Septumplastik: Definition, Ablauf und Genesung

24 Oktober, 2020
Die Septumplastik ist ein chirurgischer Eingriff, der durchgeführt wird, um die Position der Nasenscheidewand zu korrigieren. Es handelt sich dabei um eine notwendige Operation, da diese Anomalie verschiedene Gesundheitsprobleme verursachen kann.

Septumplastik ist ein chirurgischer Eingriff zur Begradigung der Nasenscheidewand und zur Erleichterung der Atmung. Es handelt sich um eine Operation, die normalerweise bei Patienten mit einer Nasenscheidewandverkrümmung, wiederkehrender Rhinitis oder Nasennebenhöhlenproblemen durchgeführt wird.

Die Septumplastik wird oftmals auch als Septumrekonstruktion bezeichnet. Wir möchten darauf hinweisen, dass es sich hierbei nicht um einen ästhetischen Eingriff handelt. Obwohl der Eingriff zu einer Veränderung der Nasenform führt, besteht das Ziel des Eingriffst nicht darin, das Aussehen zu verbessern, sondern gesundheitliche Probleme zu vermeiden.

Septumplastik: Was ist das?

Die Septumplastik ist ein korrigierender chirurgischer Eingriff, um eine verkrümmte Nasenscheidewand zu korrigieren. Die Nasenscheidewand muss sich in der Mitte der Nase befinden. Wenn sie nicht richtig ausgerichtet ist, besteht die Gefahr, dass sich eines der Nasenlöcher verengt. Dies wiederum verhindert einen normalen Luftstrom und verursacht Atembeschwerden.

Eine Nasenscheidewandverkrümmung wird fachsprachlich als Septumdeviation bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Veränderung, deren Ursprung angeboren oder erworben sein kann. Im ersten Fall ist sie die Folge intrauteriner Kompressionen, eines Geburtstraumas oder von Veränderungen der kraniofazialen Entwicklung. Im zweiten Fall ist sie auf ein Trauma oder eine Veränderung des normalen Wachstums zurückzuführen.

Eine Abweichung der Nasenscheidewand kann eine nasale Obstruktion, die vorwiegende Mundatmung, eine Veranlagung zu Schlafapnoe und einen trockenen Mund zur Folge haben.

Die Septumplastik wird durchgeführt, um eine verkrümmte Nasenscheidewand zu begradigen
Eine Nasenscheidewandverkrümmung stört die normale Atmung des Patienten und erschwert den Luftstrom.

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Was beinhaltet dieser Eingriff?

In den meisten Fällen wird die Septumplastik unter Vollnarkose durchgeführt. Es handelt sich um eine ambulante Operation, das heißt, dass kein längerer Krankenhausaufenthalt erforderlich ist.

Ein Patient, der sich diesem Eingriff unterzieht, liegt mit dem Rücken auf einer Trage. Dabei muss der Kopf in einem Winkel von etwa 30 Grad über den Oberkörper angehoben werden.

Der Eingriff beginnt mit gefässverengenden und betäubenden Infiltrationen in die Septumschleimhaut. Dies ermöglicht die korrekte Sezierung zwischen Knorpel und Knochen. Dann heben die Chirurgen die Schleimhaut an, die die innere Auskleidung der Nase bildet. Auf diese Weise legen sie das Gewebe frei, das neu modelliert werden muss.

Manchmal ist es notwendig, kleine Knochen- und Knorpelstücke zu entfernen. Der nächste Schritt besteht wiederum darin, die Schleimhaut wieder in Position zu bringen und mit Nähten zu verschließen. Anschließend setzt der Chirurg einen Nasenpfropfen ein, der normalerweise 48 Stunden lang an Ort und Stelle verbleibt, um zu vermeiden, dass es zu Blutergüssen oder Blutungen kommt.

