Pubertiere im Haus? Nicht aufgeben!

Während der Pubertät kommt es zu sehr vielen Veränderungen, die nicht immer einfach sind. Deshalb sollte man unwichtige Dinge nicht allzu ernst nehmen und sich nur auf die wichtigen konzentrieren.

Die Pubertät ist ein sehr schwieriger Lebensabschnitt, darüber gibt es keine Zweifel. Wir alle waren einmal Pubertiere und haben in dieser Zeit größere oder kleinere Stimmungsschwankungen, Ärger mit der Familie, Widerspenstigkeit und andere typische Verhaltensweisen erlebt, die keinen Sinn zu machen scheinen.

Doch sobald man erwachsen ist und eigene Kinder hat, vergisst man diesen Lebensabschnitt und kann sich nicht mehr daran erinnern, wie kompliziert diese Zeit war.

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Doch man darf auf keinen Fall aufgeben, wenn man zu Hause mit einem pubertierenden Jugendlichen umgehen muss. Wichtig ist, Verständnis zu zeigen, sich in seine Situation hineinzuversetzen…

Du hast selbst auch diesen Lebensabschnitt erlebt und überwunden, denke daran zurück, wie es dir in dieser Zeit ergangen ist. Wer könnte deinen Sohn oder deine Tochter besser verstehen als du selbst und ihnen eine helfende Hand reichen, wenn nicht du?

Information über Jugendliche in der Pubertät

Frau liest Buch

Natürlich ist es schwierig, sehr schwierig. Auch wenn man versucht, Verständnis zu zeigen, denn die Pubertiere werden nicht zuhören. Sie werden dir den Rücken zuwenden, die Türen zu ihrem Herzen verschließen.

Doch auch wenn diese Zeit unendlich scheint, wissen wir, dass auch dieser Lebensabschnitt vorüber geht. Man muss darin Ausgleich finden, nicht zu sehr insistieren, doch auch nicht so tun, als ob nichts passiert wäre.

Die Liebe zu deinen Kindern ist bedingungslos und dies musst du ihnen auch zeigen. Auch wenn sie nicht mit dir sprechen wollen, gehe nicht in Abwehrstellung und mache ihnen nicht zu viele Vorwürfe. 

Sätze wie „du bist unausstehlich“ oder „und ich tue so viel für dich“ helfen nicht weiter, sondern sorgen nur für mehr Konflikte und Misstrauen.

Auch wenn man all dies weiß, ist der Weg nicht einfach. Deshalb ist es wichtig, mehr über diesen Lebensabschnitt zu lernen, den wir selbst schon hinter uns haben.

Es gibt ausgezeichnete Bücher über die Pubertät und das Jugendalter. Du kannst dich mit den darin aufgeführten Situationen identifizieren, dir Rat holen und oft auch Erleichterung finden.

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Manchmal denkt man nämlich in dieser Situation, dass man alles falsch macht und keine gute Mutter ist. Doch oft fehlt es nur an Wissen, das man ganz einfach erlangen kann.

Dinge, die man immer tun sollte

Verschiedene Dinge sollten immer berücksichtigt werden, auch wenn man gerade nicht dazu gelaunt ist oder immer auf eine ablehnende Wand trifft, die die Pubertiere aufbauen.

Wähle, welche Schlachten sich lohnen

Manchmal kommt es mit Jugendlichen zu sinnlosen Streitereien, die nur Ärger bereiten, auch wenn keine wichtigen Dinge zugrunde liegen.

Wenn es nur um rein oberflächliche Dinge geht, sollte man darauf nicht viel Aufmerksamkeit lenken und diese nicht allzu wichtig nehmen. Weit wichtiger ist es, den tatsächlichen seelischen Zustand des Jugendlichen zu beachten und wenn nötig zu helfen.

Bei Themen wie Tabak, Sex, Alkohol, Drogen usw. muss man natürlich streng bleiben, informieren, schützen…, denn hier handelt es sich um wichtige und gefährliche Dinge. Doch wenn es zum Beispiel nur um Kleidung geht, lohnt es sich, tolerant zu sein und Diskussionen zu vermeiden.

Vorsicht bei Alarmzeichen

Mutter und Tochter diskutieren

Wenn man gewisse Dinge sorglos ignoriert, da sie nur als typisch pubertär abgetan werden, kann es natürlich auch vorkommen, dass bestimmte Alarmzeichen übersehen werden.

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Wenn zum Beispiel Essgewohnheiten zum Problem werden, die Art sich zu kleiden plötzlich radikal verändert wird, weil der oder die Jugendliche einen Freund hat, wenn es zu einem depressiven Zustand kommt… dann ist es auch wichtig, diese Situationen zu erkennen und entsprechend zu handeln.

Hier handelt es sich häufig nicht um oberflächliche Veränderungen, es ist möglich, dass sich eine Essstörung, psychologische Misshandlung oder Bullying dahinter vertecken. 

Kontrolle von Kontakten in sozialen Netzen

Internet stellt eine Vielzahl von Information und Inhalten zur Verfügung und gibt die Möglichkeit, sich mit unbekannten Personen zu unterhalten.

Das heißt nicht, dass man Pubertiere ständig kontrollieren muss oder kann, doch du solltest dich auf jeden Fall dafür interessieren, welche Kontakte im Netz geschlossen werden und mit deinem Kind darüber sprechen. 

In der Hausaufgabenzeit ist es keine gute Idee, das Handy in der Hand zu haben und auch die Zeit für´s Surfen im Internet sollte begrenzt werden.

Die Zeit vor dem Bildschirm sinnlos zu verlieren kann großen Schaden anrichten und die Zukunft prägen. Abgesehen davon gibt es insbesondere in sozialen Netzen immer mehr Misshandlungen und Bullying.

Deshalb ist es wichtig, das Selbstwertgefühl zu stärken, das insbesondere im Internet gefährdet werden kann. Sprich mit deinem Pubertier, setze Grenzen und weise es auf mögliche Gefahren und Konsequenzen hin.

besorgte Mutter

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Auch die Pubertät geht vorbei, deshalb sollte man sich von ihr nicht allzu sehr stressen lassen. Jeder muss durch, sowohl die Jugendlichen als auch ihre Eltern.

Deine Kinder brauchen dich, versuche, für sie da zu sein, ihnen deine Liebe zu zeigen und Meinungsverschiedenheiten wenn möglich friedlich abzuhandeln. Vergiss nicht, dass auch eine gute Dosis Humor sehr hilfreich sein kann!

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