Nahrungsmittel, die bei Divertikulose vermieden werden sollten

· 3 November, 2014
Du benötigst eine weiche Diät mit Pürees aus Obst oder gekochtem Gemüse. Trinke Tee mit Kamillen, Pfefferminze oder Kurkuma, um die Symptome zu lindern.

Divertikulose ist eine Erkrankung, bei der Ausstülpungen an der Darmwand entstehen. Dies bewirkt Unwohlsein und Schmerzen, wenn bestimmte Lebensmittel eingenommen werden. Dieser Artikel wird dir erklären, welche Nahrungsmittel du vermeiden solltest, damit es nicht zu unnötigen Beschwerden und Leiden kommt.

Was sollte ich über Divertikulose wissen?

Wie schon am Anfang erwähnt, handelt es sich bei Divertikulose um kleine Säcke, Anschwellungen oder Brüche (Hernien) am Darm, konkreter am Dickdarm. Dieses Leiden kann sehr häufig auftreten, kann jedoch auch symptomlos verlaufen.

Wenn aber Nahrungspartikel am Divertikel hängen bleiben, kann es zu Beschwerden kommen, da sich dann dort die Bakterien ansammeln.

Ein erstes Anzeichen ist, wenn an der unteren linken Seite des Bauches Schmerzen auftreten. Bei Durchfall mit nachfolgender Verstopfung, Fieber, Übelkeit oder Erbrechen sollte besondere Vorsicht geboten sein.

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Divertikulose Darm

Nach einer Divertikulitis besteht ein Risiko von 45%, dass sich diese wiederholt. Ärzte raten auf verschiedene Nahrungsmittel zu verzichten und empfehlen andere, damit sich das Krankheitsbild nicht verschlechtert.

Welche Nahrungsmittel sind bei Divertikulose verboten?

Getreide

Vermeide verarbeitete Getreideprodukte, wie z. B. Popkorn, Maistörtchen, Haferflocken oder Produkte, die mit Kleie oder Vollkornreis hergestellt werden.

All diese Nahrungsmittel enthalten schwer verdaubare Ballaststoffe, die sich an den Divertikeln anhaften und die Erkrankung verschlechtern können.

Stattdessen kannst du raffinierte Getreideprodukte zu dir nehmen, wie z. B. Pasta, Reis, ofengebackene Produkte oder Weizenbackwaren.

Obst und Gemüse

Es ist zwar wahr, Obst und Gemüse sind für unsere Gesundheit unentbehrlich, trotzdem solltest du sie bei einem Schub vermeiden.

Halte dich vor Trockenobst zurück (z.B. Trockenpflaumen oder Rosinen), da sie reich an Ballaststoffen sind. Beeren sollten ebenfalls nicht gegessen werden, da die Samen schwer verdaulich sind. Meide Kreuzblütler. Zu dieser Gruppe gehören Brokkoli, Kohl oder Blumenkohl.

Trinke keinen Saft mit Fruchtfleisch und vergewissere dich, dass das Gemüse richtig gar ist, damit die Ballaststoffe bekömmlicher sind. Vermeide frisches Obst, außer Pfirsich, Avokado, Melone oder Banane. Die restlichen Obstsorten sollten ohne Schale, Haut oder Samen verzehrt werden.

Fleisch und Proteine

Bevorzuge weiche Fleischsorten oder Hackfleisch, Fisch und Eier, um die nötigen Proteine zu erhalten. Diese Nahrungsmittel reizen den Darm nicht und sind leicht zu verdauen.

Meide ebenfalls kräftige Käsesorten, da sie Kasein enthalten, was bei Divertikulitis nicht gerade angebracht ist. Streiche aus deinem Ernährungsplan Samen und Nüsse, sowie z. B. Erdnussbutter. Verringere die Einnahme von Erbsen, Bohnen oder Hülsenfrüchten, da sie sehr ballaststoffreich sind.

Schale, Haut oder Gewürze

Sowohl Obst, als auch Gemüse oder Fleisch sollten frei von jeglicher Haut oder Schale sein, da diese Entzündungen fördern. Scharfe Gewürze sind auch nicht unbedingt geeignet.

Stimulierende Getränke

Zu dieser Gruppe gehören Kaffee, Tee, Mate, Schokolade und kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke. Diese reizen den Darm. Bei Koffein, das in fast all diesen Getränken enthalten ist, werden die Darmmuskeln zusammengezogen, das Wasser wird dem Stuhl entzogen und es kommt zu Verstopfung.

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9 gesunde Wege einer Verstopfung vorzubeugen

Wenn du gerne Kaffee trinkst und es dir schwer fällt, darauf zu verzichten, dann steige auf koffeinfreien Kaffee um. Versuche aber, den Konsum allmählich zu reduzieren und schließlich ganz darauf zu verzichten.

Tipps und natürliche Heilmittel gegen Divertikulitis

Bei Divertikulose viel Wasser trinken

  • Trinke ausreichend Wasser (zwischen 6 und 8 Gläsern am Tag).
  • Wenn du die Notwendigkeit verspürst, den Darm zu entleeren, solltest du es auch tun. Halte den Stuhl nicht zurück, da sich das Problem dadurch verschlimmern kann.
  • Mache außerdem auch Übungen, um die Bein-, Becken- und Darmmuskulatur zu fördern. Du erleichterst somit den Stuhlgang.
  • Nimm keine Abführmittel oder Einläufe, wenn du an Verstopfung leidest, da diese den Darm reizen und eine Abhängigkeit bewirken können, da der Darmtrakt nicht auf natürliche Weise funktionieren kann.
  • Meide hoch verarbeitete, fettige, scharfe, zuckerhaltige oder frittierte Mahlzeiten.
  • Vermeide jegliche Mahlzeiten, die Samen enthalten. Kaue besonders gründlich, da sich Lebensmittelteile zwischen den Divertikeln ansetzen können, was Schmerzen und Entzündungen verursachen kann.
  • Iss Gemüsepüree, Obstkompott oder gekochtes Obst. Du kannst auch Obstsäfte ohne Fruchtfleisch zubereiten, um bei einem Schub die Genesung zu beschleunigen.

Folgende Pflanzen werden bei Divertikulitis empfohlen:

  • Kamille verringert die Entzündung und lindert die Beschwerden.
Kamille ist gut gegen Entzündungen

  • Pfefferminze lindert die Bauchschwellung, Schmerzen, Übelkeit oder Blähungen. Trinke bis zu 3 Tassen am Tag.
  • Oregano verringert die Darmentzündung.
  • Thymian ist reich an Ballaststoffen und wirkt schmerzlindernd, krampflösend und entzündungshemmend. Du kannst deine Suppen, Saucen oder Salate mit Thymian würzen.
  • Kurkuma ist ein natürlicher Entzündungshemmer, der für jegliche Art von Entzündungen verwendet wird und Divertikel reduziert.