Teenager: 3 Hauptregeln für die Erziehung

· 22 Mai, 2015

Teenager müssen verstehen, dass das Leben voller Regeln und Verpflichtungen ist. Es ist wichtig, ein Gleichgewicht zwischen Rechten und Pflichten zu bewahren. Oft ist es nicht einfach, einen Teenager zu erziehen. Dies erfordert viel Geduld und emotionale Intelligenz, um Werte zu vermitteln und Grenzen zu setzen. Gleichzeitig benötigt der Jugendliche Raum, um zu reifen und Verantwortungen zu übernehmen. Hier findest du verschiedene Tipps zu diesem Thema.

Tipps für die Erziehung von Teenagern

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1. Neue Rechte und Pflichten

Meist sind Mädchen früher reif und kommen oft schon mit elf oder zwölf Jahre in die Pubertät. Jungs brauchen gewöhnlich etwas mehr Zeit. Mit dem 13. Lebensjahr kommt es oft zu Veränderungen im Verhalten und es ist mit typischen Teenager-Reaktionen zu rechnen, die nicht immer einfach sind. Teenager nähern sich der Welt der Erwachsenen mit Kinderfüßen, auch für sie selbst ist dies eine schwierige Zeit. Sie befinden sich in einem hormonellen und persönlichen Chaos und versuchen, sich zu definieren.

Teenager benötigen Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten, fordern mehr Rechte und Freiheiten und können die Risiken ihres Handelns objektiv schwer abschätzen. Deshalb sollte ein Gleichgewicht zwischen Rechten und Pflichten angestrebt werden. Solange eine gute Schulleistung erzielt wird, kannst du deinen Sohn oder deine Tochter am Wochenende etwas ausgehen lassen. Dabei muss jedoch immer auf ein pünktliches Nachhausekommen geachtet werden – wer zu spät kommt, verliert seine Rechte.

Teenager müssen lernen, dass das Leben von Pflichten und Regeln bestimmt wird. Nichts kommt von alleine, sobald sie erwachsen sind, müssen auch sie arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Es ist deshalb wichtig, dass Teenager sowohl in der Schule als auch in ihrer Freizeit Verantwortung zeigen. Sie benötigen feste Regeln, an die sie sich halten müssen. Du solltest nicht den Fehler begehen, Dinge an einem Tag zu erlauben und am nächsten Tag zu bestrafen – so verlieren die Jugendlichen den Respekt.

2. Positive Erziehung: Stärkung statt Strafe

Viele bestrafen Kinder im Teenageralter und lassen sich auf Streitgespräche und negative Kommentare ein. Auch hier ist es wichtig, ein Gleichgewicht anzustreben. Ein Beispiel: Der Teenager bringt schlechte Noten nach Hause und die Reaktion der Eltern ist, ihn als faul und nutzlos zu bezeichnen. Das ist ein großer Fehler. Damit werden negative Gefühle wie Nutzlosigkeit und geringes Selbstwertgefühl gefördert. Zuerst solltest du deinem Sohn oder deiner Tochter vertrauen und nachfragen, was passiert ist. Danach muss der Teenager lernen, die Sachen besser zu machen, negative Kritik hilft dabei nicht. Zeige deinen Kindern neue Strategien und vertraue ihnen, statt mit Strafen zu drohen.

3. Gute Kommunikation und Vertrauen

Nutze jeden Tag einen ruhigen Augenblick, um mit dem Teenager über die Schule, Vorfälle, Gefühle usw. zu sprechen. Verurteile das Verhalten oder die Aussagen nicht. Deine Aufgabe ist es, deine Kinder zu BERATEN – dies ist nur durch Dialog und Vertrauen möglich. Kommunikation ist ausschlaggebend für ein angenehmes Zusammenleben und zukünftigen Erfolg im Leben. Du solltest verhindern, dass dein Kind die ganze Freizeit vor dem Computer oder mit den Kopfhörern verbringt und nur kurz zum Essen erscheint, oder um sich mit seinen Freunden zu verabreden. Lass nicht zu, dass sich der Teenager isoliert, fördere gemeinsame Aktivitäten von klein auf.

Beim Essen hat der Fernseher nichts zu suchen, es handelt sich um eine wertvolle Zeit für Gespräche über Interessen, Freunde, Pläne und den Alltag. Nutze diese Zeit, um in Ruhe mit deinem Kind zu sprechen und dein Interesse zu zeigen. Der Teenager muss wissen, dass er immer mit deiner Unterstützung rechnen kann und du ihn nicht im Stich lassen wirst. Beratung und Verständnis sind hilfreicher als Strafen. Zuhören und mit Rat und Tat zur Seite stehen ist in dieser Zeit besonders wichtig. Nicht vergessen, die erforderlichen Grenzen zu setzen und dem Teenager nicht nur Rechte sondern auch Pflichten und Verantwortungen zu übertragen.

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Jeder weiß, dass Teenager oft nicht einfach sind, eine perfekte „Bedienungsanleitung“ gibt es leider nicht. Doch mit etwas Optimismus, Liebe und Willenskraft kann man verantwortungsvolle Menschen erziehen, die sich in der Welt der Erwachsenen bestens bewähren werden. Glückliche Menschen, die wissen dass man nur durch Anstrengung zum Ziel kommt. Verantwortungsbewusste Menschen, die sich von guten Freunden umgeben und zu einer glücklichen Beziehung mit Respekt und Verständnis fähig sind. Emotionale Intelligenz ist eine gute Grundlage dafür.

Nicht vergessen, dass beide Elternteile sich über die Erziehung und Maßnahmen immer einig sein und dieselben Werte und Ziele verfolgen sollten.