Fibromyalgie: Symptome mit Heilkräutern lindern

3 März, 2015
Verschiedene Kombinationen von Heilpflanzen können die Symptome von Fibromyalgie verbessern. Cayennepfeffer enthält beispielsweise Capsaicin, das Schmerzen lindert.

Die Ursachen für Fibromyalgie sind noch immer weitgehend unbekannt. Die Behandlung erfolgt multidisziplinär: Angemessene Lebensgewohnheiten, medizinische Behandlung, die richtige Ernährung sowie folgende Heilpflanzen können Tag für Tag helfen.

Heilpflanzen zur Symptomlinderung bei Fibromyalgie

fibromyalgie

Sind diese Heilpflanzen wirklich wirksam? Die Abteilung für Physiologie der Bundesuniversität von Sergipe (Brasilien) empfiehlt überdies folgende Heilmittel gegen verschiedene Symptome von Fibromyalgie.

Dabei sollte dir klar sein, dass diese Kräuter die Krankheit nicht heilen werden, jedoch die Lebensqualität verbessern können.

In Kombination mit anderen Behandlungsmethoden helfen sie, Schmerzen zu lindern und auch andere Symptome abzuschwächen. Auch Medikamente, psychologische Strategien sowie die Einhaltung von entsprechenden Ernährungsrichtlinien sind maßgebend.

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So können Heilpflanzen helfen: 

1. Harpagophytum

Diese Pflanze ist auch als „Teufelskralle“ bekannt. Sie ist sowohl in Reformhäusern, als auch in Apotheken in Form von Tabletten sowie als Tee erhältlich. Die Teufelskralle hilft bei Gelenkschmerzen, Rheuma, Arthritis sowie Arthrose.

Sie wirkt stark entzündungshemmend sowie schmerzlindernd. Ein weiterer großer Vorteil: Sie hat keine Nebenwirkungen, was bei anderen Medikamenten nicht vermeidbar ist.

Die Teufelskralle fördert die Erholung nach einem Schock. Außerdem reguliert sie die Magen- sowie Darmtätigkeit und wird deshalb auch zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden genutzt. Bei Fibromyalgie wird diese Heilpflanze am bestens morgens eingenommen.

2. Hypericum

Auch als Johanniskraut bekannt, ist Hypericum als natürliches Heilmittel sehr effektiv bei der Bewältigung von Trauer, Entmutigungen und leichten Depressionen.

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Aber das ist noch nicht alles: Tee aus Johanniskraut ist auch bei Fibromyalgie sehr hilfreich, da er organische Säuren, ätherische Öle, Keratin, Limonen sowie Tannine liefert. Ein Wunder der Natur, das Leid lindert, wenn man es täglich morgens und abends nimmt.

3. Cayenne-Pfeffer

Auch wenn es überraschend klingt: Cayenne-Pfeffer enthält – wie auch Knoblauch, Ingwer oder Senf – sehr gesunde Wirkstoffe. Das enthaltene Capsaicin wirkt  anregend und fördert so die Freisetzung der Substanz P, die wiederum Schmerzen lindert.

Viele kennen sicherlich Capsaicin-Salben, die überdies gegen Schmerzen verwendet werden. Auch Tee mit Cayenne-Pfeffer ist ausgezeichnet geeignet.

Ein gutes Rezept, das auch bei anderen Beschwerden hilft: Einen Beutel Grüntee mit etwas Cayenne-Pfeffer mit heißem Wasser überbrühen und dann mit einem Spritzer Zitronensaft verfeinern. Der Tee kann mit einem Löffel Honig gesüßt werden. Er schmeckt köstlich und tut gut.

cayenne-tee

  • Gagnier, J. J., Chrubasik, S., & Manheimer, E. (2004). Harpgophytum procumbens for osteoarthritis and low back pain: A systematic review. BMC Complementary and Alternative Medicine. https://doi.org/10.1186/1472-6882-4-13
  • Galeotti, N. (2017). Hypericum perforatum (St John’s wort) beyond depression: A therapeutic perspective for pain conditions. Journal of Ethnopharmacology. https://doi.org/10.1016/j.jep.2017.02.016