte Krankheit, die insbesondere in tropischen Regionen für heftige Durchfälle sorgt. Amöben sind nur unter dem Mikroskop zu erkennen.
  • Lamblien: Die mikroskopisch kleinen Lamblien kommen hauptsächlich in verunreinigtem Wasser der Tropen, aber auch bei uns vor.
  • Kryptosporidien: Wer ein Mal eine Kryptosporidiose überstanden hat, ist danach lebenslang immun gegen diese Einzeller.
  • Blastozysten: Diese Einzeller kommen recht häufig vor. Ein Befall heilt meist von selbst wieder aus.

Die meisten dieser Darmparasiten kommen in Deutschland nicht vor, werden aber häufig bei Urlaubsreisen eingeschleppt.

Da sie ihre Symptome nicht immer sofort zeigen, solltest du auch einige Zeit nach einer solchen Reise über die Möglichkeit des Befalls mit solchen Parasiten nachdenken und deinen Arzt auf die Reise hinweisen.

Mann benötigt Behandlung von DarmparasitenSymptome des Parasitenbefalls

Hast du Darmparasiten bei dir Unterschlupf gewährt, so machen sich diese neuen Untermieter bald auf unangenehme Art und Weise bemerkbar. 

Nicht immer geschieht dies sofort nach dem Einzug, weswegen du bei folgenden Symptomen auch nach Fernreisen an Darmparasiten denken solltest:

  • Durchfall, auch blutig
  • Abgeschlagenheit
  • Fieber
  • Bauchkrämpfe
  • Hautausschlag
  • Anomalien im Blutbild
  • Unerklärlicher Husten
  • Schwefeliges Aufstoßen
  • Blähungen unklarer Herkunft
  • Ungewöhnlich riechende Winde
  • Übelkeit
  • Verstopfung

Weise den behandelnden Arzt auf deine Fernreise oder deinen Verdacht hin. Auch bei uns gibt es Parasiten, beispielsweise in verschmutztem Pfützenwasser. Spritzt dieses in dein Gesicht oder kommt mit deiner Nahrung in Kontakt, kannst du auch zu Hause von solch eher tropischen Mitbewohnern besiedelt werden.

Diagnose und Behandlung von Darmparasiten

Dein Arzt wird eine Stuhlprobe entnehmen und diese zur Untersuchung einschicken. Je nach Art des Parasits kann es ausreichen, eine einzige bis nur wenige Tabletten zu nehmen und innerhalb weniger Stunden nach Einnahme das Problem loszuwerden.

Weil solch spezielle Medikamente äußerst effektiv und schnell wirken, solltest du davon absehen, Haus- oder Naturmittel auszuprobieren. Bedenke, dass deine Untermieter einen Teil deiner Nährstoffe, also auch für dich überlebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe aufzehren und dich und deinen Körper damit schwächen.

Je eher du mit der Behandlung von Darmparasiten beginnst, desto weniger Energie und Vitalität können sie dir entziehen und desto schneller geht es dir wieder gut.

Vorbeugend solltest du immer auf äußerst gute Hygiene achten. Dazu gehören das saubere Hantieren in der Küche, häufiges und gründliches Händewaschen, kurze Fingernägel und weitere Hygieneregeln, falls du dich in tropischen Ländern aufhältst.

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