Wo verstecken sich Giftstoffe in unserer Küche?

· 25 September, 2014
Meist sind wir uns darüber nicht bewusst, doch in der Küche verstecken sich viele Giftstoffe, wie Teflon oder Plastik, die täglich zum Einsatz kommen. Wenn wir diese nicht richtig verwenden, können sie über die Ernährung auch in unseren Organismus gelangen.

Meist sind wir uns darüber nicht bewusst, doch in der Küche verstecken sich viele Giftstoffe, wie Teflon oder Plastik, die täglich zum Einsatz kommen. Wenn wir diese nicht richtig verwenden, können sie über die Ernährung auch in unseren Organismus gelangen.

Du solltest deshalb vorsichtig sein! Lies weiter, um mehr über dieses Thema zu erfahren. 

Giftstoffe in der Küche

1. Teflon

Teflonpfannen sind sehr praktisch und deshalb auch beliebt und in fast jeder Küche vorzufinden. Dieses Material wurde 1938 von der Firma DuPont auf den Markt gebracht und hat vielseitige Anwendungsmöglichkeiten.

Es wird in der Raumfahrt, für Kabelummantelungen, Prothesen, Farben, Lacke, Kontaktlinsen, Raumanzüge, Motoren, Versiegelungsmembrane und viele andere Dinge verwendet.

Giftstoffe in der Küche: Teflonpfannen

Allerdings enthält Teflon Perflouroctansäure (PFOA), die zwar sehr stabil und widerstandsfähig, jedoch auch gefährlich ist. Bereits 1962 war sich DuPont bewusst, dass dieses Material in der Umwelt nicht abbaubar ist.

Außerdem ist schon lange bekannt, dass es Krebs, Unfruchtbarkeit, Leberstörungen, Hypothyreose, Fehlgeburten und andere gesundheitliche Beschwerden auslösen kann.

PFOA wurde in Flüssen, Seen, Meeren, Trinkwasser, Pflanzen und sogar im Blut von 95% der Weltbevölkerung entdeckt!

Die Oberfläche von Teflonpfannen ist empfindlich und unstabil, deshalb geraten oft Reste über die Ernährung in den Organismus. Beachte dabei: Diese Stoff ist bei 160ºC so giftig, dass er für kleine Tiere (z.B. Vögel) tödlich wirkt!

PFOA ist sogar in Kartoffelchips, Hamburgern oder Popcorn vorzufinden! Wenn du diese Produkte kaufst, solltest du auch daran denken, dass nicht nur Fast Food, sondern auch das in den Verpackungen (und deshalb auch im Essen) vorhandene PFOA den Cholesterin– und Triglyceridspiegel erhöht.

Hamburger

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2. Plastik

Inzwischen weiß jeder, wie schädlich Plastik für Gesundheit und Umwelt ist. Auch wenn viele versuchen, dieses Material im Alltag zu reduzieren, findet es noch immer große Verwendung in verschiedensten Bereichen. 

Die Herstellung von Plastik ist stark umweltbelastend. Außerdem ist dieses Material nicht biologisch abbaubar und verunreinigt unsere Umwelt und insbesondere die Weltmeere. 

Wir alle kennen die schrecklichen Bilder, auf denen Meeresbewohner zwischen Plastik schwimmen. Und wir kennen auch die Konsequenzen!

Außerdem wirkt sich Plastik negativ auf das Hormonsystem aus und hat auch andere negative Folgen für unsere eigene Gesundheit. Viele Lebensmittel, die in Plastik verpackt sind, sind in direktem Kontakt mit gefährlichen Substanzen.

Es ist also aus verschiedensten Gründen ein sehr dringendes Anliegen, Plastik in allen Lebensbereichen zu reduzieren!

3. Giftstoffe in Lebensmitteln

Dass Fast Food und viele Fertigprodukte schädliche Substanzen enthalten, weiß inzwischen auch jeder. Doch auch Lebensmittel, die als gesund eingestuft werden, können Stoffe enthalten, die bei bestimmten Kochweisen gefährlich sind.

Küche

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Deshalb ist die korrekte Zubereitung grundlegend, um gesundheitliche Konsequenzen zu verhindern.

