Trockenes Auge: das kannst du tun!

Das „trockene Auge“ solltest du unbedingt deinem Augenarzt zeigen und erst dann unsere Naturheilmittel unterstützend anwenden.

Das Syndrom vom trockenen Auge ist eine ernst zu nehmende Krankheit und birgt Risiken, weswegen du nicht willkürlich am Auge „herumdoktern“ solltest. Wir haben Tipps für dich, was du unterstützend zum Ratschlag deines Augenarztes tun kannst, um ein trockenes Auge zu behandeln. 

Wie entsteht ein trockenes Auge?

Es ist, als hätte man ein Sandkorn im Auge. Doch tatsächlich befindet sich kein Fremdkörper im Auge, sondern nicht genug Tränenflüssigkeit, sodass das störende Gefühl dauerhaft auftritt.

Bei einem trockenen Auge wird die Oberfläche unseres Auges nicht mehr ausreichend mit einem Tränenfilm benetzt oder durch eine veränderte Zusammensetzung des Tränenfilms nicht mehr ideal befeuchtet.

Eine ideal befeuchtete Oberfläche sorgt unter anderem für eine gute Sehleistung und Bakterienabwehr, die Infektionen verhindert.

Der Tränenfilm reinigt das Auge auch, durch ihn werden Fremdkörper aus dem Auge herausgespült. Es ist also nicht nur eine Frage des Komforts, sondern ein ernsthaftes Gesundheitsproblem, wenn ein trockenes Auge auftritt.

Frauen sind in der Regel häufiger vom trockenen Auge betroffen als Männer. Im Alter nimmt die Produktion der Tränenflüssigkeit generell ab, zusätzlich wirkt sich Rauchen negativ aus.

Ein trockenes Auge tritt auch oft als Begleiterscheinung von anderen Krankheiten auf, zum Beispiel bei Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen, Rheuma und entzündlichen Gefäßerkrankungen.

Auch Medikamente können die Produktion oder die Qualität des Tränenfilmes verändern und beeinträchtigen.

Dazu gehören Betablocker gegen Bluthochdruck, Psychopharmaka, Antidepressiva, Schlafmittel, Migräne-Mittel, entwässernde Medikamente, Hormone und Arzneien gegen Allergien.

Manche Hauterkrankungen wirken sich ebenfalls negativ auf den Tränenfilm aus. Dazu kommen noch unsere modernen, veränderten Lebensbedingungen, für die unser Körper nicht konstruiert wurde: Klimaanlagen, Autogebläse, trockene Heizungsluft, erhöhte Ozonwerte der Luft und Abgase.

trockenes Auge mit RötungWelche Symptome treten auf?

Wenn solche Symptome auftreten, sollte unbedingt ein Augenarzt konsultiert werden, der nach einer Diagnose die Behandlung und weitere Vorgehensweise veranlasst.

Wer unter dem Syndrom des trockenen Auges leidet, kennt die folgenden Symptome zur Genüge:

  • Fremdkörpergefühl
  • Gerötete Augen
  • Schleimabsonderung
  • Verklebte Augen am Morgen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Verschwommene Sicht
  • Geschwollene Augenlider
  • Probleme bei der Bildschirmarbeit
  • Empfindlichkeit bei Wind, Rauch, im Flugzeug
  • Druckgefühl der Augen

Was hilft?

Grundsätzlich sollte die Behandlung unbedingt mit dem Augenarzt abgesprochen werden. Zusätzlich helfen dir sicherlich folgende Tipps, um mit trockenen Augen besser durch den Alltag zu kommen.

Unsere Tipps sind lediglich ergänzend und ersetzen nicht den Besuch beim Augenarzt!

trockenes Auge mit Teebeutel behandelnKamillenteebeutel

Sind deine Augen extrem gereizt, müde, verschwollen und trocken? Gönne ihnen eine kleine Ruhepause – und dir selbst auch!

Wasche sie zunächst mit starkem Kamillentee aus, den du selbst aus zwei Beuteln Kamillentee hergestellt hast.

Lege dann die nur noch handwarmen Teebeutel auf deine geschlossenen Augen und entspanne 20 Minuten lag. Du wirst sehen, danach geht es dir und deinen Augen besser!

Lüften und Luftbefeuchter nutzen

Insbesondere Räume, die im Sommer durch Klimaanlagen und im Winter durch Heizungsluft zu trockene Raumluft haben, sind für Menschen mit trockenem Auge problematisch.

Wenn du die Möglichkeit hast, erhöhe die Luftfeuchtigkeit durch Luftbefeuchter oder schlichtweg regelmäßiges Lüften. Zwei bis drei Mal täglich die Fenster gute 10 Minuten lang weit öffnen.

Rauch meiden

Gott sei Dank herrscht mittlerweile Rauchverbot in Kneipen und Restaurants! Wer trotzdem in verrauchten Räumen sein muss, sollte so oft wie möglich an die frische Luft gehen, um den Augen eine Pause zu gönnen.

Auch bei Lagerfeuer, Grill und anderen Rauchquellen sorge dafür, dass du so wenig Rauch wie möglich ins Gesicht bekommst!

Zugluft vermeiden

Eigentlich logisch, dass du dafür sorgen wirst, dass das Gebläse im Auto nicht direkt auf dich gerichtet ist.

Im Zug, Flugzeug oder Bus ist es unmöglich, die Klimaanlage zu steuern, aber es besteht ganz oft die Möglichkeit, durch Luftdüsen den Luftstrahl so zu lenken, dass er dich nicht treffen kann.

Im Zug ist der beste Platz am Gang, denn die Luft der Klimaanlagen fällt meist am Fenster hinunter und führt zu Augenreizungen.

Im Flugzeug ist der beste Platz in der Mitte, weil dort die Belüftung der Klimaanlage entlang der Fenster und des Ganges erfolgt.

Sorge dafür, dass deine Augen auch im Schlaf nicht von Zugluft getroffen werden, indem du eine Schlafbrille aufsetzt. Die sieht zwar nicht gerade vorteilhaft aus, beugt aber Problemen vor und sorgt auch für besseren Schlaf unterwegs in Flugzeug, Bahn oder Bus!

Fleißig blinzeln!

Ein spannender Film im Kino oder Fernsehen, konzentriertes Arbeiten am Computer – manchmal vergessen wir wirklich, zu blinzeln!

Nur ein regelmäßiger Lidschlag sorgt dafür, dass der Tränenfilm auch ideal verteilt wird! Erinnere dich von Zeit zu Zeit selbst daran, den einen oder anderen Lidschlag bewusst zu tun.

 

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