Wie spreche ich mit Kindern im Teenageralter?

· 9 Oktober, 2018
Mit Beginn der Pubertät erleben Kinder viele hormonelle, soziale, körperliche und psychische Veränderungen. Diese beeinflussen ihre Persönlichkeit. Und sie können oft die Kommunikation der Kinder im Teenageralter mit ihren Eltern erschweren.

Mit deinem Kind im Teenageralter zu sprechen ist keine leichte Aufgabe. Eltern haben in der Regel Schwierigkeiten, mit ihren pubertierenden Zöglingen zu kommunizieren. Denn sie sprechen einfach verschiedene Sprachen.

Dennoch solltest du dich in Geduld üben. Und versuchen, deinen Nachwuchs auch in dieser Lebensphase so weit wie möglich zu begleiten und zu leiten.

Wenn dein Kind im Teenageralter mit einem Problem konfrontiert wird, solltest du ihm den Weg weisen. Aber lass es dann trotzdem alleine die Lösung finden. Pubertierende müssen schließlich ihre Fähigkeit zum vernünftigen Denken trainieren. Deshalb ist es gut, dass du gemeinsam mit deinem Kind das Problem analysierst. Doch auf die Lösung sollte es allein kommen.

Und sag ihm nach eurem Gespräch ein paar ermutigende Sätze in der Art wie: „Denk ein wenig darüber nach, worüber wir gesprochen haben. Und triff dann die Entscheidung, die du für die Beste hältst. Vergiss dabei nicht, dass du auch die Verantwortung für die Folgen übernehmen musst“.

4 Tipps, um mit deinem Kind im Teenageralter zu sprechen

In der Pubertät erleben wir Menschen körperliche, psychologische, hormonelle und soziale Veränderungen. Dadurch ist oft die Kommunikation mit den Eltern recht schwierig.

Diese Veränderungen führen dazu, dass die Jugendlichen lieber mit Freunden in ihrem Alter sprechen wollen. Und so hören sie oft auf falsche Ratschläge, die ihnen Probleme bringen können.

Mutter spricht mit ihrem Kind im Teenageralter

Aus diesem Grund stellen wir dir hier heute einige Tipps vor, die du in die Praxis umsetzen solltest, wenn du mit deinem Kind im Teenageralter sprichst.

1. Sei verständnisvoll und konsequent

Teenager wissen recht genau, wie sie ihre Eltern überreden können, um ihre Ziele zu erreichen. Und es stimmt, dass Eltern vielleicht einem Problem kurzfristig aus dem Weg gehen können, wenn sie auf eine konsequente Strafe verzichten.

Aber langfristig zeigen sie mit diesem Verhalten ihrem Kind nur eins: Nämlich dass die Eltern das tun werden, was es will, wenn es sich nur hartnäckig genug zeigt. Damit das nicht passiert, ist es wichtig, als Eltern konsequent zu sein.

Nichtsdestotrotz solltest du aber natürlich auch Verständnis zeigen. So lass es erstmal zu, dass dein Kind im Teenageralter sich erklärt.

Es sollte sagen können, warum es eine Regel bricht. Und dann schlage ihm beispielsweise vor, dass es vorher um Erlaubnis fragen soll, um ausnahmsweise später als zur festgelegten Uhrzeit nach Hause zu kommen. Und in diesem Fall ist deine Zustimmung dazu dann ein Zeichen von Verständnis und nicht von fehlender Konsequenz, die einem steten Drängen nachgibt.

Um ein solches Verhalten zu verstärken, wird empfohlen, die Regeln mit der ganzen Familie zu besprechen. Zum Beispiel die Uhrzeiten, zu denen die Kinder im Teenageralter nach Hause kommen sollten.

Dabei sollten sämtliche Argumente miteinbezogen werden, bevor es zu einer Entscheidung kommt. So kann dein Nachwuchs erkennen, dass die Eltern bereit sind, nachzugeben, wenn keine Regeln verletzt werden.

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2. Sei selbstbewusst und zeige Durchsetzungsvermögen

Als Eltern Selbstbewusstsein zu zeigen, hat viele Vorteile. Denn so hast du die Möglichkeit, deine Rechte zu verteidigen. Außerdem kannst du deine Meinung äußern, ohne dabei dein Kind in irgendeiner Weise zu verletzten oder es ihm zu erlauben, dich anzugreifen.

