Wut und Zorn schaden der Gesundheit

· 23 Februar, 2015
Bei Ärger oder Zorn spannen sich Muskeln und Gelenke, die Durchblutung verlangsamt sich und Gehirnaktivitäten werden beeinflusst. Auch das Nervensystem, der Hormonhaushalt und das Herz-Gefäß-System werden dadurch in Mitleidenschaft gezogen.

Wut und Zorn sind Gefühle, die an den Nerven zehren und verschiedene Gesundheitsprobleme verursachen können, wenn sie zur tiefverwurzelten Gewohnheit werden. Gefühle und Emotionen provozieren körperliche Reaktionen, die unerwünschte Folgen haben können. In diesem Beitrag erfährst du mehr über die negativen Auswirkung häufigen Zorns.

Zorn und Angst sind jene Gefühle, die Körper, Herz und Geist am meisten beeinflussen. Beide werden als Auslöser alles Übels betrachtet und können auch gesundheitliche Beschwerden zur Folge haben. Auch wenn auf diesem Gebiet noch weitere Studien erforderlich sind, konnten verschiedene Auswirkungen auf die Gesundheit bereits bestätigt werden.

Vermeide Zorn für ein besseres Leben

Ein glückliches Leben ist die beste Form, Schmerzen, Beschwerden und Krankheiten zu vermeiden. Gelassenheit und Ruhe statt Zorn und Wut können viel für die Gesundheit tun. Dabei handelt es sich nicht nur um korrektes Verhalten oder gute Erziehung, sonder darum, dass Zorngefühle weitgehend verhindert werden sollten, um gesund zu bleiben. Bei einem Zornanfall spannen sich Muskeln und Gelenke an, das Blut zirkuliert langsamer, das Nervensystem sowie Hormone und der Kreislauf kommen aus dem Gleichgewicht, der Blutdruck, die Herzfrequenz und der Testosteronspiegel steigen, die Gehirntätigkeit wird verändert (insbesondere im Schäfen- und Stirnlappenbereich) und es wird zu viel Galle produziert (diese gelangt deshalb in falsche Körperteile).

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Es wurde in verschiedenen Studien bestätigt, dass Wut und Zorn folgende gesundheitliche Konsequenzen mit sich bringen können:

Arrhythmien

Physischer und mentaler Stress, der durch Zorn ausgelöst wird, kann zu einem Kreislaufzusammenbruch, Arrhythmien oder anderen Herzbeschwerden führen.

Leberschäden

Auch die Gallenblase kann Schaden nehmen, bei Zorngefühlen wird nämlich mehr Galle produziert, was zu einer Überlastung dieses Organs führen kann. Auch die Leber kann an Zornanfällen Schaden leiden.

Muskelschmerzen

Wenn du dich über deinen Chef, deinen Partner oder deine Kinder ärgerst produziert der Organismus Adrenalin. Zu einem Überschuss an Adrnalin kommt es übrigens auch in Angstsituationen. Dadurch können Muskelschmerzen oder -verspannungen sowie Kopfschmerzen ausgelöst werden. Insbesondere sind davon die Schultern, der Nacken und der Rücken betroffen, da diese die ganze Anspannung tragen müssen.

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Durchfall

Zorn und Wut können auch Krankheiten wie Reizdarm, Darmentzündungen, Colitis oder Durchfall bewirken, auch wenn auf eine schonende Ernährung geachtet wird. Stress, Angst, Spannungen und Zorn führen oft zu Magen-Darm-Beschwerden.

Gastritis

Gastritis zählt zu den häufigsten Folgen von Zorn, dabei sind typische Symptome Reflux, Schmerzen, Brennen und das Gefühl von „Feuer“ im Mund und im Magen. Zu viel Magensäure führt zu Entzündungen der Magenschleimhaut, was die Folge von häufigen Wutausbrüchen sein kann. Wenn du dich häufig ärgerst und ständig wütend bist, kann es nicht nur zu Gastritis sondern auch zu Magengeschwüren kommen.

Dermatitis

Juckreiz, Nesselsucht oder Dermatitis können ebenfalls durch Zorn ausgelöst werden. Auch bei Spannung, Stress, Nervosität und Angst ist dies eine mögliche Auswirkung. Wenn Wunden bestehen, können sich diese beispielsweise infizieren und verschlechtern, da wütige Personen daran oft stärker kratzen. 

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Wut, Zorn und die Gesundheit

Manche Personen werden schneller wütend als andere, manche machen gerne aus einer Mücke einen Elefanten und leiden selbst sehr daran, ohne sich darüber bewusst zu sein. Diese Gefühle sind nämlich nicht nur für die anderen, sondern insbesondere für die zornige Person selbst sehr schädlich.

Gründe für Zornanfälle oder Wutgefühle gibt es in Massen, dies hängt von jeder einzelnen Person ab. Wenn sich diese Gefühle häufen und ständig auftreten, verlieren die Betroffenen oft die Selbstkontrolle. Zorn ist eine Grenzreaktion des Geistes, um das eigene ich zu bestätigen und zu zeigen, dass man im Recht liegt – deshalb schreien zornige Personen auch sehr oft. Wut und Zorn können auch aufgrund von Drohungen, Stress oder unbeeinflussbaren Situationen ausgelöst werden. Diese Gefühle zu unterdrücken ist auch nicht gut, da dies ebenfalls die körperliche ung geistige Gesundheit beeinflussen könnte.

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Wie kann man Zorn verhindern?

Psychologen setzen meist auf Selbstkontrolle. Der alltägliche Lebensrhythmus provoziert oft Ärger und Wut über (unwichtige) Dinge, wir haben keine Zeit für eine „Atempause“ oder für eine kurze Auszeit. Es scheint manchmal, als ob sich die ganze Welt nur wünscht, uns zu ärgern und wütend zu machen. Auch wenn es in der Theorie einfacher als in der Praxis ist, können gewisse Gewohnheiten verändert werden, was sehr hilfreich ist. Es ist wichtig, sich täglich 10 Minuten Zeit zu nehmen, um sich selbst „umzuprogrammieren“. Doch wie funktioniert das? Meditation, Yoga und Atemübungen können dabei sehr gut helfen. Auch eine Tasse Tee oder ein gutes Buch, das Hören von Vogelgezwitscher auf dem Rasen oder andere entspannende Gewohnheiten sind sehr empfehlenswert.

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Bereite einen entspannenden Raum vor, der sauber und ordentlich sein sollte: ein beruhigendes Aroma mit Räucherstäbchen oder einem ätherischen Ölduft, entspannende Musik mit Geräuschen der Natur oder klassische Meditationsmusik… Die Augen schließen, tief durch die Nase einatmen und sich beruhigen. Wenn du merkst, dass Zorn in dir aufkommt, erinnere dich an dieses friedliche Gefühl. Eine andere, sehr beliebte Technik besteht darin, langsam zu atmen und auf zehn zu zählen. Reagiere nicht sofort auf das Problem, sondern warte kurz ab, bis sich das Zorngefühl etwas abschächt.