Hautausschläge: 10 Arten und ihre Symptome

Wir betrachten heute einige der häufigsten Hautkrankheiten etwas genauer. Lies weiter!
Hautausschläge: 10 Arten und ihre Symptome

Letzte Aktualisierung: 01. November 2020

Hautausschläge treten auf vielerlei Arten auf. Sie alle verursachen jedoch Entzündungen und Reizungen. Obwohl nicht alle von ihnen ansteckend sind, können sie dennoch bei denen, die daran leiden, Verlegenheit und Unbehagen auslösen.

Da sie sich auf unterschiedliche Weise äußern, sind sie auch auf verschiedene Ursachen zurückzuführen. Infolgedessen entwickeln sie sich mit unterschiedlichen Anzeichen und Symptomen und bedürfen unterschiedlicher Behandlungen.

Lies weiter und erfahre mehr über die Hauptmerkmale verschiedener  Arten von Hautausschlägen.

Hautausschläge: Die am häufigsten vorkommende Arten

Viele verschiedene Faktoren, einschließlich Hitze, Infektionen, Allergene, Medikamente sowie Störungen des Immunsystems, können Hautausschläge verursachen. Aus diesem Grund solltest du dich an einen Spezialisten wenden, um einen angemessene Diagnose und Behandlung zu erhalten.

Nach der Untersuchung kann der Arzt die Verwendung von medizinischen Shampoos, Cremes, Salben oder anderen Produkten zur Kontrolle deiner Symptome empfehlen.

Erfahre im Folgenden mehr über die am häufigsten vorkommenden Hautausschläge.

1. Neurodermitis

Neurodermitis zählt zu den am häufigsten vorkommenden Hautausschlägen. Dieser Ausschlag äußerst sich durch periodische Schübe. Oft verursacht diese Hautkrankheit starken Juckreiz und Rötungen. Je nach der Phase, in der sich der Betroffene befindet, kann Neurodermitis sogar rote Herde, ausgeprägte Hautfalten und ein Abschälen der Haut verursachen.

Noch sind die genauen Ursachen ungeklärt. In einer Studie, die im International Journal of Health Sciences veröffentlicht wurde, heißt es jedoch, dass sie häufiger bei Menschen mit einer Familiengeschichte mit saisonalen Allergien und einer genetischen Veranlagung oder Asthma auftritt. Doch auch Umwelt- und Ernährungsfaktoren spielen eine Rolle.

Neurodermitis zählt zu den am häufigsten vorkommenden Arten von Hautausschlägen
Neurodermitis äußerst sich durch periodische Schübe, die während des gesamten Lebens der betroffenen Person kommen und gehen.

2. Hautausschläge: Schuppenflechte

Als Nächstes werden wir genauer auf die Schuppenflechte, die auch als Psoriasis bekannt ist, eingehen. Es handelt sich dabei um eine chronisch entzündliche Hauterkrankung mit einer starken genetischen Veranlagung und autoimmunpathogenen Merkmalen. Laut Studien des International Journal of Molecular Sciences liegt die weltweite Verbreitung bei etwa 2%. Dies variiert jedoch je nach Region.

Insgesamt sind die dermatologischen Manifestationen der Schuppenflechte unterschiedlich. Sie kann juckende, erythematöse und abgegrenzte Herde verursachen, die mit Schuppen bedeckt sind. Diese Herde können verschmelzen und infolgedessen große Bereiche der Haut bedecken.

In der Regel sind folgende Bereiche betroffen:

  • Der Rumpf
  • Die Kopfhaut
  • Die Streckflächen der Gliedmaßen

3. Allergisches Kontaktekzem

Das allergische Kontaktekzem zählt ebenfalls zu den am häufigsten vorkommenden Hautausschlägen. Der direkte Kontakt mit Allergenen führt zu einem allergischen Kontaktekzem. Oft ist nur der Bereich betroffen, der mit dem Allergen in Kontakt gekommen ist. Gängige Allergene sind Parfums, Modeschmuck, Haarfärbemittel und kosmetische Produkte.

Insgesamt sind die folgenden Symptome, diejenigen, die am häufigsten vorkommen:

  • Hautausschlag
  • Schwellung und Juckreiz
  • Flüssigkeitsausfluss, Blasen und Krusten

4. Pityriasis versicolor

Pityriasis versicolor, auch Kleienpilzflechte genannt, ist eine Hautpigmentierungsstörung, die durch einen lipophilen Pilz namens Malassezia spp. verursacht wird. Es handelt sich um eine oberflächliche Mykose, die durch gut definierte Hautläsionen gekennzeichnet ist, die leicht schuppig sind und in ihrer Farbe variieren.

Studien, die von der Brazilian Society of Dermatology  durchgeführt wurden, kamen zu dem Schluss, dass eine höhere Prävalenz bei jungen Menschen in der Pubertät vorliegt, wobei die Mehrheit davon Frauen sind. Hypochrome Hautläsionen sind das am häufigsten vorkommende Symptom und überwiegen im Oberkörperbereich.

