Adrenal Fatigue: Deshalb bist du ständig müde!

Wusstest du dass eine Nebennierenschwäche deine chronische Müdigkeit verursachen könnte? Stress ist meist der Auslöser.

Adrenal Fatigue, auch Nebennierenschwäche(NNS) oder Hypoadrenia, führt zu ständiger Müdigkeit, da die Nebennieren erschöpft sind. Dazu kommt es in der Folge von Stress und übermäßiger Belastung. Es handelt sich nicht um eine ernste Nierenerkrankung.

Adrenal Fatigue bezeichnet also eine niedrige Stoffwechselenergie, die durch physischen oder emotionalen Stress über einen längeren Zeitraum verursacht wird.

In der Folge wird das Immunsystem geschwächt und es kommt zu Erschöpfung und Müdigkeit. Der Schlafrhythmus kann dadurch ebenfalls verändert werden. Lies weiter, um mehr über dieses Krankheitsbild zu erfahren! 

Adrenal Fatigue, eine kaum erforschte Krankheit

Die Nebennierenschwäche wird nicht als Krankheit anerkannt, da es noch zu wenige Studien zu diesem Thema gibt.

Man geht davon aus, dass durch Überlastung in den Nebennieren weniger Hormone produziert werden, was zu einer niedrigen Stoffwechselenergie führt, die sich durch Erschöpfung oder Burnout äußert.

Vergiß jedoch nicht, dass es für chronische Müdigkeit und Erschöpfung zahlreiche Gründe gibt, die immer von einem Arzt gewissenhaft untersucht werden müssen. Auch Anämie oder eine Schilddrüsenstörung könnten dafür verantwortlich sein.

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Wozu dienen eigentlich die Nebennieren?

Die Nebennieren sind für die Ausschüttung von Hormonen wie Adrenalin verantwortlich und regulieren somit bei Stress oder Angstzuständen die jeweiligen Reaktionen: Flucht oder Kampf.

Sie sind außerdem für die Regulierung folgender Hormone verantwortlich:

  • Glukokortikoide: Hormone die den Glykogenhaushalt regulieren.
  • Mineralkortikoide: Hormone, die den Salz- und Wasserhaushalt des Körpers regulieren.
  • Androgene und Östrogene: Sexualhormone.

Ursachen für Adrenal Fatigue

Wie bereits erwähnt, ist die Hauptursache einer Nebennierenschwäche Stress.

  • Man merkt oft gar nicht, dass man sich mental oder körperlich komplett überarbeitet und verausgabt.
  • Viele stehen mit Unmengen an Sorgen und negativen Gedanken auf. Durch diese Gedanken bekommt man meist auch nicht genügend Schlaf.

All diese Faktoren lösen eine Reaktion im Körper, im Herzen, im Gehirn und natürlich auch in den Nebennieren aus.

Diese kleinen Organe liegen direkt über den Nieren, daher auch ihr Name. Sie werden aktiv, wenn im Körper ein biochemisches Ungleichgewicht entsteht. Dies können zum Beispiel eine schlechte Ernährung, Verdauungsprobleme, Schlafmangel…

  • Die Nebennieren arbeiten bei andauerndem Stress auf Hochtouren.
  • Durch diese Dauerbelastung erschöpfen sie sich und arbeiten langsamer.

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Symptome einer Adrenal Fatigue

Symptome von Adrenal Fatigue

Wie der Name schon erahnen lässt, ost das Hauptsymptom Müdigkeit. Doch auch andere Anzeichen, die mit chronischem Stress zusammenhängen, können dabei auftreten:

  • Negativität oder Verwirrtheit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Apathie
  • Schlafstörungen
  • Zu- oder Abnahme
  • Verdauungsprobleme
  • Muskelschmerzen
  • Haarverlust
  • Durchfall oder Konstipation
  • Kopfschmerzen

Was tun bei Verdacht auf Adrenal Fatigue?

Was tun wenn ich an Adrenal Fatigue leide

Wenn du denkst, dass du vielleicht an Adrenal Fatigue leiden könntest, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen!

  • Eine medikatöse Therapie gegen Stress oder Angstzustände ist jedoch nicht ausreichend.
  • Lasse dich von einem guten Endokrinologen untersuchen, der dich beraten kann, welche Behandlungen für dich in Frage kommen.
  • Auch das Management der Gefühle ist grundlegend! 

Bei einer Nebennierenschwäche empfiehlt sich ein ruhigerer Lebensstil und die Bewältigung von negativen Emotionen und Stress.

So kannst du Adrenal Fatigue bekämpfen!

  • Iss 5 kleine Mahlzeiten am Tag.
  • Vermeide entzündungsfördernde Lebensmittel. Diese sind z.B. Kaffee, Zucker, Süßstoffe und industriell verarbeitete Lebensmittel.
  • Es gibt allerdings auch ein paar Lebensmittel, die der Gesundheit der Nebennieren förderlich sind:
    • Kokosnuss
    • Magnesiumreiche Lebensmittel
    • Avocado
    • gedämpfter Brokkoli
    • Nori Alge
    • leichtverdauliche Proteine
  • Entspanne dich.
  • Versuche, jeden Tag mindestens 7 oder 8 Stunden zu schlafen.
  • Fördere positive Beziehungen in deinem Leben.
  • Praktiziere Yoga! Diese Bewegungsform ist perfekt gegen Stress.

Veränderte Lebensgewohnheiten können bereits gute Erfolge erzielen. Vergiss jedoch nicht, dich von einem Facharzt untersuchen und beraten zu lassen! 

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