Wissenswertes über Schnarchen

· 13 Mai, 2015
Wusstest du, dass Schnarchen auch vererbt werden kann? 70% der Betroffenen sind familiär vorbelastet, viele davon schnarchen nicht jeden Tag.

„Ich schnarche nicht“, „Mein Mann lässt mich mit seiner Schnarcherei nicht schlafen“, „Ich muss meinen Partner wecken, damit er mit dem Schnarchen aufhört“…. Du kennst diese Aussagen sicher und hast sie vielleicht auch schon selbst verwendet. In diesem Beitrag erfährst du mehr interessante und kuriose Fakten über diese unangenehmen nächtlichen Geräusche.

Überraschende Fakten über Schnarchen

Wer auf dem Rücken schläft, schnarcht besonders gerne. In Seiten- oder Bauchlage kommt es hingegen weniger häufig zu diesen störenden nächtlichen Geräuschen. Doch auch andere interessante Faktoren über Schnarchen sind zu beachten. 

Wissenschaftler weisen darauf hin, dass es drei Hauptursachen gibt, die zu Schnarchgeräuschen führen, wobei diese einzeln oder auch in Kombination auftreten können. Die häufigsten Gründe für Schnarchen sind:

  • Übergewicht
  • Tabakkonsum
  • Alkoholkonsum

Wenn du also in der Nacht keine Bäume fällen möchtest, solltest du auf deine Figur achten, gegebenenfalls abnehmen und Sport treiben, mit dem Rauchen aufhören und weniger Wein zum Abendessen trinken. Diese Veränderungen werden auch andere Aspekte deines Lebens verbessern, nicht nur das Schnarchen!

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Eine weitere Ursache für nächtliches Schnarchen sind Allergien und Atemwegsbeschwerden. Deshalb wird im Winter und Frühling häufiger geschnarcht als im Sommer. Im Winter kommt es vermehrt zu Erkältungskrankheiten, im Frühling beim Erblühen der Pflanzen zu Pollenflug und folglich vermehrt zu Allergien. Wenn dazu noch ein oder mehrere Hauptgründe dazukommen, dann ist das Schnarchquartett perfekt.

Die Lautstärke des Schnarchens beträgt meist zwischen 50 und 100 Dezibel. Das ist wie ein Pressluftbohrer! Also nicht verwunderlich, dass der geplagte Partner in ein anderes Zimmer flüchtet. Denn es ist, als ob du direkt neben einer Baustelle schlafen würdest!

Wusstest du, dass es einen Schnarchverein gibt? Dieser befindet sich in England (wo anscheinend viel geschnarcht wird). Dieser Schnarchverein hält fest, dass neben einem Schnarcher zu schlafen, insgesamt zwei Lebensjahre ohne Schlaf bedeuten kann. Auch Schlafapnoe, schlechte Laune, Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Albträume können die Folgen sein. Diese können auf die Liste mit Scheidungsgründen gesetzt werden. Es wurde nämlich bestätigt, dass wenn einer der Partner schnarcht, die Wahrscheinlichkeit einer Trennung höher liegt – am besten also gleich in getrennten Betten und Zimmern schlafen, das zumindest ist die Meinung derjenigen, die Schnarchgeräusche als Trennungsgrund befürworten.

Wenn du das nächste Mal am Sonntag bei deinen Eltern zu Mittag isst, frage doch einmal nach, ob sie schnarchen. Die unangenehmen nächtlichen Geräusche sind nämlich vererbbar. 70% der Schnarcher haben schnarchende Eltern sowie andere nahe Familienmitglieder (Onkel, Tante, Großeltern…), die schnarchen.

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Männer schnarchen häufiger als Frauen – das ist wirklich so! Doch der Unterschied ist nicht so groß, wie die meisten denken. 40% der Männer und auch 30% der Frauen schnarchen. Es ist also nicht unbedingt angebracht, dem Ehepartner am sonntäglichen Mittagstisch vor allen vorzuwerfen, dass er schnarcht – die Antwort könnte nämlich ein Eigentor sein!

45% der Erwachsenen schnarchen übrigens mindestens einmal in der Woche, 25% sogar zwei bis drei Mal wöchentlich. Interessant ist auch, dass viele Personen nicht akzeptieren, dass sie schnarchen und dies auch nicht zugeben. Sie sind sich darüber im Schlaf ja auch nicht bewusst, außer wenn das Schnarchen so laut ist, dass sie selbst davon aufwachen!

Wenn du kleine Kinder hast und du merkst, dass diese in der Nacht schnarchen, solltest du sie zum Arzt bringen. Es könnte ein Hinweis auf Hyperaktivität oder Aufmerksamkeitsedefizit sein. Wenn es nur vereinzelt vorkommt, kann auch nur Schnupfen oder Müdigkeit dahinter stecken. Manche Personen schnarchen schon als Babies, doch das Geräusch ist in den ersten Lebensmonaten fast unhörbar. Mit der Zeit wird es dann immer stärker.

Es gibt zwar keinen Zusammenhang zwischen Schnarchen und Herkunftsland oder Wohnsitz, trotzdem konnte festgestellt werden, dass die Italiener die meistschnarchenden Europäer sind. Wenn du planst, in dieses wunderschöne Land zu reisen, packst du am besten ein paar Ohrstöpsel in den Koffer mit ein. Oder suche dir ein Zimmer mit dicken Wänden!

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Ein zufälliges Ereignis hat erwiesen, dass Singen die nächtliche Schnarcherei reduzieren kann. Eine britische Chorleiterin, die lange Jahre an den unerträglichen Schnarchgeräuschen ihres Ehepartners gelitten hatte, hat dies entdeckt. Sie brachte ihren Mann dazu, täglich 20 Minuten lang zu vokalisieren und zog einen Fachmann zu Hilfe. 20 Freiwillige führten drei Monate lang jeden Tag verschiedene Übungen durch – die Resultate waren äußerst positiv: Durch Gesangsübungen werden Gaumensegel, Stimmbänder, Hals und Zunge trainiert, dadurch konnte die Schlafqualität verbessert und das Schnarchen reduziert werden.