Was kann man gegen blaue Flecken tun?

Der Konsum von blutgerinnungshemmenden Medikamenten, wie beispielsweise Aspirin, kann vermehrt zu Hämatomen führen. Ein Umschlag mit Mandelbaumblättern und Wasser kann dies verhindern.

Ein blauer Fleck oder Hämatom ist meist das Resultat eines Schlages oder einer Quetschung. Dabei kommt es zu einem Blutgerinnsel, das als blauer Fleck sichtbar wird und sehr schmerzhaft sein kann. Die Quetschungen können sogar bis zu den  Muskeln und den Knochen reichen. Lernen Sie in diesem Artikel natürliche Heilmittel kennen, die Sie bei Hämatomen anwenden können. 

Eigenschaften eines blauen Flecks

Meistens dauert es einige Wochen, bis ein blauer Fleck komplett verschwindet. Mit der Zeit verändert sich die Farbe,, am Anfang ist der Fleck meist rötlich, dann bläulich bis violett, bis er langsam verblasst, grün-gelblich wird und dann endgültig verschwindet.

Die Schwere der Verletzung kann sich je nach Alter und Empfindlichkeit der Haut ändern. Manche Menschen sind anfälliger für blaue Flecken, ältere Menschen und Personen mit sehr heller Haut  sind meist besonders empfindlich, denn sie haben brüchige Blutgefäße oder auf Schläge und Markierungen sensible Haut.

Die häufigsten Symptome bei blauen Flecken sind Schmerzen an der betroffenen Stelle (insbesondere bei Berührung) und Anschwellungen. Wenn die Flecken klein sind, gibt es keine weiteren Probleme. Doch wenn es zu Komplikationen wie Übelkeit und  Schwindel kommt, ist es wichtig schnellstmöglich einen Arzt aufzusuchen. Schläge in der Augengegend sollten umgehend behandelt werden.

Bei älteren Personen können blaue Flecken auch ohne Stoßen oder Verletztungen auftreten. Dies kann auch bei Sportlern durch eine übermäßige Anstrengung passieren (z.b. beim Gewichtheben).

Patienten, die blutverdünnende Arzneimittel einnehmen (z.B. Aspirin, Ibuprofen, Medikamente gegen Arthritis oder entzündungshemmende Produkte), sind besonders empfindlich. Da die Blutgerinnung durch diese Medikamente beeinflusst wird, kommt es meist zu größeren Hämatomen. Hämophilie- und Leberzirrhose-Patienten können auch eher an  blauen Flecken leiden.

Natürliche Heilmittel gegen blaue Flecken

  • Tragen Sie so schnell wie möglich nach dem Schlag eine kalte oder gefrorene Kompresse auf. Manche legen auch direkt Eis auf die betroffene Stelle. Auch eine Tüte mit gefrorenem Gemüse aus dem Tiefkühlfach kann Abhilfe schaffen.
  • Befeuchten Sie etwas Watte mit kaltem Apfelessig und drücken Sie diese leicht (nur leicht!) auf die Stelle, an der Sie den Schlag erlitten haben.
  • Mixen Sie einige Mandelbaumblätter mit etwas Wasser und stellen Sie damit eine Heilsalbe her. Wenn Sie diese auf die betroffene Stelle auftragen, bildet sich nach dem Schlag kein blauer Fleck.
  • Legen Sie gleich nach dem Aufschlag ein Stück Fleisch auf die betroffene Stelle. Dies lindert den Schmerz und auch so wird ein blauer Fleck vermieden.
  • Stellen Sie aus ein wenig Butter und kleingehackter Petersilie eine Paste her. Reiben Sie diese auf die betroffene Stelle, ohne dabei großen Druck auszuüben.
  • Verwenden Sie Arnikakompressen. Diese Heilpflanze ist in der Apotheke erhältlich und wirkt bei Hämatomen ausgezeichnet. Kochen Sie eine Handvoll Arnikablätter in einem Liter Wasser für 15 Minuten und tragen Sie die Flüssigkeit auf die betroffene Stelle auf.
  • Schälen Sie einen Apfel und raffeln ihn. Dieser wird dann direkt auf die betroffene Stelle gegeben und mit einer Gaze befestigt.
  • Auch Zwiebel eignen sich hervorragend. Rösten Sie die Zwiebel leicht an und geben Sie diese auf die betroffene Stelle und lassen Sie sie ein paar Stunden lang wirken.
  • Machen Sie einen Ringelblumenaufguss mit 20 Gramm der Pflanze in einem halben Liter Wasser. Lassen Sie den Aufguss einige Minuten ziehen und danach eine Viertelstunde ruhen. Tragen Sie die Flüssigkeit mit etwas Watte auf  die betroffene Stelle auf.
  • Bereiten Sie sich einen Tee aus 25 Gramm  Hamamelis und einem halben Liter Wasser zu. Für 15 Minuten kochen und dann abkühlen lassen. Befeuchten Sie etwas Watte mit der  Flüssigkeit und geben Sie diese auf die betroffenen Stelle.
  • Mischen Sie 10 Tropfen ätherisches Strohblumenöl mit einem Löffel Mandelöl. Befeuchten Sie damit etwas Watte und geben diese auf das Hämatom. Lassen Sie das Öl die ganze Nacht wirken.
  • Packen Sie drei Löffel Salz so in Watte, dass es nicht entweichen kann und geben Sie dieses in einen Behälter mit lauwarmem Wasser. Drücken Sie dann den Wattebausch aus und geben Sie ihn auf die betroffene Stelle, lassen Sie ihn für 8 Stunden wirken.
  • Mischen Sie etwas Zitronensaft mit einem Löffel Salz.  Befeuchten Sie etwas Watte mit der Mischung und geben Sie diese auf die betroffene Stelle.
  • Geben Sie eine Handvoll Anisblätter in eine Tasse mit kochendem Wasser und tragen Sie die Flüssigkeit auf den blauen Fleck öfters auf.
  • Geben Sie eine Handvoll getrocknete Melissenblätter in einen Behälter und bedecken Sie diese mit 250 ml Mandelöl. Lassen Sie  die Mischung 15 Tage lang ziehen und sieben Sie sie danach. Schmelzen Sie 25 Gramm Bienenwachs und geben zwei Kapseln Vitamin E dazu. Alles gut mischen und zur Aufbewahrung im Kühlschrank lagern. Dieses Mittel wirkt bei blauen Flecken ausgezeichnet.
Bilder zur Verfügung gestellt von Gwen, Daniel Paquet, Crayolarabbit, thirteen of clubs, Cody McComas, Oakley Originals, Tom Longfield.
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