Schambeinentzündung: Ursachen und Symptome

· 27 Mai, 2019
Bei der sogenannten Schambeinentzündung handelt es sich um Schmerzen im Leistenbereich, die oftmals bei Sportlern auftreten. In diesem Artikel stellen wir ihre typischen Ursachen sowie Symptome vor und wie sich diese behandeln lassen.

Bei der sogenannten Schambeinentzündung handelt es sich um Schmerzen im Leistenbereich, die oftmals bei Sportlern auftreten. In diesem Artikel stellen wir ihre typischen Ursachen sowie Symptome vor und wie sich diese behandeln lassen.

Die Schambeinentzündung ist ebenfalls als Pubalgie, Ostitis pubis oder Sportlerhernie bekannt. Die letzte Bezeichnung ergibt sich aus den Leiden vieler Athleten, bei denen das Problem aufgrund körperlicher Überanstrengung vorkommt insbesondere, wenn mit ihrem Training zahlreiche Wiederholungsübungen oder Rhythmenwechsel einhergehen.

Nachfolgend erklären wir im Detail die Ursachen, Symptome sowie Behandlungsmöglichkeiten dieses Problems.

Ursachen einer Schambeinentzündung

Schambeinentzündung

Die Schambeinentzündung entsteht, wenn die Muskeln infolge sich wiederholender Bewegungen überbeansprucht werden. Daher haben meist Personen mit ihr zu kämpfen, die Leistungssport betreiben.

Jedoch gibt es ein paar Aspekte, die ihr Auftreten begünstigen und die es daher besonders zu beachten gilt.

  • Unzureichende körperliche Vorbereitung: Wer in der Regel nicht viel Sport treibt und daher nicht körperlich fit ist, ist beim Praktizieren mancher Sportarten anfälliger für eine Pubalgie.
  •  Mangelnde Aufwärmübungen: Wesentlich ist es, die Muskeln vor dem Sport genügend aufzuwärmen. Zu schnell zu starten kann aus diesem Grund ebenfalls zu einer Schambeinentzündung führen. Sich genug Zeit zu nehmen ist daher besonders wichtig.
  • Anatomische Eigenschaften: Es ist möglich, dass manche Personen aufgrund einer Verletzung im Schambereich oder ihrer körperlichen Fitness ein höheres Risiko aufweisen.

Bei der Wahl einer Sportart sollten also diese Punkte, insbesondere letzterer, berücksichtigt werden, um keine Komplikationen zu verursachen oder an den Symptomen einer Sportlerhernie zu leiden.

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Symptome einer Schambeinentzündung

An einer Pubalgie zu leiden ist wenig angenehm. Zu ihren klassischen Symptomen zählen laut einiger Studien Schmerzen im Leisten- und Schambereich, die bis zu den Adduktoren und in den Unterleib ausstrahlen können.

Nachfolgend legen wir dar, wie sich die Symptome entwickeln können, um die Beschwerden besser behandeln zu können.

  • Schmerzen vor oder nach dem Sport: Dies gilt als erstes Alarmzeichen, das nicht mit Muskelkater oder einer schlechten Haltung verwechselt werden darf. Sie sind in der Regel leicht und verschwinden dann wieder.
  • Intensive Beschwerden während des Sports: Wurde aus dem vorherigen Grund nichts unternommen, treten die Schmerzen nun während des Trainings und weitaus stärker auf.
  • Eingeschränkte Bewegung: Der Schmerz ist auch in Ruhephasen wahrzunehmen. An dieser Stelle wird bereits die Bewegungsfreiheit eingeschränkt.

Die Beschwerden nehmen also zu und weisen darauf hin, dass ein Problem bei der Dekompensation der Muskeln besteht. In diesem Fall bedarf es einer angemessenen Behandlung.

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Behandlungsmöglichkeiten

Es gibt verschiedene Wege, die Pubalgie zu behandeln. Diese hängen davon ab, in welcher Phase man sich befindet beziehungsweise wie intensiv der Schmerz ist.

  • Stärkungs- und Dehnungsübungen: Sie helfen dabei, ausreichend die Muskeln zu kompensieren. Sie sind Bestandteil eines Rehabilitationsprogramms, das eine Physiotherapie, Osteopathie und Elektrostimulation umfasst.
  • Entzündungshemmer: Wenn der Schmerz intensiv ist und das Training behindert wird, werden diese Medikamente zur Reduktion der Beschwerden eingesetzt.
  • Bestimmte Aufwärmübungen: Damit aus der Pubalgie kein chronisches Leiden wird, sollten immer Aufwärmübungen gemacht werden.
  • Chirurgischer Eingriff: In Extremfällen kann auch eine Operation hilfreich sein, um den Druck im betroffenen Bereich zu senken.

Wie bereits erwähnt wurde, treten Schambeinentzündungen vor allem bei Sportlern auf. Daher sollte bei Schmerzen in diesem Bereich unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Eine frühzeitige Erkennung ermöglicht eine effektive Behandlung, bevor sich das Problem vergrößert.

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