Ingwer als Heilmittel

· 15 August, 2014
Um die verstopfte Nase zu behandeln, kannst du einen Tee aus einem Teelöffel Inger, 200 ml Wasser und dem Saft einer halben Zitrone zubereiten.

Ingwer als Hausmittel. Es ist eine aus  dem Osten stammende Wurzel, die heutzutage vor allem in China angepflanzt wird. In Indien darf er bei keinem Essen fehlen. Diese Wurzel hat zahlreichen positiven Eigenschaften für die Gesundheit.

Du kannst Ingwer frisch genießen, im Tee verwenden oder auch Ingwerkekse herstellen. Lerne im folgenden Artikel, für was er gut ist. 

Daten über Ingwer

Der wissenschaftliche Name dieser Wurzel lautet Zingiber Officinale, er wächst in heißen Gebieten, vor allem im Süden Asiens. Die Pflanze ist immergrün sowie fast zwei Meter groß. Sein Stiel und seine Blätter haben eine rötliche Farbe, die Blüten sind weiß.

Diese Wurzel wurde schon von den antiken Römern konsumiert. Auch Marco Polo suchte auf seinen Reisen schon nach Ingwer. Auch wenn man sagt, dass der beste aus China sowie Indien kommt, liefert heutzutage Jamaica die besten Wurzeln.

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Ingwer hat einen scharfen Geschmack und sein starkes, einzigartiges Aroma macht diese Wurzel dann zu einem wirkungsvollen Lebensmittel. Er sollte immer in kleinen Mengen sowie in Kombination mit anderen Nahrungsmitteln konsumiert werden.

Er liefert uns Vitamine, Mineralstoffe, ätherische Öle, Antioxidantien sowie Aminosäuren. All diese Wirkstoffe sind essentiell für unseren Körper.

Um von den positiven Eigenschaften zu profitieren, kannst du Tees sowie Säfte herstellen oder die Wurzel für verschiedene Speisen, wie z.B. Desserts oder Eintöpfe verwenden.

Man kann ihn frisch, in Pulver- oder Tablettenform, als Sirup oder getrocknet kaufen. Du solltest beachten, dass Ingwer wärmend wirkt. Aus diesem Grund solltest du ihn er bei Fieber nicht konsumieren.

Wofür ist er gut? Äußere Anwendung

Ingwer hilft uns bei allen möglichen Darm- sowie Magenbeschwerden. Er stimuliert die Bauchspeicheldrüse und erhöht überdies die Produktion von Verdauungsenzymen.

Auf diese Weise kann man auch Beschwerden wie saurem Aufstoßen und Völlegefühl vorbeugen. Weiter wirkt er antibakteriell und hilft bei Darmproblemen, die durch eine veränderte Darmflora verursacht wurden.

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Des weiteren wurde festgestellt, dass Ingwer bei Übelkeit hilft, die aus verschiedenen Gründen verursacht werden kann:

  • Reiseübelkeit: Wenn dudiese lästigen Beschwerden vermeiden möchtest, dann ist es ratsam dass du ihn drei Stunden vor der Fahrt im Auto, Bus, Flugzeug, Schiff etc. konsumierst. Ingwer beugt Übelkeit vor, die durch Bewegungen verursacht wird (auch bekannt als Kinetose). Wenn du eine lange Reise vor dir hast, dann empfehlen Experten, dass du eine halbe Stunde vor der Fahrt Ingwer isst und dann noch einmal auf halbem Weg. Ingwer kannst du zum Beispiel in Form von Tee einnehmen. Nimm dazu die getrocknete Wurzel (in Naturheilläden erhältlich). Eine andere Variante ist die Einnahme zusammen mit Früchten.
  • Bei Chemotherapie: Krebspatienten nehmen häufig Ingwer, um die Übelkeit nach der Strahlen- oder Chemotherapie zu bekämpfen. Man  sollte aber darauf achten, ihn nicht auf leeren Magen einzunehmen.

Weitere Anwendungen

  • Schwangerschaft: Schwangere Frauen können in den ersten Monaten Ingwer einnehmen, um die lästige Übelkeit auf natürliche Weise zu stoppen. Dazu bereitet man einen Tee aus einem halben Löffel der getrockneten Wurzel und einer Tasse heißem Wasser zu. Diesen Tee dann mehrmals täglich trinken. Diese Behandlung sollte nicht länger als zwei Monate dauern.
  • Bei Operationen: Diese Wurzel hilft die Nebenwirkungen einiger Medikamente zu verringern, die bei Operationen eingesetzt werden. Ingwer sollte einen Tag vor der Operation eingenommen werden, bespreche dies jedoch zuvor mit dem behandelnden Arzt.

Dank seiner antibakteriellen Wirkung hilft er auch zur Vorsorge gegen Geschwüre. Die Wurzel hilft die Magenflüssigkeiten zu regulieren.

Ingwerpflanze

Auch bei Problemen der Atemwege hilft Ingwer, wie zum Beispiel bei Grippe, Fieber oder Verstopfung der Nase. Bereite dir einen Ingwertee zu (1 Löffel pro Tasse).

Wenn du die Wirkung steigern möchtest, fügst du den Saft einer halben Zitrone hinzu. Diese Mischung wirkt auch Wunder bei Sinusitis.

Wofür ist er gut? Innere Anwendung

Er hilft bei Schmerzen oder Anschwellungen:

  • Arthrose: Bereite dir dafür aus einer Handvoll frischem Ingwer einen Tee zu. Gib den Ingwer in einen Liter kochendes Wasser. Danach den Tee abkühlen lassen und eine Kompresse mit dem Ingwerwasser 15 bis 20 Minuten lang auf das schmerzende Gelenk legen. Wiederhole den Vorgang alle sechs Stunden. Du kannst auch ätherisches Ingweröl vermischt mit Mandelöl auf die betroffene Stelle reiben.
  • Karpaltunnelsyndrom: Am besten verwendest du einen Wickel aus Ingwer direkt auf der betroffenen Stelle.
  • Weisheitszähne: Mit einem Tee aus Ingwer können durch Weisheitszähne verursachte Schmerzen gelindert werden. Du kannst als Alternative auch an einem kleinen Stück kauen.

Die Ingwerwurzel kann auch bei Mundgeruch helfen. Diese Technik stammt aus dem Osten. Dabei nimmt man nach dem Essen ein kleines Stück Ingwer mit etwas Essig in den Mund und kaut es gut.

Auf diese Weise wird die Produktion von Speichel angeregt. Kauen ist deshalb auch bei trockenem Mund empfehlenswert.

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Er hat auch eine aphrodisierende Wirkung und die Libido verbessert. Ätherisches Öl aus Ingwer steigert unsere Körpertemperatur und wirkt durch den intensiven Geschmack stimulierend.

Andere Vorteile des Ingwers

  • Reduziert Menstruationsschmerzen bei Frauen
  • Verbessert die Durchblutung und beugt auf diese Weise Krankheiten vor
  • Wirkt wie ein natürliches Antidepressiva
  • Reduziert Körperstress
  • Verhindert die vorzeitige Alterung der Zellen
  • Lindert Migräneschmerzen
  • Beugt Krebs in den Eierstöcken und im Darm vor
  • Ginger. (2010). In Botanical Medicine for Women’s Health. https://doi.org/10.1111/ijfs.12940
  • Grzanna, R., Lindmark, L., & Frondoza, C. G. (2005). Ginger—An Herbal Medicinal Product with Broad Anti-Inflammatory Actions. Journal of Medicinal Food. https://doi.org/10.1089/jmf.2005.8.125