Auf diese Weise wirst du es durch vermittelnde Worte schaffen, dass beide Parteien mit den Ergebnissen zufrieden sind.

Mutter spricht mit ihrer Tochter im Teenageralter

Indem du selbstbewusst auftrittst und Durchsetzungsvermögen gegenüber deinem Kind im Teenageralter zeigst, wirst du deine Chancen erhöhen, das gewünschte Ziel zu erreichen. Und dein Sohn oder deine Tochter wird sich ruhiger und sicherer fühlen. Denn du lässt dein Kind fühlen, dass seine Eltern auf es hören und dass ihnen seine Meinungen und Gefühle auch wichtig sind.

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3. Geh als gutes Beispiel voran

Trotz aller guten Ratschläge ist es trotzdem so, dass es im Grunde keine Regel, kein Handbuch oder Geheimtipp gibt, wie du mit deinem Kind im Teenageralter sprechen sollst.

Deshalb braucht es vor allem viel Geduld und Verständnis. Und du solltest bei der Wahl deiner Worte und im Gespräch als gutes Beispiel voran gehen. Am besten ist es, deinem Nachwuchs ein Vorbild zu sein, wenn du mit deinem Kind über ein Thema sprechen musst, das dir Sorgen bereitet.

Die Kinder beginnen in dieser Lebensphase in jeder Hinsicht zu reifen. Und sie leben in einem ständigen inneren Kampf, um sich von ihren Eltern unabhängiger zu machen. Sie verbringen lieber mehr Zeit mit ihren Freunden. Und die Familie ist ihnen nicht mehr so wichtig.

Daher ist es empfehlenswert, dass die Eltern die Jugendlichen in der Familie mehr in die Entscheidungsfindungen miteinbeziehen. Dabei kann es sich um eine Reise, um den Kauf von etwas Neuem, um einen Schulwechsel oder die Planung eines Umzugs usw. handeln.

Es ist wichtig, die Meinung deines Kindes im Teenageralter zu berücksichtigen. Denn so könnt ihr alle zusammen die beste Option wählen.

4. Wähle einen passenden Ort und Zeitpunkt für ein Gespräch

Vielleicht kommt es vor, dass du der Meinung bist, dass dein jugendliches Kind sich nicht gut verhalten hat. In diesem Fall ist es besonders wichtig, dass du den richtigen Zeitpunkt und Ort für ein Gespräch wählst.

Ihr solltet in Ruhe und ohne Unterbrechungen miteinander sprechen können. Denn wenn ihr beide, insbesondere aber dein Kind, entspannt seid, könnt ihr ein gutes Gespräch führen.

Mutter und Tochter im Teenageralter

Beginne das Gespräch, indem du das Problem auf einfache und direkte Weise beschreibst. Du solltest sagen, wie du über das Verhalten, das dein Kind gezeigt hat, denkst. Doch ohne dabei seine Persönlichkeit direkt zu beurteilen.

Korrigiere nur das betreffende Verhalten. Es muss klar sein, dass das, was dich störte, nichts mit der Persönlichkeit deines Sohns oder deiner Tochter zu tun hat. Sondern dass es darum geht, was dein Kind getan hat.

Die Fehltritte gleich zu Beginn anzusprechen und zu verbessern ist von grundlegender Bedeutung. Damit solltest du wirklich nicht warten, bis das betreffende Verhalten wiederholt auftritt. Denn auf diese Weise vermeidest du es, dein Kind zu bestrafen.

Außerdem wird dein Nachwuchs so nicht gleich eine defensive Haltung einnehmen. Auch kannst du so dazu beitragen, dass dein Kind versteht, warum es sich nicht nochmal so verhalten soll.

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Abschließend sei gesagt, dass wir natürlich wissen, dass es nicht einfach ist, mit deinem Kind im Teenageralter zu sprechen. Und manchmal lässt sich ein Streit einfach nicht vermeiden. Doch auch im Fall, dass dein Nachwuchs außer sich gerät und zu schreien beginnt, solltest du unbedingt versuchen, die Ruhe zu bewahren.

Es ist wichtig, dass du es schaffst, dein Kind zu beruhigen. Und dass du ihm sagst, dass ihr das Gespräch fortsetzen werdet, wenn es sich wieder beruhigt hat.

Denk daran, dass wir Erwachsene diejenigen sind, die mit gutem Beispiel vorangehen müssen. Auf diese Weise haben Gespräche Sinn und alle Beteiligten können Nutzen daraus ziehen.