Was bedeuten Schmerzen in den Händen und Handgelenken?

· 3 September, 2014
Tendinitis zählt zu den häufigsten Schmerzen. Es handelt sich um eine sehr unangenehme Entzündung, die meist nach einer falschen Bewegung oder Überlastung auftritt.

Viele Frauen leiden unter Schmerzen in den Händen: Taubheitsgefühl, Schwellungen, Schwäche. Manchmal können sie die Hände nicht einmal mehr benutzen, da die Schmerzen so groß sind. In diesem Artikel erfährst du mehr über Gründe und Behandlungsmöglichkeiten von Schmerzen in den Händen.

Die Hand ist eine der komplexesten Zonen unseres Körpers: Sie besteht aus 19 Knochen, 17 Gelenken und 19 Muskeln. Bei Problemen in diesem Bereich ist es schwierig, alltägliche Bewegungen auszuführen. Zunächst schauen wir uns allerdings erstmal an, was die Gründe für die Schmerzen sein können.

Schmerzen in den Händen und Handgelenken? Warum sind gerade Frauen davon betroffen?

Warum sind besonders Frauen von Schmerzen in den Händen betroffen?

Es handelt sich hierbei um die am häufigsten auftauchenden Beschwerden; Schmerzen in den Händen und Handgelenken, Gelenkschmerzen, unerträgliches Kribbeln in der Nacht… All das zeigt, dass es sich um eine degenerative Krankheit handelt, für die besonders Frauen sehr anfällig sind. 

Unsere Knorpel, Knochen und Gelenke nutzen sich schneller ab als die der Männer, manchmal fehlt auch Kalzium oder es handelt sich um hormonbedingte Beschwerden. Die Schmerzen treten vermehrt mit nahender Menopause auf. 

Schmerzen in den Händen und Gelenken können auch veranlagt sein. Die Hände sind immer in Bewegung und daher die ersten Körperteile, die sich abnutzen. Auch ihr komplexer Aufbau sorgt dafür, dass selbst ein kleines Problem einen großen Einfluss auf den Alltag hat.

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Gründe für Schmerzen in den Händen und Handgelenken

Gründe für Schmerzen in den Händen und Handgelenken

Daumenarthritis   

Diese Krankheit entsteht, wenn durch Arthrose eine Entzündung im Bereich des Handgelenks und des Daumenansatzes aufflammt. Die Daumenarthritis tritt zumeist bei Menschen über 40 Jahren auf, kann jedoch auch durch bestimmte Arbeitsweisen, zuviel Druck auf die Gelenke sowie Stress ausgelöst werden. Sie ist schmerzhaft und hindert uns in unserer Beweglichkeit.

Karpaltunnelsyndrom

Karpaltunnelssyndrom als Ursache für Schmerzen in den Händen

Es fängt mit einem undefinierbarem, störendem Schmerz im Handgelenk an. Stück für Stück zieht der Schmerz weiter in den Arm. Dies verursacht ein nächtliches Kribbeln und ein Taubheitsgefühl in den Fingern. Es fällt uns schwerer Gegenstände aufzunehmen und manchmal verlieren wir sogar die Feinmotorik (das Festhalten und Bearbeiten von kleinen Dingen).

Das  Karpaltunnelsyndrom ist eine Krankheit, die unter Frauen weit verbereitet ist. Manchmal kann es auch durch zuviel Tastaturarbeit ausgelöst werden, oder durch jede Tätigkeit die kontinuierlich Druck auf die Hand ausübt oder das häufige Bewegen der Finger fordert. Normalerweise hängt das Syndrom auch mit Verschleiß zusammen oder ist erblich bedingt.

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Ganglionzyste

Ganglionzyste als Ursache für Schmerzen in den Händen und Gelenken Bei dieser Krankheit entstehen an den Handgelenken oder den Fingern Geschwülste, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Sie befinden sich normalerweise an den Sehnen und sind nicht übermäßig schmerzhaft. Trotzdem sind sie störend und sorgen für ein Schwächegefühl.

Die Behandlung hängt vom Patienten ab, manchmal können entzündungshemmende Medikamente vorteilhaft sein, manchmal verschwindet der Schmerz von selbst. In anderen Fällen reicht ein kleiner Eingriff, auch wenn es keine Garantie gibt, dass die Störung komplett verschwindet.  

Triggerfinger

Auch diese Krankheit kommt häufig vor und ist sehr schmerzhaft. Sie entsteht, wenn wir den Finger nicht mehr ausstrecken können und er in einer gebeugten Position verbleibt.  Dies geschieht aufgrund einer Verdickung der Auskleidung der Sehnenscheide des betroffenen Fingers.

Der Triggerfinger tritt besonders bei Menschen auf, die handwerklich tätig sind, wiederkehrende immer wieder dieselben Bewegungsabläufe verrichten müssen und die Hände dadurch schneller verschleißen. So werden wir anfälliger für Arthrose oder Entzündungen der Muskeln oder Sehnen, was auch die Anfälligkeit für diese Erkrankung erhöht.

Sehnenentzündung im Handgelenk

Sehnenscheidenentzündung als Ursache für Schmerzen in den Händen

Diese Symptome kommen sehr häufig vor. Die meisten von uns haben diese schon einmal gespürt: Eine Schwellung, die ca. einen Zentimeter vom Daumenansatz beginnt, Schmerzen beim Kreuzen der Finger, beim Drücken oder bei einer anderen Bewegung… Die Sehnenscheidenentzündung stammt oft von einer falsch ausgeführten Bewegung oder einer Überbelastung. Sie ist sehr schmerzhaft und kann bis in den Arm ziehen.

Richtlinien und Hausmittel

Der Schmerz in den Händen und Handgelenken, insbesondere wenn dieser durch Arthritis verursacht wird, ist schwer in den Griff zu bekommen. Manchmal kann nicht einmal eine Operation das erwünschte Ergebnis garantieren. Trotzdem können wir die Funktionalität und unsere Lebensqualität verbessern.

Unser Arzt wird die Diagnose stellen und uns sagen, an welche Richtlinien wir uns halten müssen. Wir können Ihnen in diesem Artikel einige Ernährungstipps geben, um den Schmerz und die Entzündung im Zaum zu halten.

Leinsamenöl 

Leinsamenöl ist ein natürliches Hausmittel, das entzündungshemmend wirkt. Experten raten, morgens täglich einen Esslöffel Öl einzunehmen. Dies sorgt für eine spürbare Besserung der Entzündung.

Vitamin B6

Dieses Vitamin ist unentbehrlich für Gelenke, Knochen und Sehnen. Es verhindert Entzündungen und hilft dabei, Schmerzen in Händen und Handgelenken zu lindern. Essen Sie einfach Bananen, grünes Blattgemüse und Hühnerbrust. Außerdem können Sie das Vitamin B6 in Form von Kapseln in der Apotheke oder in Reformhäusern erhalten. Nehmen Sie bis zu 2 mg pro Tag ein.

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren kommen in vielen Fischen vor. Dank ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften sind die Säuren gut dazu geeignet, Arthrose auf natürliche Weise zu lindern. Außerdem wird dadurch auch der Gelenkschmerz reduziert.  

Kirschen

In vielen Studien wurde bewiesen, dass der Konsum von Kirschen Arthritisschmerzen  reduzieren und die Beweglichkeit fördern kann (wenn Sie die Kirschenkur für zwei Monate durchhalten). Es wird empfohlen, täglich zehn Kirschen zu essen. Falls sie saisonbedingt nicht erhältlich oder zu teuer sind, kannst du die Kirschen auch in Kapselform zu dir nehmen.