Nahrungsmittel, die bei Divertikulose vermieden werden sollten

Du benötigst eine weiche Diät mit Pürees aus Obst oder gekochtem Gemüse. Trinke Tee mit Kamillen, Pfefferminze oder Kurkuma, um die Symptome zu lindern.

Divertikulose ist eine Erkrankung, bei der Ausstülpungen an der Darmwand entstehen. Dies bewirkt Unwohlsein und Schmerzen, wenn bestimmte Lebensmittel eingenommen werden. Dieser Artikel wird Ihnen erklären, welche Nahrungsmittel vermieden werden sollten, um unnötige Beschwerden und Leiden zu vermeiden.

Was sollte ich über Divertikulose wissen?

Wie schon am Anfang erwähnt, handelt es sich bei Divertikulose um kleine Säcke, Anschwellungen oder Brüche (Hernien) am Darm, konkreter am Dickdarm. Dieses Leiden kann sehr häufig auftreten, kann jedoch auch symptomlos verlaufen. Wenn aber Nahrungspartikel am Divertikel hängen bleiben, kann es zu Beschwerden kommen, da sich dann dort die Bakterien ansammeln.

Ein erstes Anzeichen ist, wenn an der unteren linken Seite des Bauches Schmerzen auftreten. Bei Durchfall mit nachfolgender Verstopfung, Fieber, Übelkeit oder Erbrechen sollte besondere Vorsicht geboten sein.

Divertikulose-Darm

Nach einer Divertikulitis besteht ein Risiko von 45%, dass sich diese wiederholt. Ärzte raten auf verschiedene Nahrungsmittel zu verzichten und empfehlen andere, damit sich das Krankheitsbild nicht verschlechtert.

Welche Nahrungsmittel sind bei Divertikulose verboten?

  • Getreide: Vermeiden Sie verarbeitete Getreideprodukte, wie z. B. Popkorn, Maistörtchen, Haferflocken oder Produkte, die mit Kleie oder Vollkornreis hergestellt werden. All diese Nahrungsmittel enthalten schwer verdaubare Ballaststoffe, die sich an den Divertikeln anhaften und die Erkrankung verschlechtern können. Als Ersatz können Sie raffinierte Getreideprodukte zu sich nehmen, wie z. B. Pasta, Reis, ofengebackene Produkte oder Weizenbackwaren.
  • Obst und Gemüse: Es ist zwar wahr, Obst und Gemüse sind für unsere Gesundheit unentbehrlich, trotzdem sollten sie bei einem Schub vermieden werden. Halten Sie sich vor Trockenobst zurück (z.B. Trockenpflaumen oder Rosinen), da sie reich an Ballaststoffen sind. Beeren sollten ebenfalls nicht gegessen werden, da die Samen schwer verdaulich sind. Meiden Sie Kreuzblütler. Zu dieser Gruppe gehören Brokkoli, Kohl oder Blumenkohl. Trinken Sie keinen Saft mit Fruchtfleisch und vergewissern Sie sich, dass das Gemüse richtig gar ist, damit die Ballaststoffe bekömmlicher sind. Vermeiden Sie frisches Obst, außer Pfirsich, Avokado, Melone oder Banane. Die restlichen Obstsorten sollten ohne Schale, Haut oder Samen verzehrt werden.
  • Fleisch und Proteine: Bevorzugen Sie weiche Fleischsorten oder Hackfleisch, Fisch und Eier, um die nötigen Proteine zu erhalten. Diese Nahrungsmittel reizen den Darm nicht und sind leicht zu verdauen. Meiden Sie kräftige Käsesorten, da sie Kasein enthalten, was bei Divertikulitis nicht gerade angebracht ist. Streichen Sie aus Ihrem Ernährungsplan Samen und Nüsse, sowie z. B. Erdnussbutter. Verringern Sie die Einnahme von Erbsen, Bohnen oder Hülsenfrüchten, da sie sehr ballaststoffreich sind.
  • Schale, Haut oder Gewürze: Sowohl Obst, als auch Gemüse oder Fleisch sollten frei von jeglicher Haut oder Schale sein, da diese Entzündungen fördern. Scharfe Gewürze sind auch nicht unbedingt geeignet.
  • Stimulierende Getränke: Zu dieser Gruppe gehören Kaffee, Tee, Mate, Schokolade und kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke. Diese reizen den Darm. Bei Koffein, das in fast all diesen Getränken enthalten ist, werden die Darmmuskeln zusammengezogen, das Wasser wird dem Stuhl entzogen und es kommt zu Verstopfung. Wenn Sie gerne Kaffee trinken und es Ihnen schwer fällt, darauf zu verzichten, steigen Sie auf koffeinfreien Kaffee um. Versuchen Sie aber, den Konsum allmählich zu reduzieren und schließlich ganz darauf zu verzichten.

Tipps und natürliche Heilmittel gegen Divertikulitis

Divertikulose-Wasser-trinken

  • Trinken Sie ausreichend Wasser (zwischen 6 und 8 Gläsern am Tag).
  • Wenn Sie die Notwendigkeit verspüren den Darm zu entleeren, sollten Sie es auch tun. Halten Sie den Stuhl nicht zurück, da sich das Problem verschlimmern kann.
  • Machen Sie Übungen, um die Bein-, Becken- und Darmmuskulatur zu fördern. Sie erleichtern somit den Stuhlgang.
  • Nehmen Sie keine Abführmittel oder Einläufe, wenn Sie an Verstopfung leiden, da diese den Darm reizen und eine Abhängigkeit bewirken können, da der Darmtrakt nicht auf natürliche Weise funktionieren kann.
  • Meiden Sie hoch verarbeitete, fettige, scharfe, zuckerhaltige oder frittierte Mahlzeiten.
  • Vermeiden Sie jegliche Mahlzeiten, die Samen enthalten. Kauen Sie besonders gründlich, da sich Lebensmittelteile zwischen den Divertikeln ansetzen können, was Schmerzen und Entzündungen verursachen kann.
  • Essen Sie Gemüsepüree, Obstkompott oder gekochtes Obst. Sie können auch Obstsäfte ohne Fruchtfleisch zubereiten, um bei einem Schub die Genesung zu beschleunigen.

Folgende Pflanzen werden bei Divertikulitis empfohlen:

  • Kamille verringert die Entzündung und lindert die Beschwerden.

Divertikulose-Kamille

  • Pfefferminze lindert die Bauchschwellung, Schmerzen, Übelkeit oder Blähungen. Trinken Sie bis zu 3 Tassen am Tag.
  • Oregano verringert die Darmentzündung.
  • Thymian ist reich an Ballaststoffen und wirkt schmerzlindernd, krampflösend und entzündungshemmend. Sie können Ihre Suppen, Saucen oder Salate mit Thymian würzen.
  • Kurkuma ist ein natürlicher Entzündungshemmer, der für jegliche Art von Entzündungen verwendet wird und Divertikel reduziert.
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