Alles über Mumps und warum es wichtig ist, dagegen geimpft zu sein

23 März, 2021
Der beste Weg, sich gegen Mumps zu schützen, ist zweifelsohne der MMR-Impfstoff. Dieser Impfstoff umfasst Dosen zur Vorbeugung von Masern, Mumps und Röteln. In diesem Artikel erfährst du alles über Mumps.

Mumps, oder Parotitis, ist eine ansteckende Krankheit, die akut oder chronisch verlaufen kann. Sie betrifft entweder eine oder beide Ohrspeicheldrüsen, die für die Speichelproduktion zuständig sind. Diese Drüsen befinden sich hinter den aufsteigenden Ästen des Kiefers.

In diesem interessanten Artikel erfährst du alles über Mumps. Ein Virus der Gattung Paramyxoviridae verursacht diese Krankheit. Obwohl sie normalerweise bei Kindern und Jugendlichen auftritt, können sich auch anfällige Erwachsene damit infizieren.

Außerdem kann Mumps auch andere Drüsen im Körper, das Nervensystem und die Hoden befallen.

Vor der Einführung des universellen Impfstoffs war Mumps weltweit eine endemische Krankheit. Sie trat bei den meisten Kindern im Alter zwischen zwei und 15 Jahren auf.

Seit der Entwicklung des Impfstoffs ist die Häufigkeit stark zurückgegangen. Inzwischen gibt es nur noch gelegentliche Ausbrüche in Lateinamerika. Betroffene können schon etwa zwei Tage vor der Entzündung der Ohrspeicheldrüsen und bis zu maximal neun Tage danach ansteckend sein.

Da es sich um ein Atemwegsvirus handelt, erfolgt die Übertragung durch Tröpfchen, die eine infizierte Person beim Niesen, Husten oder Sprechen abgibt.

Alles über Immunreaktionen.

Alles über Mumps: die Symptome

Kind mit Mumps

Manche an Mumps erkrankte Menschen haben nur sehr leichte oder gar keine Anzeichen oder Symptome. Wenn Anzeichen und Symptome auftreten, erscheinen sie in der Regel etwa zwei bis drei Wochen nach der Infektion mit dem Virus.

Das Hauptsymptom von Mumps ist eine Entzündung der Speicheldrüsen, wodurch die Wangen der betroffenen Person anschwellen. Zusätzlich zu dieser charakteristischen Schwellung können Betroffene auch unter folgenden Beschwerden leiden:

  • Schmerzen in den geschwollenen Speicheldrüsen auf einer oder beiden Seiten des Gesichts
  • Schmerzen beim Kauen oder Schlucken
  • Fieber
  • Kopfschmerzen und Muskelschmerzen
  • Schwäche und Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit

Komplikationen

Mumps verursacht selten Komplikationen. Dennoch haben wir hier einige der möglichen aufgeführt:

  • Gehörverlust
  • Fehlgeburten bei schwangeren Frauen
  • Störungen des Herzschlages

Obwohl sie nicht sehr häufig sind, können diese Komplikationen durchaus schwerwiegend sein. Die meisten umfassen die Entzündung eines Körperteils.

Neben den Speicheldrüsen entwickelt etwa ein Drittel der Männer mit Mumps auch eine Entzündung an einem oder beiden Hoden. Diese Komplikation wird als Orchitis bezeichnet. Sie kann zwar zu Unfruchtbarkeit führen, kommt jedoch nur selten vor.

Eine Komplikation, die Mumps bei Mädchen und Frauen hervorrufen kann, ist eine Entzündung der Eierstöcke. Allerdings tritt auch diese eher selten auf.

In seltenen Fällen kann es aber auch zu einer Entzündung des zentralen Nervensystems kommen. Das kann zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis) oder einer Gehirnentzündung (Enzephalitis) führen, falls das Gehirn geschädigt wird.

So wirken sich Masern auf eine Schwangerschaft aus.

Alles über Mumps: Wie man der Krankheit vorbeugen kann

Kind mit Mumps

Die beste Vorbeugung gegen Mumps ist zweifelsohne der MMR-Impfstoff. Dieser verhindert Masern, Mumps und Röteln. Er bietet sowohl individuellen als auch kollektiven Schutz.

Der MMR-Impfstoff ist Teil des Impfprogramms für Kinder. Sie erhalten zwei Dosen – eine im Alter von 12 Monaten und eine weitere im Alter von drei Jahren. Da Impfstoffe nicht zu 100 % wirksam sind, könnten dennoch einige Einzelfälle auftreten.

Tatsächlich gab es im Jahr 2019 einen Mumps-Ausbruch, denn obwohl der Impfstoff zu 95 % wirksam ist, gab es ein Problem mit einigen MMR-Dosen.

Diejenigen, die zwischen 1995 und 1998 oder zwischen 1985 und 1988 geimpft wurden, haben einen deutlich geringeren Schutz.

Die Behandlung von Mumps

Da es sich um eine virale Infektion handelt, konzentriert sich die Behandlung auf die Linderung der Symptome. Man sagt daher, dass die Behandlung symptomatisch ist. Sie basiert auf der Verabreichung von NSAIDs (nicht-steroidale Antirheumatika) in Kombination mit Ruhe.

Mediziner verschreiben bei dieser Erkrankung keine Antibiotika, da diese nur gegen bakterielle, nicht aber gegen virale Infektionen wirken. Sobald es zu einem Ausbruch der Krankheit kommt, ist es ratsam, jeden Fall zu überprüfen und im Zweifelsfall neu zu impfen.

Zum anderen ist die Ernährung ein weiterer wichtiger Faktor, der berücksichtigt werden muss. Die Fähigkeit des Betroffenen, Nahrung aufzunehmen, hängt von seinem Zustand ab. Daher greifen viele auf eine Schonkost zurück. Kann der Patient jedoch essen, muss er seine Ernährung nicht einschränken.

  • Gentile, A., Bakir, J., Firpo, V., Caruso, M., Lución, M. F., Abate, H., … Debbag, R. (2011). Coberturas de vacunación en niños menores o igual a 24 meses y percepción de enfermedades. Revista Hospital de Niños.
  • Segura Benedicto, A. (2012). La supuesta asociación entre la vacuna triple vírica y el autismo y el rechazo a la vacunación. Gaceta Sanitaria. https://doi.org/10.1016/j.gaceta.2011.11.018
  • Fernández Codina, A., Aranda Fernández, S., & Sampedro Jiménez, F. (2015). Parotiditis aguda. Emergencias.
  • Nazar M., G., Iñiguez O., F., Der M., C., Méndez R., C., García B., C., Arce V., J., … Talesnik G., E. (2009). Parotiditis aguda recurrente en el niño. Revista Chilena de Pediatría. https://doi.org/10.4067/s0370-41062001000500007