Wissenswertes über Schluckstörungen

26 Oktober, 2019
Schluckstörungen kommen bei verschiedensten Krankheiten vor und äußern sich durch Schmerzen und Schwierigkeiten beim Schlucken. Erfahre heute mehr über dieses Thema. 

Schluckstörungen behindern die Aufnahme von Lebensmitteln und den Transport des Nahrungsbreis bis in den Magen. Sie werden durch verschiedene Pathologien ausgelöst, die sehr unterschiedliche Ursachen und Auswirkungen haben. Allen gemeinsam ist jedoch, dass sie unter anderem auch das Schlucken behindern.

Zusätzlich zu den Schluckstörungen können abhängend von den Ursachen andere Symptome auftreten. In manchen Fällen ist die behinderte Schluckfähigkeit offensichtlich, in anderen kann es sich um Komplikationen handeln, die durch eine falsche Ernährungsform entstehen, ohne dass sich die betroffene Person über Schluckbeschwerden bewusst ist.

Schluckprobleme treten leider relativ häufig auf. Insbesondere sind davon ältere Menschen betroffen, wobei es auch zu einer Mangelernährung oder fehlender Flüssigkeit kommen kann. Erfahre in unserem heutigen Artikel mehr über dieses Problem.

Wissenswertes über Schluckstörungen

Der Schluckprozess ist komplex, denn dafür werden verschiedene Muskeln im Mund, im Rachen, dem Kehlkopf und der Speiseröhre benötigt. Damit werden die gekauten Lebensmittel vom Mund bis zum Magen transportiert, um sie verdauen zu können. 

Zusätzlich zu den unterschiedlichen Muskeln kommen auch verschiedene Nerven zum Einsatz, welche die Bewegung der Muskeln koordinieren. Der Schluckprozess untergliedert sich in drei aufeinanderfolgende Phasen, die jeweils im Mund, Rachen und in der Speiseröhre stattfinden. 

Im Mund werden die Lebensmittel gekaut, um den Nahrungsbolus vorzubereiten, der dann in den Rachen gelangt, wo die zweite Phase beginnt.

Frau mit Schluckstörungen

Im Rachen ist die Koordination der Muskeln besonders wichtig. Denn damit wird verhindert, dass die Speisen in die Luftröhre gelangen, was fachsprachlich als Aspiration bezeichnet wird. Diese führt zu Atembeschwerden, löst einen Hustenreflex aus und könnte auch zum Ersticken führen. Bis zu diesem Zeitpunkt ist das Schlucken ein freiwilliger, bewusster Prozess.

Die Muskeln befördern dann den Nahrungsbolus in die Speiseröhre, wobei verhindert werden muss, dass er in die Luftröhre gelangt oder wieder über die Nase austritt. Sobald sich der Brei in der Speiseröhre befindet, wird er durch peristaltische Bewegungen in den Magen befördert. Dabei werden die Muskeln abwechselnd kontrahiert und entspannt, was unbewusst und unfreiwillig erfolgt, um den Nahrungsbolus zu transportieren.

Was passiert bei Schluckstörungen?

Wie bereits erwähnt, liegen Schluckstörungen verschiedene Krankheiten zugrunde, die sich unter anderem auf den beschriebenen Prozess auswirken. Auch wenn die Ursachen sehr vielseitig sind und zu unterschiedlichen Symptomen führen, werden die Nahrungsaufnahme und die Beförderung bis in den Magen bei allen beeinträchtigt. 

Normalerweise kommt es zu einer Dysphagie oder Schluckstörung, da die am Schluckakt beteiligten Strukturen nicht richtig zusammenwirken. Schätzungsweise sind davon rund 15 Prozent der Personen über 50 Jahren betroffen. Nicht zu vergessen ist, dass es sich ebenfalls um eines der häufigsten Anzeichen für einen Rachen- oder Speiseröhrentumor handelt. Deshalb ist es grundlegend, sich beim Auftreten von Schluckbeschwerden schnellstmöglich ärztlich untersuchen zu lassen.

Außerdem kann es bei Schluckproblemen auch zu einer Regurgitation oder Aspiration kommen. Dadurch wird ein Hustenreflex ausgelöst und es besteht akute Verschluckungsgefahr. In manchen Fällen kommt es zum unmittelbaren Ausstoß der verspeisten Lebensmittel.

Was passiert bei Schluckstörungen?

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Weitere Symptome, die bei Schluckstörungen auftreten

Bei Schluckstörungen kommt es meist auch zu einer Odynophagie, das heißt zu Schmerzen in Mund, Rachen und der Speiseröhre, wenn Flüssigkeiten oder feste Speisen geschluckt werden. Diese Symptome treten häufig bei einer Verletzung im Rachen oder der Speiseröhre auf. Eine der häufigsten Ursachen für eine Odynophagie ist eine Angina oder eine Pharyngitis (Entzündung des Rachens).

Doch nicht alle Schluckstörungen äußern sich durch diese Symptome. Wie bereits erwähnt, kommt es in manchen Fällen nur zu Komplikationen, die durch den gestörten Schluckprozess ausgelöst werden.

So sind beispielsweise Atembeschwerden eine häufige Folge. Dazu kommt es, wenn der Nahrungsbrei in das Atemsystem gelangt. Dies wird mit verschiedensten Infektionen assoziiert, beispielsweise mit Pneumonie (Lungenentzündung). Dadurch kann es auch zu Mangelernährung oder der Austrocknung des Körpers kommen.

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Fazit

Bei Beschwerden, die den Schluckprozess behindern, ist ein Arztbesuch grundlegend, um die genauen Ursachen herauszufinden und eine entsprechende Behandlung einzuleiten. Nur nach der richtigen Diagnose ist die korrekte Therapie möglich, mit der auch Folgebeschwerden verhindert werden können.

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