Rheumatoide Arthritis – Wie man die Symptome in den Griff bekommt

· 30 Mai, 2014

Rheumatoide Arthritis ist eine chronische, entzündliche und autoimmune Krankheit. Sie tritt hauptsächlich in den Gelenken auf und verursacht Schmerzen, Schwellungen und Versteifungen.

Die Ursachen für Arthritis sind, wie bei allen autoimmunen Krankheiten, bis heute unbekannt, auch wenn vermutet wird, dass mehrere Faktoren zusammentreffen, u.a. genetische Veranlagung (man glaubt, dass es sich um eine poligenetische Krankheit handelt, was bedeutet, dass mehrere Gene involviert sind), Infektionen und äußere Faktoren wie Tabakkonsum, Stress, usw.

Die Krankheit tritt bei Frauen drei mal öfter als bei Männern auf, was möglicherweise an dem Hormon Östrogen liegt, und manifestiert sich normalerweise im Alter von 35 bis 55 Jahren. Sie kann aber auch schon früher auftreten.

Symptome der Rheumatoiden Arthritis

Es bilden sich Entzündungen in den Gelenken, konkret an der Synovialschicht und den anliegenden Bereichen. Hauptsächlich sind die kleinsten Gelenke der Extremitäten betroffen, also die Finger, Handgelenke, usw. In Folge dessen entsteht eine Schwellung im Gelenk, sowie Schmerzen, Versteifung und ein Hitzegefühl. Morgensteifheit, die die Bewegungsfreiheit einschränkt und die den Tag über wieder verschwindet, ist sehr charakteristisch.

Die Symptomatologie und der Verlauf sind variabel und begrenzen sich in vielen Fällen auf die Symptome der Gelenke, aber manchmal kann die Krankheit auch fortschreiten und anliegende Bänder und Sehnen angreifen, was Missbildungen erzeugt und einige tägliche Aktivitäten einschränken kann.

Zudem können auch einige Symptome auftauchen, die nichts mit den Gelenken zu tun haben, wie z.B. Kraftlosigkeit, allgemeines Unwohlsein, Fieber, Erschöpfung und rheumatoide Knoten, nicht schmerzende Knubbel, die sehr charakteristisch sind und sich in Druckbereichen und über den Sehnen bilden.

Behandlung der rheumatoiden Arthritis

Eine frühe Diagnose und eine Behandlung, die dabei hilft, die Krankheit in den Griff zu bekommen, die Symptome zu minimieren und vor allem das Fortschreiten zu verhindern, sind essenziell wichtig.

Es gibt viele pharmakologische Behandlungen mit unterschiedlichen pharmakologischen Mitteln. Man nutzt Entzündungshemmer, die Krankheit modifizierende Medikamente sowie monoklonale Antikörper, um nur einige zu nennen. Der Arzt oder Rheumatologe entscheidet, welches Medikament dem Patienten am besten hilft.

Nichtsdestotrotz muss man sich dessen bewusst sein, dass kein Medikament die Krankheit heilen kann. Möglich ist nur, die Symptome zu behandeln und das Fortschreiten der Krankheit zu verhindern. Deshalb wird weiterhin unentwegt an der Krankheitsursache und an möglichen Behandlungen geforscht.

Neben der medikamentösen Behandlung kann man sich mit diesen allgemeinen Ratschlägen behelfen:

  • Man sollte darauf achten, zwischen 8 und 10 Stunden täglich zu schlafen und am besten in einer Position, die die Gelenke nicht anstrengt.
  • Gesunde Ernährung und ein gesunder Lebensstil sind essenziell wichtig.
  • Wenn man große Schmerzen hat, sollte man große Anstrengungen vermeiden, vor allem mit den Händen, nicht lange stehen und keine für die Gelenke repetitiven Bewegungen ausführen.
  • Wenn die Krankheit ein wenig nach lässt, sollte man regelmäßig Übungen machen und die Muskeln stärken, welche die betroffenen Gelenke umgeben.
  • Ein Physiotherapeut hilft dabei, angemessene Übungen zu finden.

Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass ein Patient mit rheumatoider Arthritis, der die richtige Behandlung erhält, von einem guten Arzt betreut wird und diese grundlegenden Ratschläge befolgt, praktisch ein normales Leben führen kann.