Schlafapnoe-Syndrom: Symptome und Behandlung

3 Juli, 2019
Das Schlafapnoe-Syndrom ist viel häufiger, als man vielleicht denken würde. Hier erfährst du mehr über die Symptome und die Behandlung.

Kennst du jemanden, der das Schlafapnoe-Syndrom hat? Es sind tatsächlich gar nicht so wenige Menschen, die an dieser schlafbezogenen Atemstörung leiden. Die Betroffenen kommen nicht in den Genuss eines erholsamen Schlafes.

Deshalb zeigen sie tagsüber oft eine sehr große Müdigkeit. Denn es fehlt ihnen einfach der gesunde Nachtschlaf. In diesem Artikel erfährst du mehr über die Symptome und die Behandlung dieser Erkrankung.

Das Schlafapnoe-Syndrom

Beim Schlafapnoe-Syndrom kommt es bei den betroffenen Personen zu kurzen Atemstillständen während des Schlafes.

Häufig fällt dies besonders dadurch auf, dass der an der Krankheit Leidende sehr laut schnarcht und dann ganz plötzlich damit aufhört. Diese Pause bedeutet, dass die Person vorübergehend mit dem Atmen ausgesetzt hat.

Das Schlafapnoe-Syndrom ereignet sich in der Regel in der REM-Phase. Aus bisher noch nicht genau bekannten Gründen kommt es zu einem Verschluss im Rachenbereich. Dadurch kann keine Luft mehr passieren. Das kann sich mehrmals pro Nacht wiederholen. In den schwersten Fällen können die Betroffenen bis zu zwei Apnoen pro Stunde erleiden.

Das Schlafapnoe-Syndrom und seine Symptome

Frau liegt mit schnarchendem Mann im Bett
Das Schlafapnoe-Syndrom erschwert den Eintritt in die REM-Phase. Dadurch kommt es – zusätzlich zum häufigen Schnarchen – zu keiner ausreichenden Erholung im Schlaf.

Wie bereits schon gesehen: Schnarchen ist eines der Symptome vom Schlafapnoe-Syndrom. Es ist zu bemerken, dass die Betroffenen sehr laut zu schnarchen beginnen, sobald sie eingeschlafen sind.

Wenn die Person dann eine Apnoe erleidet, herrscht plötzlich Stille. Auf diese folgt eine Art Keuchen. Dies ist nichts anderes als ein Versuch, wieder zu atmen. In dem Moment, in dem dies geschieht, wacht die Person normalerweise auf.

Weitere Symptome findest du im Folgenden:

  • Trockener Mund: Dies wird in der Regel durch das Schnarchen verursacht.
  • Kopfschmerzen: Apnoen haben oft diese Nebenwirkung. Denn durch die Atemaussetzer wird das Gehirn nicht gut mit Sauerstoff versorgt.
  • Müdigkeit: Die Personen, die an dieser Krankheit leiden, haben keine gute Schlafqualität. Infolgedessen sind sie tagsüber sehr müde.

Außerdem haben Menschen mit dem Schlafapnoe-Syndrom oft Probleme mit ihrer Leistung am Arbeitsplatz. Es kann vorkommen, dass sie urplötzlich an irgendwelchen unerwarteten Orten einschlafen. Zum Beispiel während einer Arbeitsbesprechung oder beim Autofahren.

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Behandlung vom Schlafapnoe-Syndrom

Wenn eine Person alle oben genannten Symptome zeigt, sollte sie unbedingt einen Arzt aufzusuchen. Dieser wird dann eine Reihe von spezifischen Tests durchführen, um festzustellen, ob es sich tatsächlich um ein Schlafapnoe-Syndrom handelt oder nicht.

Sobald die Diagnose bestätigt ist, wird der Arzt die beste Behandlung für den vorliegenden Fall festlegen.

1. Ablegen schlechter Angewohnheiten

Das ist der erste Schritt bei der Behandlung der Schlafapnoe. Dabei geht es darum, schlechte Angewohnheiten abzulegen und sich dafür andere Verhaltensweisen anzueignen, die der Gesundheit zuträglich sind. Dafür braucht es keine Medikamente oder aggressive Methoden.

Dieser Schritt ist vor allem für Menschen mit leichter Schlafapnoe geeignet. Zu den Angewohnheiten, die man ändern sollte, gehören zum Beispiel: das Aufgeben vom Rauchen und die Ausübung körperlicher Bewegung. Oder auch eine Umstellung der Ernährung, um Gewicht zu verlieren. In vielen Fällen verbessert sich schon mit dieser Behandlung das Schlafapnoe-Snydrom.

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2. Benutzen einer Atemmaske

Schlafapnoe-Syndrom: Mann mit Atemmaske
Eine spezielle Atemmaske verhindert den Verschluss der Atemwege in der Nacht.

Diese zweite Behandlung ist sehr üblich für Patienten mit Schlafapnoe-Syndrom. Dabei erhalten die Betroffenen zum Schlafen eine Art Maske.

Diese ist ein Atemgerät, das unter dem Namen CPAP bekannt ist (aus dem Englischen „Continuous Positive Airway Pressure“). Diese Maske übt kontinuierlich einen leichten Überdruck auf die Atemwege aus.

Dadurch wird ein Verschluss derselben verhindert. Darüber hinaus kommt es so auch nicht zum Schnarchen. Diese Behandlung hat in der Regel keine Nebenwirkungen.

3. Operativer Eingriff

Diese Behandlungsform setzt man nur in sehr spezifischen Fällen beim Schlafapnoe-Syndrom ein. So zum Beispiel, wenn die betroffene Person an Polypen leidet. Denn dann kann die Verwendung der Atemmaske das Problem möglicherweise nicht lösen.

Auch kann ein operativer Eingriff notwendig sein, wenn eine Verletzung der oberen Atemwege besteht. Dennoch ist die häufigste Behandlungsform die Verwendung der oben genannten Atemmaske.

Es gibt keine Heilung für diese Krankheit

Eine vollständige Heilungsmethode dieser Krankheit ist derzeit noch nicht gefunden. Tatsächlich sind die hier vorgestellten Behandlungen dazu bestimmt, Symptome zu bekämpfen oder zu reduzieren.

Doch sobald man die Behandlung einstellt, kehrt das Schlafapnoe-Syndrom zurück. Diese Behandlungsformen tragen aber sehr viel dazu bei, die Lebensqualität der betroffenen Menschen zu verbessern. Denn diese finden endlich wieder Erholung im Schlaf. Und so haben sie tagsüber wieder mehr Energie.

Ebenso stellen sie eine Erleichterung für die Menschen dar, die mit den betroffenen Patienten zusammenleben. Denn diese sind nicht nur dankbar, dass das störende Schnarchen aufhört, sondern natürlich vor allem auch für eins: Sie müssen nicht mehr mit der beständigen Angst leben, die die Atemstillstände der anderen Person in ihnen auslöst.

Hat schon mal jemand in deinem Umfeld am Schlafapnoe-Syndrom gelitten? Oder bist du selber davon betroffen? Wie sind deine Erfahrungen damit?

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