Ist Betten machen am Morgen ungesund?

· 6 März, 2015
Damit sich Hausstaubmilben nicht vermehren können, empfiehlt es sich am Morgen das Bett zu lüften, die Fenster zu öffnen und frische Luft und Sonne hereinzulassen.

Viele haben die Gewohnheit, am Morgen nach dem Aufstehen die Betten zu machen. Wer es nicht mehr schafft, ärgert sich oft, denn die meisten denken, dass ein schön gemachtes Bett unerlässlich in einem ordentlichen, aufgeräumten Haus ist. Eine neuerliche Studie der Universität Kingston in London versichert jedoch, dass Betten machen nicht so gesund ist, wie die meisten denken, ganz im Gegenteil, diese Gewohnheit hat auch negative Folgen.

Warum ist Betten machen ungesund?

Wer sich am Morgen die Mühe gibt, die Schlaffalten aus den Laken zu ziehen, tut der Gesundheit nichts Gutes: Die Wissenschaftler der genannten Studie haben nämlich festgestellt, dass damit ein idealer Raum für Hausstaubmilden geschaffen wird. Sie weisen konkret darauf hin, dass beim Betten machen Ungeziefer – wie Hausstaubmilben und Spinnentiere – das in der Bettwäsche lebt, zugedeckt wird und dieses sich so schneller vermehrt und länger lebt.

Auch wenn dies oft nicht wahrzunehmen ist, sind die Laken und Decken durch den nächtlichen Schweiß noch feucht und warm. Wenn nicht zuvor gelüftet wird, bildet diese feuchte Wärme ein perfektes Zuhause für Milben, die sich schnell vermehren und länger überleben können, als uns das lieb ist.

Die Folgen davon können Erkrankungen wie Asthma, Ekzeme, Dermatitis, chronischer Heuschnupfen, Allergien, Atemwegsbeschwerden oder auch Schlaflosigkeit sein. Die Forscher weisen darauf hin, dass ein gemachtes Bett bis zu 1,5 Millionen Hausstaubmilben beherbergen kann, was ein großes Risiko darstellt, eine der genannten Krankheiten zu entwickeln.

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Stephen Pretlove, der Leiter dieser wissenschaftlichen Studie, bestätigt, dass es besser ist, die Betten am Morgen nicht zu machen, um dieses Risiko zu verhindern. Wenn das Bett ungemacht bleibt, ist es einfacher, die unbeliebten Tierchen zu bekämpfen. Wichtig dafür ist eine gute Lüftung des Schlafzimmers. Hausstaubmilben können mit frischer Luft und Sonne beseitigt werden. Am besten ist also, das Bett nicht zu machen und die Fenster weit zu öffnen!

Pretlove erklärt auch, dass zwar viele Ungeziefer mit verschiedenen Reinigungsmitteln und dem Staubsauger entfernt werden können, nicht so jedoch Hausstaubmilben. Deshalb wird häufiges Lüften sowie das regelmäßige Waschen der Bettwäsche und Matratze sowie direktes Sonnenlicht sehr empfohlen.

Abschließend bemerkt der Wissenschaftler, dass diese Erkenntnisse ausschlaggebend in der Vorsorge gegen allergische oder ähnliche Krankheiten sein können und auch für eine wirksame Behandlung sehr wichtig sind. Wenn du also zu jenen gehörst, die das Bett nicht gerne machen, hast du jetzt einen weiteren Grund dafür. Wenn du jedoch noch vor du morgens außer Haus gehst, schöne, gemachte Betten liebst, solltest du stattdessen lieber ordentlich durchlüften, um dem Ungeziefer keine Chance zu geben und so die genannten Krankheiten zu vermeiden.