Warum ist Handarbeiten gut für´s Gehirn?

· 25 Oktober, 2016
Handarbeiten aktiviert dein Gehirn, sodass du damit einerseits einer leichten kognitiven Beeinträchtigung (LKB) vorbeugen kannst und andererseits die Entspannung und Psychomotorik förderst.

Handarbeiten ist ein sehr interessantes Hobby, mit dem du dein Gehirn aktivierst und bestimmte Geschicklichkeiten übst, die für alltägliche Tätigkeiten nützlich sein können.

Es hat sich erwiesen, dass diese gegen Stress oder Depression therapeutisch wirken, da dabei Glückshormone ausgeschüttet werden und wir uns entspannen.

Die regelmäßige Ausübung stärkt die Feinmotorik, fördert die Kreativität und verbessert Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen.

Handarbeiten hilft uns, der täglichen Routine zu entkommen und von Sorgen Abstand zu nehmen. So kann man sich von negativen Emotionen lösen.

Ob Stricken, Malen, Zeichnen oder andere kreative Beschäftigungen, alle sind ein ausgezeichnetes Training für dein Gehirn.

Heute möchten wir näher auf dieses Thema eingehen, damit auch du dich davon überzeugen kannst, wie wichtig handwerkliche Hobbys sind. 

Welche Vorzüge haben Handarbeiten für unser Gehirn?

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Handarbeiten ist eine entspannende Therapie, die die Hirngesundheit, unser Wohlergehen und unsere Hirnaktivität fördert.

Wer regelmäßig handarbeitet, kann ruhiger nachdenken und fördert damit gleichzeitig Kreativität und Vorstellungsvermögen.

In einer wissenschaftlichen Studie wurde festgestellt, dass Handarbeit und Mind Games für die Entwicklung des Gehirns und die emotionale Gesundheit von großem Vorteil sind.

Manuelle Tätigkeiten verbessern den Gemütszustand, die soziale Kommunikation und auch das Selbstvertrauen. Sie wirken entspannend und fordern das Gehirn gleichzeitig heraus. 

Außerdem werden Sinnesorgane und Motorik gefördert insbesondere die der Hände.

Aus der Studie ging hervor, dass sich bei 50% der Befragten das Glücksgefühl und die Entspannung durch Stricken verbesserte.

Die Mehrheit der Befragten erklärte auch, dass ihnen die Ausübung von Handarbeiten hilft, Stress zu reduzieren und ihre Kreativität zu verbessern.

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Es konnte also nachgewiesen werden, dass ein enger Zusammenhang zwischen Handarbeiten und dem Gemütszustand besteht. Wer gerne strickt und dies öfters als dreimal in der Woche tut, fühlt sich ruhiger und glücklicher und leidet seltener an Angstzuständen als Menschen, die weniger oder gar nicht handarbeiten.

Manuelle Tätigkeiten erfordern Konzentration und helfen deshalb auch, von Sorgen oder Beschwerden abzulenken. Auch die Geduld kann damit trainiert werden, denn ein Projekt benötigt eine gewisse Zeit, bis es fertiggestellt werden kann.

Man gewinnt damit an Entschlossenheit und Sicherheit und kann Hürden einfacher überwinden.

Handarbeiten als Gehirntraining

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In einer weiteren Studie, die in der Zeitschrift Neurology veröffentlicht wurde, erwies sich, dass eine kreative Aktivität das Risiko des kognitiven Verfalls verringert.

In dieser Studie wurde untersucht, ob altersbedingtem kognitivem Verfall vorgebeugt werden kann. Das Resultat war unglaublich.

Bei Probanden im mittleren bis fortgeschrittenen Alter, die als Hobby Künste, wie Malen, Blidhauerei, Photographie oder Zeichnen hatten, war die Wahrscheinlichkeit an kognitiven Verfall zu leiden um 73% geringer als bei den Vergleichspersonen, die keine dieser Tätigkeiten ausübten.

Bei Handarbeiten reduziert sich das Risiko für Demenz um bis zu 45%.

Zusammenfassend: Handarbeiten hat viele Vorteile für´s Gehirn

  • Es handelt sich um eine mentale Herausforderung, die hilft Lösungen für Probleme zu finden. 
  • Soziale Bindungen werden verbessert.
  • Das Gefühl der Vollkommenheit wird damit gefördert.
  • Auch die Auge-Hand-Koordination, das Raumverständnis und die Feinmotorik werden damit gefördert.
  • Manuelle Tätigkeiten helfen beim Lernen und beim Lehren.
  • Aufmerksamkeit und Gedanken konzentrieren sich nur auf eine Tätigkeit.
  • Vorstellungskraft und Kreativität werden gefördert.
  • Das Gedächtnis wird geschützt. Das Risiko eines mentalen Verfalls wird reduziert.
  • Handarbeiten erleichtert das Erlernen von Entspannungs-, Meditations- und Rhythmustechniken.
  • Es handelt sich um eine gute Therapie gegen Depression und Stress.

Abschließend können wir sagen, dass einfache Tätigkeiten, wie Handarbeiten, unser Gehirn aktivieren und schützen.

Natürlich hängt die Hirngesundheit von verschiedenen Faktoren ab, doch auch Handarbeiten kann langfristig viele Vorteile bringen. 

Es gibt sehr viele Möglichkeiten und preiswerte Materialien, die dafür verwendet werden können. Worauf wartest du also?