Rote oder weiße Bohnen

Bohnen sollten über Nacht eingeweicht werden, um Phytohämagglutinine auszuschwemmen. Das Wasser dann abbgießen und die Bohnen waschen. Danach werden sie bei über 100ºC gekocht. So kannst du Magenbeschwerden verhindern.

Marillen- und Apfelkerne

Apfelkerne enthalten Amygdalin, ein Stoff, der sich im Körper zu Blausäure umwandelt. Doch im Normalfall passieren die Apfelkerne den Körper unverdaut, deshalb besteht keine Gefahr. 

Doch anders sieht es bei Marillenkernen aus: Sie enthalten nämlich eine weitaus größere Menge an Amygdalin, das Vergiftungserscheinungen auslösen kann. Sie werden zum Teil in der Naturmedizin zur Behandlung verschiedener Beschwerden eingesetzt, doch dabei ist größte Vorsicht geboten! 

Bittermandeln

Bittermandeln enthalten nicht nur Amygdalin, sondern auch das Enzym Emulsin. Bereits 20 Stück davon können bereits zu starken Vergiftungserscheinungen führen. Doch nur selten werden Bittermandeln gegessen, denn sie schmecken tatsächlich unangenehm bitter. 

Grüne Kartoffeln

Dei grünen Stellen der Kartoffeln enthalten Solanin, eine giftige Substanz, welche die Pflanze vor Fressfeinden schützt. Solltest du Kartoffeln kaufen, die noch grün sind, solltest du diese Bereiche auf jeden Fall entfernen. 

Süßkartoffeln

Du hast dich schon einmal gefragt, warum Süßkartoffeln nie roh verzehrt werden? Sie können sich in rohem Zustand giftig auf das Zentralnervensystem auswirken und zu Krämpfen oder gar Wahnzuständen führen.

Dafür verantwortlich ist ein giftiges Alkaloid, das Dioscorin genannt wird. Diese Substanz ist übrigens auch in der Yamswurzel vorzufinden, die traditionell in Südostasien für die Gewinnung von Pfeilgiften verwendet wurde.

Tomate

Sowohl die Blätter als auch die unreife Frucht sind gesundheitsschädlich, da sie Tomatidin enthalten. Auch diese Substanz wirkt sich negativ auf das Zentralnervensystem aus.

Tomaten senken zwar den Cholesterinspiegel und sind in der Vorsorge gegen Krebs sehr vorteilhaft, du solltest sie jedoch nur verzehren, wenn sie gut ausgereift sind. Tomatenblätter eignen sich nicht für den Verzehr!

Muskatnuss

Diese aromatische Nuss enthält den Wirkstoff Myristicin, der sich in der Leber zu Amphetamin umwandelt und zu Rauschzuständen und Halluzinationen führen kann! Bei einer Vergiftung ist eine Magenspülung erforderlich.

Du solltest dieses Gewürz deshalb nur in kleinen Mengen verwenden!

Pilze

Zwar schmecken Pilze wahrlich lecker, doch sie bergen auch gewisse Gefahren. Manche Sorten enthalten in rohem Zustand Giftstoffe wie Hydrazin. Sie müssen deshalb gut gekocht werden, bevor sie auf dem Teller landen.

Wie du weißt, musst du insbesondere dann sehr vorsichtig sein, wenn du Pilze selbst suchst. Denn bestimmte Sorten sind tödlich! 

Versuche, all diese Giftstoffe so gut wie möglich zu meiden, um deine Gesundheit und auch die Umwelt zu schonen!

 

  • Holm, P., Schulz, G., & Athanasopulu, K. (2013). Mikroplastik - ein unsichtbarer Störenfried: Meeresverschmutzung der neuen Art. Biologie in Unserer Zeit. https://doi.org/10.1002/biuz.201310497
  • Bundesamt für Naturschutz. (2018). Naturbewusstseinsstudie: Deutsche wollen besseren Meeresschutz und keine Genpflanzen.
  • Steenland, K., Fletcher, T., & Savitz, D. A. (2010). Epidemiologic evidence on the health effects of perfluorooctanoic acid (PFOA). Environmental Health Perspectives. https://doi.org/10.1289/ehp.0901827
  • Barry, V., Winquist, A., & Steenland, K. (2013). Perfluorooctanoic acid (PFOA) exposures and incident cancers among adults living near a chemical plant. Environmental Health Perspectives. https://doi.org/10.1289/ehp.1306615