Wie schädlich sind E-Zigaretten?

14 Januar, 2020
Der Konsum von E-Zigaretten ist polemisch: Manche verteidigen diesen Ersatz für Tabak, andere weisen auf die damit einhergehenden Gefahren hin. Wie sicher sind E-Zigaretten? Erfahre mehr in unserem heutigen Beitrag.

E-Zigaretten wurden eigentlich mit der Absicht entwickelt, eine Alternative zu normalen Zigaretten zu finden, um die Gefahren des Tabakkonsums zu reduzieren. Doch je mehr Studien zu diesem Thema durchgeführt werden, desto deutlicher wird, dass damit neue Risiken und Gefahren einhergehen.

Manche sprechen dafür, andere dagegen. Wichtig ist auf jeden Fall, gut über dieses Thema informiert zu sein, um für sich selbst die richtige Entscheidung treffen zu können. Erfahre heute Interessantes über mögliche Gefahren und die Sicherheit von E-Zigaretten.

E-Zigaretten: Gut oder doch nicht?

E-Zigaretten: Gut oder doch nicht?

E-Zigaretten sollten eigentlich einen gesunden Ersatz für traditionelle Zigaretten bieten und bei der Entwöhnung von Tabak helfen. Sie enthalten zwar keinen Tabak, doch die U.S. Food and Drug Administration (FDA) klassifiziert sie trotzdem als „Tabak-Produkte“. Dies gibt uns bereits hinweise auf mögliche Wirkungen und Konsequenzen für die Gesundheit.

Auch wenn viele traditionellen Tabak durch E-Zigaretten ersetzen, gibt es keine wissenschaftliche Evidenz dafür, dass diese unschädlich oder hilfreich sind, um sich Tabak abzugewöhnen.

Aus diesem Grund hat die Argentinische Arzneimittel- und Lebensmittelagentur ANMAT das Verbot des Imports, der Distribution und der Vermarktung von elektronischen Zigaretten ausgesprochen. Auch dies ist ein Hinweis darauf, dass die Sicherheit von E-Zigaretten nicht nachgewiesen werden konnte. 

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Im Handel erhältliche Arten von E-Zigaretten

Elektronische Zigaretten gibt es in vielen Größen und Formen: Es werden zum Beispiel Zigaretten, Zigarren, Pfeifen, Kugelschreiber oder USB-Sticks angeboten. All diese Zigaretten verfügen über eine Batterie (Akkueinheit), mit der sie eingeschaltet werden, um die darin enthaltene Flüssigkeit zu erhitzen und in Dampf umzuwandeln (Verdampfereinheit). Sie benötigen außerdem einen Kopf mit Wendel und Liquidträger, der ausgewechselt werden kann, um Flüssigkeit nachzufüllen. Über einen Schlitz tritt der Dampf aus und kann so inhaliert werden.

Neubildung von Wörtern

Das Wort „vaping“ oder „dampfen“ bezieht sich auf die Inhalation des Dampfes einer elektronischen Zigarette. „Basisliquid“ beschreibt die Flüssigkeit, die als Ausgangsbasis für selbstgemischte Liquids verwendet wird. Dies sind nur wenige Beispiele für neues Vokabular, das mit dieser Technik in unseren Sprachgebrauch eindringt.

 Die Spanische Gesellschaft für Pulmonologie und Thoraxchirurgie (SEPAR) und das Nationale Komitee zur Vorsorge gegen Tabaksucht (CNPT) weisen auf verschiedene Risiken und die mangelnde Sicherheit von elektronischen Zigaretten hin: 

«Es handelt sich nicht um eine Methode, um mit dem rauchen aufzuhören. Die Verwendung ist gesundheitsschädlich und kann die Tür zu einer Tabaksucht öffnen.“

Information über die Auswirkungen von E-Zigaretten ist grundlegend

Information über die Auswirkungen von E-Zigaretten ist grundlegend

Vor man zur E-Zigarette greift, sollte man sich entsprechend informieren und beraten lassen. Denn immer mehr wissenschaftliche Studien weisen auf die Gefahren hin, die damit einhergehen. Aus einem Artikel, der von Francisco Javier Ayesta und den Präsidenten des CNPT und SEDET veröffentlicht wurde, gehen verschiedene Evidenzen über dieses Thema hervor, wobei darin auch Interessantes über die Toxizität, Sucht und Verwendung von E-Zigaretten als Entwöhnungsmittel erwähnt wird.

Die Autoren heben hervor:

«Mit der Einführung der E-Zigaretten wurden die Erwartungen über die mögliche Nützlichkeit als Strategie zur Reduktion von Schäden geweckt, doch auch die Angst, dass sie der Jugend als Einstieg in die Nikotinsucht dienen und die Hoffnung der abschreckenden Wirkung, um mit dem Rauchen aufzuhören.»

Noch ein interessanter Artikel: Mit dem Nikotinkaugummi das Rauchen ablegen

Abschließende Bemerkung

Die Generaldirektion für öffentliche Gesundheit und Drogenabhängigkeit der Region Murcia gibt folgende Empfehlungen:

  • Allen Bevölkerungsgruppen und ganz besonders Minderjährigen und Jugendlichen wird empfohlen, keine E-Zigaretten zu konsumieren.
  • Es empfiehlt sich, keine E-Zigaretten in öffentlichen Bereichen zu konsumieren, unabhängig davon, ob diese Nikotin enthalten oder nicht.
  • Es wird davon abgeraten, elektronische Zigaretten zu verwenden, um mit dem Rauchen aufzuhören.
  • Agencia Nacional de Medicamentos, Alimentos y Tecnología Médica, ANMAT, Argentina.
  • Comité Nacional para la Prevención del Tabaquismo (CNPT).
  • Sociedad Española de Neumología y Cirugía Torácica, SEPAR.