5. Hautausschläge: Seborrhoisches Ekzem

Das seborrhoische Ekzem zählt ebenfalls zu den am häufigsten vorkommenden Arten von Hautausschlägen. Es wird durch Entzündungen der Hautschichten verursacht, die der Oberfläche am nächsten liegen. Darüber hinaus betrifft es häufige die Körperbereiche, die über viele Talgdrüsen verfügen.

Experten wissen nicht, was diesen Hautausschlag verursacht. In einer P&T-Publikation heißt es jedoch, dass es mit dem Vorhandensein des Malassezia-Pilzes verbunden sein kann. Fettleibigkeit, extreme Klimabedingungen, neurologische Störungen und Stress sind ebenfalls Risikofaktoren.

Insgesamt verursacht das seborrhoische Ekzem folgende Symptome:

  • Rote Haut
  • Ebenso sind gelbe Krusten oder Schuppen im Gesicht, an den Ohren, auf der Kopfhaut oder an anderen Körperteilen nicht unüblich
  • Juckende und resistente Schuppen

6. Herpes zoster

Herpes zoster, auch unter dem Namen „Gürtelrose“ bekannt, zählt ebenfalls zu den häufig vorkommenden Hauterkrankungen. Dabei handelt es sich um eine Viruserkrankung, die durch die Reaktivierung des Variezella-Zoster-Virus verursacht wird, das nach einer früheren Windpockeninfektion latent in den sensorischen Nervenknoten verbleibt.

Das Virus verursacht lokale Entzündungen und Blasen auf der Haut. Den Schmerz, den diese Erkrankung verursacht, ist auf die Entzündung der vom Virus betroffenen Nerven zurückzuführen.

Einige Auslöser für die Gürtelrose sind folgende:

  • Stress
  • Die Verwendung von immunsuppressiven Medikamenten
  • Akute oder chronische Krankheiten
  • Das Vorliegen einer Malignität
  • Exposition gegenüber dem Virus
  • Schließlich auch das Varizelle-Zoster-Virus
Herpes zoster ist auch als „Gürtelrose“ bekannt
Gürtelrose ist normalerweise an kleinen Blasen und Schmerzen im betroffenen Bereich zu erkennen.

7. Hautausschläge: Dermatophytose

Dermatophytose wird auch als „Ringelflechte“ bezeichnet. Diese Infektion wird durch Pilze verursacht, die Haut und Nägel befallen können. Symptome und Anzeichen sind das Abschälen der Haut, Juckreiz und Hautausschläge.

In der Regel sind folgende Bereiche betroffen:

  • Kopfhaut
  • Füße
  • Leistengegend
  • Bartbereich

Unterschiedliche Arten von Dermatophyten verursachen jedoch unterschiedliche Erkrankungen. So bestimmt der Ort der Verletzung die Klassifizierung und die Art des Pilzes, der sie verursacht hat.

8. Rosazea

Rosazea ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, die am häufigsten im Gesicht auftritt. Diese Hauterkrankung verursacht Rötungen, Pickel, Pusteln und erweiterte Blutgefäße.

Häufig sind die Augen betroffen. Bei manchen Menschen kann Rosazea jedoch auch eine rote, vergrößerte Nase verursachen, die als Rhinophym bekannt ist. Dermatology Reports kamen zu dem Schluss, dass 15-40% der Patienten eine familiäre Vorgeschichte der Erkrankung haben.

9. Röschenflechte

Röschenflechte ist eine akute papulosquamöse Erkrankung, die von selbst abklingt. Sie verursacht zunächst einen roten Primärfleck, gefolgt von schuppigen ovalen Flecken am Rumpf und an den körpernahen Gliedmaßen mit einem charakteristischen „Weihnachtsbaummuster”.

Die genaue Ursache ist unbekannt. Die Infektionen der oberen Atemwege, die der Röschenflechte vorausgehen, legen jedoch nahe, dass Streptokokken eine Rolle spielen. Die Erkrankung betrifft sowohl Männer als auch Frauen, mit einer ungefähren Häufigkeit von 0,5 bis 2%. Der Hautausschlag dauert normalerweise sechs bis acht Wochen ab dem ersten Primärfleck.

10. Krätze

Schließlich ist auch die Krätze eine häufig vorkommende Hautinfektion, die durch die Milbe Sarcoptes scabiei verursacht wird. Sie erzeugt einen Ausschlag mit vorwiegend nächtlichem Juckreiz und durch den Parasiten ausgelösten Hautläsionen.

Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt, wobei die Milbe zwischen zwei und fünf Tagen lebensfähig bleibt. Zehn Minuten Haut-zu-Haut-Kontakt sind erforderlich, damit sich die Milben auf einen anderen Wirt ausbreiten können.

Diese Erkrankung wurde 2009 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als eine vernachlässigte Hautkrankheit eingestuft und stellt in vielen Entwicklungsländern ein großes Gesundheitsproblem dar.

Was tun, wenn du unter Hautausschlägen leidest?

Generell gibt es für jeden der oben genannten Hautausschläge eine spezifische Behandlung. Wenn du also an einem dieser Symptome leidest, ist es am besten, einen Dermatologen aufzusuchen. Er wird dir helfen, deine Behandlungsoptionen entsprechend deinem Krankheitsbild zu ermitteln. Zum Teil sind Salben oder auch Medikamente erforderlich, um den Hautausschlag zu behandeln.

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