Herpes Zoster (Gürtelrose)

· 21 November, 2017
Herpes Zoster ist eine Krankheit, die vor allem Menschen über 50 Jahre oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem betrifft.

Es handelt sich bei Herpes Zoster (Gürtelrose) um eine Infektion, die durch das VVZ-Virus oder Varicella-Zoster verursacht wird.

Diese Krankheit betrifft vor allem die Nerven unter der Haut und ihre wichtigsten Symptome sind Entzündungen und Hautausschlag in Form von Blasen. Diese befinden sich entlang des gesamten Nervs, den sie betreffen, und sind daher leicht zu erkennen.

Die betroffene Haut ist gereizt und voller kleiner Bläschen entlang dem Nervenverlauf. Diese Anordnung macht die Krankheit im Volksmund bekannt als „Gürtelrose„. Und weil die Blasen brennende Schmerzen verursachen, die die Dermis zu verbrennen scheinen, wird die Krankheit in einigen Teilen der Welt als „Antoniusfeuer“ bezeichnet.

In den meisten Fällen betrifft Gürtelrose Erwachsene. Allerdings haben auch einige Jugendliche phasenweise Gürtelrose in abgeschwächter Form. Gerade älteren Menschen bereitet die Infektion jedoch große Schwierigkeiten.

Ursachen für die Krankheit

Herpes Zoster (Gürtelrose)

Das Virus, das Gürtelrose verursacht, ist dasselbe wie bei Windpocken. Dieses Virus wird nie vollständig aus dem Körper vertrieben, sondern verbleibt in latentem Zustand im Organismus. Unter bestimmten gesundheitlichen Voraussetzungen wird das Virus in den Nervenganglien reaktiviert.

Nicht jeder, der Windpocken hatte, entwickelt auch Gürtelrose. In der Regel wird das Virus bei denjenigen reaktiviert, deren Immunsystem vorübergehend oder dauerhaft geschwächt ist: sei es durch Alterung, durch eine andere Krankheit oder durch die Einnahme bestimmter Medikamente wie Kortikoide, Rheumamittel und andere.

Herpes Zoster ist nicht direkt ansteckend. Allerdings kann eine Person mit dieser Krankheit noch in der Lage sein, den Varicella-Virus an jemanden weiterzugeben, der ihn bisher nicht hatte. Es wurde festgestellt, dass eine Ansteckung nur durch direkten Kontakt mit dem Inhalt der Bläschen erfolgt.

Erwachsene über 50 Jahre sind am häufigsten von dieser Krankheit betroffen. Auch Personen mit geschwächtem Immunsystem (HIV) sind anfällig. Es wurde darüber hinaus  beobachtet, dass diejenigen, die Windpocken vor dem ersten Lebensjahr gehabt haben, auch diesen Herpes entwickeln können.

Symptome des Herpes zoster (Gürtelrose)

Herpes Zoster (Gürtelrose)

Schmerzen gehören zu den offensichtlichsten Symptomen und können schon vor dem Erscheinen von Blasen auftreten. Das liegt daran, dass das Virus sich auf die Nerven der Dermis auswirkt. In den meisten Fällen treten die Blasen 1 bis 14 Tage nach den ersten Schmerzempfindungen auf, und die Schmerzen können sowohl leicht als auch stark sein.

Die ersten Symptome von Gürtelrose sind:

  1. Juckreiz
  2. Kitzeln
  3. Kribbeln
  4. Brennen

Darüber hinaus können während der Anfangsphase des Herpes Zoster auch die folgenden Symptome auftreten:

  • Fieber
  • Kopfschmerzen oder allgemeines Unbehagen
  • Magen-Darm-Beschwerden

Aber zweifellos sind das Hauptsymptom des Herpes Zoster die Bläschen. Anfangs sind die Erhebungen noch klein, aber sie können wachsen, sich mit anderen zusammenschließen und große Blasen bilden. Die Wachstumsperiode beträgt in der Regel 3 bis 5 Tage. Es bildet sich dann Schorf, was der Endphase der Episode entspricht.

Wenn das Virus im Kopfbereich ausbricht, kann es sogar das Sehen oder Hören beeinträchtigen. Und wenn es am Unterkiefernerv sitzt, verursacht es Läsionen in Mundhöhle, Zunge und Rachen. Allerdings führt es selten zum Verlust des Geschmackssinns.

Diagnose und Komplikationen

Herpes Zoster (Gürtelrose)

Die Diagnose des Herpes Zoster wird anhand einer körperlichen Untersuchung des Patienten gestellt. Natürlich unter Berücksichtigung der Krankengeschichte und Anamnese.

Wenn es nicht sicher ist, dass es sich um einen Fall von Herpes Zoster handelt, wird eine Gewebeprobe der Läsionen für eine Laboruntersuchung entnommen, um den Fall eingehend beurteilen zu können. Die Blutuntersuchung stellt auch eine zuverlässige Methode dar, um eine endgültige Diagnose stellen zu können.

Erst wenn das Nervensystem beteiligt ist, kann die Lumbalpunktion zur Diagnose der Erkrankung herangezogen werden. In atypischen Fällen wird außerdem der „Tzanck-Test“ verwendet, bei dem eine Kultur der Flüssigkeit, aus der die Blasen bestehen, hergestellt wird.

Eine der häufigsten und schwersten Komplikationen der Krankheit ist die postherpetische Neuralgie. Sie tritt bei bis zu 50% der Patienten auf und äußert sich in Schmerzen, die viele als brennend, elektrisch und unerträglich beschreiben.

In den schwierigsten Fällen können die Schmerzen gegen Ende den Patienten komplett außer Gefecht setzen. Das Schlimmste ist, dass die Krankheit Wochen, Monate, Jahre und sogar ein Leben lang bestehen bleiben kann.

Andere Komplikationen sind Probleme mit dem Sehen, wenn Herpes Zoster in der Nähe des Auges auftritt. Die Auswirkungen sind manchmal wirklich schwerwiegend. Zusätzliche Hautprobleme wie Cellulite oder Borkenflechte können ebenfalls auftreten. In einigen Fällen verursacht diese Art von Herpes Meningitis.