Warum Laufen uns kreativer und glücklicher macht

28 Juni, 2015

Treffen wir Spaziergänger oder Läufer im Park, dann lächeln sie uns beim Gruß meist fröhlich an – ganz im Gegensatz zu Menschen, die mit dem Bus fahren. Laufen und Bewegung wirkt sich unmittelbar auf unseren Gemütszustand aus. Aber kann Bewegung auch kreativer machen?

Es gibt viele wissenschaftliche Studien zu diesem Thema, die immer wieder immer nur das gleiche Ergebnis liefern: Bewegung hält das Gehirn fit. Und das völlig unabhängig vom Alter! Besonders für Kinder und Heranwachsende, deren Gehirnstrukturen sich noch bilden ist Bewegung doppelt wichtig. Aber auch alte Menschen können mit regelmäßiger Bewegung effektiv etwas tun, um auch im Alter geistig fit zu bleiben und beispielsweis Alzheimer vorzubeugen.

Wenn wir uns bewegen, wird das Gehirn besser durchblutet und dazu angeregt, neue Hirnzellen zu bilden. Dadurch können wir uns während der Bewegung besser konzentrieren, sind kreativer und lösen auch Denkaufgaben leichter. Der Effekt hält auch noch nach der Bewegung an.

Laufen2Bewegung steigert die Konzentration

Durch besser durchblutete Gehirnzellen können wir uns im Anschluss an einen Spaziergang oder einen leichten Lauf besser konzentrieren. Wer also vor einer Prüfung steht oder sich im Job auf eine bestimmte Aufgabe besonders gut konzentrieren möchte, der sollte vorher einen ausgedehnten Spaziergang an der frischen Luft gemacht haben. Ist dies nicht möglich, kann auch schon Treppensteigen helfen. Bewegung in der Natur ist aber grundsätzlich die beste Variante, da durch zusätzliche äußere Reize der Natur (Geräusche, Lichtveränderungen, Farben, Bewegungen anderer,…) zusätzliche Reize für das Hirn entstehen. Solche Reize können dazu führen, dass sich Hirnareale neu vernetzen und neue Gehirnzellen gebildet werden. Sich also nach dem Mittagsspaziergang mit den Kollegen zu einem wichtigen Meeting zu verabreden ist eine kluge Entscheidung. Allerdings sollte man es mit der Bewegung nicht übertreiben, denn zu viel Bewegung führt zu einer Überlastung und somit zum Rückbau von Zellen – und gerade das möchte man ja nicht erreichen.

Spaziergang 2Bewegung macht kreativer

In Studien wurde belegt, dass Menschen kreative Aufgaben besser lösen könnten, wenn sie sich in Bewegung fanden. Dazu testete man auf einem Laufband und beim Spaziergang in der freien Natur. Warum Bewegung das Gehirn zu kreativen Leistungen treibt, ist noch nicht vollständig erforscht. Man vermutet, dass auch die durch leichte Bewegung entstehende Entspannung und Ablenkung dabei hilft, kreativen Gedanken freien Lauf zu lassen. Der Effekt der Kreativitätssteigerung hielt noch eine gewisse Zeit nach der Bewegung an. Wer also die zündende Idee sucht oder sich mit Kollegen zum Brainstorming treffen möchte, sollte unbedingt einen Spaziergang einlegen!

Spaziergang (Kopie)Bewegung macht glücklich

Bei Bewegung werden Glückshormone ausgeschüttet. Läufer kennen das Extrembeispiel als „runners high“, ein tranceähnlicher Zustand der meist bei langen Trainingsläufen entsteht. Aber wir müssen keine Höchstleistungen bringen, um die positiven Auswirkungen von Bewegung auf unseren Gemütszustand zu spüren! Studien beweisen, dass bereits moderate Bewegung (Fahrrad fahren, spazieren gehen, wandern,…) ähnliche Effekte hat. Hast du also einen „schlechten Tag“ und ärgerst dich und andere mit deiner schlechten Laune, verbringe die Mittagspause mit einem flotten Spaziergang an der frischen Luft. Vorbeugend hilft natürlich generell, mehr Bewegung in deinen Alltag einzubauen.

Spaziergang4Bewegung verbessert die Merkfähigkeit

Bei Bewegung werden verschiedene Botenstoffe ausgeschüttet, die wiederum zu weiteren Reaktionen im Körper führen. Nach etwa 20 Minuten Bewegung lässt sich im Blut die höchste Konzentration dieser Botenstoffe nachweisen. Also sollte deine Bewegungseinheit mindestens 20 Minuten am Stück betragen. In Studien wurde belegt, dass die Reaktionen des Gehirns auf diese Botenstoffe für eine erhöhte Merkfähigkeit sorgten und auch nach der Bewegungseinheit noch anhielten. Studenten, die sich während des Studiums regelmäßig körperlich betätigten schnitten in Prüfungen besser ab als ihre Kommilitonen, die ihre Zeit nur im Sitzen verbrachten. Musst du also lernen, gönne dir regelmäßig Pausen von mindestens 20 Minuten Länge!

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