Unterschiede zwischen der Septumplastik und der Nasenkorrektur

Generell bezieht sich die Nasenkorrektur auf jede Nasenoperation. Die Septumplastik und eine Nasenkorrektur sind jedoch nicht dasselbe. Einerseits zielt die Septumplastik darauf ab, eine dysmorphologische Scheidewand und Nasenwand zu korrigieren. Andererseits ist es das Ziel der Nasenkorrektur, die Form der Nase zu verändern.

Eine Nasenkorrektur ist eine Operation, bei der die äußere Nasenstruktur verändert und das ästhetische Erscheinungsbild der Nase verbessert wird. Obwohl sie in einigen Fällen zur korrekten Funktion der Nase beitragen kann, ist dies nicht der spezifische Zweck der Operation. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Hauptunterschied darin besteht, dass die Septumplastik medizinischen Ursprungs und die Nasenkorrektur ästhetischen Ursprungs ist.

Vor und nach der Operation: Was ist zu beachten?

In einem Gespräch klärt dich dein Arzt darüber auf, wie du dich auf den Eingriff vorbereiten kannst und welche Risiken damit verbunden sind. Du solltest dafür deine Krankengeschichte zur Hand haben, um die Fragen deines Arztes zu deiner Krankengeschichte beantworten zu können.

Dein Arzt wird eine körperliche Untersuchung durchführen, bei der er die Haut innerhalb und außerhalb deiner Nase scannt. Er kann dabei auch Fotos machen, die ihm bei der anstehenden Operation als Referenz dienen.

Vor dieser Operation solltest du idealerweise keine Medikamente, wie Ibuprofen oder Aspirin, einnehmen. Dies könnte die Blutung verstärken. Wenn du Raucher bist, wird dich dein Arzt einige Tage vor der Operation bitten, mit dem Rauchen aufzuhören. Darüber hinaus darfst du am Tag vor der Operation nicht zu viel essen und musst auf alkoholische Getränke verzichten.

Nach der Operation solltest du Folgendes beachten:

  • Ruhe dich mit leicht erhöhtem Kopf aus.
  • Vermeide es über einige Wochen, deine Nase durch Schnäuzen zu putzen.
  • Trage Kleidung, die sich vorne oder hinten öffnen und schließen lässt, um zu vermeiden, dass du sie dir über den Kopf ziehen musst.
  • Führe keine anstrengenden Aktivitäten wie Aerobic aus.
  • Vermeide Lebensmittel, die sehr heiß sind sowie Alkohol.
  • Unterlasse das Rauchen in den ersten Monaten nach der Operation.
Nach dem Eingriff solltest du dich mit mit leicht erhöhtem Kopf ausruhen
Die Genesungszeit nach einer Septumplastik variiert von Fall zu Fall, es ist jedoch wichtig, den Anweisungen deines Arztes zu folgen, um das Risiko möglicher Komplikationen zu reduzieren.

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Der Genesungsprozess

Es ist normal, am ersten Tag nach der Septumplastik eine leichte Schwellung im Gesicht, Kopfschmerzen und eine nasale Obstruktion zu spüren. Die Beschwerden während der Genesung sind in der Regel mild und lassen sich leicht mit oralen Analgetika kontrollieren. Die nasale Obstruktion verschwindet in der Regel ebenfalls nach einer Woche.

Dein Arzt wird dir raten, dich den ganzen Tag nach der Operation auszuruhen. Um die Schwellung zu lindern, kannst du kalte Kompressen auf dein Gesicht legen, ohne dabei deine Nase zu befeuchten. Während der ersten 24 Stunden solltest du nicht baden oder duschen. Darüber hinaus solltest du auch den Anweisungen deines Arztes bei der Entlassung folgen, wenn es um die Reinigung des betroffenen Bereichs geht.

Wenn du Atembeschwerden oder starkes Nasenbluten hast, das nicht aufhört, solltest du deinen Arzt anrufen oder ins Krankenhaus gehen. Dasselbe gilt, wenn du Schmerzen hast, die du nicht mit Schmerzmitteln reduzieren kannst, und auch bei hohem Fieber und Schüttelfrost, Orientierungslosigkeit oder einem steifen Nacken.

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