Blähungen und Gase im Darm vermeiden

· 29 März, 2015
Zusätzlich zu den verdauungsfördernden Tees nach dem Essen kannst du auch verschiedene blähungshemmende Gewürze verwenden, um die Speisen zuzubereiten.

Blähungen und Gase können für die Betroffenen sehr unangenehm sein. Sie sind ein Anzeichen für Verdauungsprobleme, die aus verschiedenen Ursachen entstehen können: Falsche Essgewohnheiten, Nahrungsmittel, die nicht richtig verdaut werden, das Fehlen von Verdauungsenzymen, Stress oder Emotionen und vieles mehr können die Auslöser sein.

In diesem Beitrag erklären wir verschiedene Ursachen und empfehlen einfache Hausmittel, die helfen können, das Problem auf natürliche Weise ohne Arzneimittel zu lösen.

Warum entstehen Gase?

Dafür gibt es verschiedenste Ursachen, anschließend findest du eine kurze Zusammenfassung:

  • Das Essen wird nicht richtig gekaut sondern zu schnell oder während des Sprechens geschluckt – so wird mehr Luft geschluckt, was zu Blähungen führen kann.
  • Nahrungsmittel, die im Magen aufgrund fehlender Magensäuren fermentieren.
  • Nahrungsmittel, die vom Organismus nicht richtig assimiliert werden. Meist enthalten diese Gluten oder Laktose.
  • Eine unausgeglichene Darmflora.
  • Konsum von Nahrungsmitteln, die Blähungen fördern: Hülsenfrüchte, Kohl, Zwiebel, Artischocken usw.
  • Konsum von Zusatzmitteln gegen Verstopfung, die reich an Ballaststoffen sind – wie beispielsweise Leinsamen.

Auch indirekte Faktoren können die Gasbildung fördern:

  • Stress und emotionale Spannungen
  • Sesshaftigkeit

Mit Melisse entspannen

Als erstes solltest du lernen, richtig zu essen: langsam, ohne Eile, in einem ruhigen Ambiente, allein oder in angenehmer Begleitung, ohne dabei andere Dinge zu tun.

Wenn du an Nervosität, Stress oder Ängsten leidest, oder wenn du in hektischen Situationen essen musst, ohne dies ändern zu können, kannst du auch am Vormittag oder Nachmittag vor dem Essen Entspannungstees zu dir nehmen. Zu den besten Mitteln zählt Melisse, die beruhigend und verdauungsfördernd wirkt.

Wenn es nicht möglich ist, den Tee zu trinken, gibt es Melisse auch in Tablettenform.

Ingwer, um die Verdauung zu fördern

Ingwer ist bei verschiedenen Beschwerden sehr hilfreich. In diesem Artikel interessiert uns die Fähigkeit dieser Wurzel, die Produktion von Verdauungssäften zu fördern und folglich die Verdauungsfunktion zu verbessern. Bei Sodbrennen wird Ingwer nicht empfohlen, doch ansonsten ist die tägliche Einnahme vor dem Essen sehr hilfreich. Ingwer kann als Tee eingenommen oder roh gekaut werden. Es gibt auch konfitierten Ingwer zu kaufen, der köstlich süß-scharf schmeckt und sehr gesund ist.

ingwer-tee

 

Mit Kümmel und Fenchel kochen

Eine gute Angewohnheit ist auch, die Speisen mit blähungslindernden Kräutern zu würzen. Am wirsamsten sind Kümmel und Fenchel, die insbesondere zum Kochen von Hülsenfrüchten und blähendem Gemüse (wie anfangs erwähnt) empfohlen werden. Diese verleihen den Speisen einen besonderen Geschmack und können Blähungen vorbeugen.

Enzyme in Ananas und Papaya

Nach Fleisch oder Fisch mit Gemüse oder Salaten als Hauptspeise, sind als Nachtisch frische Ananas oder Papaya empfehlenswert, denn diese tropischen Früchte enthalten Enzyme, die die Verdauung von Eiweißen fördern. Nach Speisen mit Mehl oder Stärke (Pasta, Pizza, Brot, Kartoffeln) sollte auf diese Früchte verzichtet werden, da es sonst zu Verdauungsbeschwerden kommen könnte.

Im Allgemeinen werden nur Äpfel und Birnen nach dem Essen empfohlen, die restlichen Früchte erschwerden nämlich die Verdauung, da sie fermentieren und so Gase erzeugen können. Gesünder sind Früchte zwischendurch als Jause am Vormittag oder Nachmittag.

In Apotheken und Reformhäusern gibt es auch Nahrungsergänzungsmittel mit Enzymen für eine bessere Verdauung. Diese können eine Zeitlang eingenommen werden, man sollte damit jedoch nicht übertreiben, da die eigenständige Verdauung des Magens gefördert werden sollte.

 

Bilder zur Verfügung gestellt von nerdling und haleysuzanne