6 Situationen, in denen du keinen Sex haben solltest

· 26 November, 2016
Sexuelle Beziehungen sollten für beide Partner zufriedenstellend und vorteilhaft sein. Sobald irgendwelche Beschwerden auftreten, solltest du dir überlegen, ob es nicht besser wäre, darauf zu verzichten.

Sex lindert nicht nur Stress sondern hilft dir auch beim Abnehmen, er ist in einer Paarbeziehung wichtig und macht Spaß.

Doch das ist noch nicht alles: Es konnte wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass sexuelle Beziehungen für die physische und mentale Gesundheit sehr gut sind.

Doch es gibt Momente, in denen Sex nicht möglich ist, auch wenn man dies gerne hätte, doch manchmal muss man sich kontrollieren und lernen nein zu sagen.

In folgenden Fällen solltest du lieber auf Sex verzichten, um deiner Gesundheit nicht zu schaden: 

1. Wenn es schmerzt

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Schmerzen beim Geschlechtsverkehr nennen sich auch Dyspareunie. Gründe dafür können organische Faktoren, wie bakterielle Infektionen, Verletzungen im Bereich der Vulva oder Endometriose sein.

Darüber hinaus können psychologische Faktoren, Traumata, Unsicherheit, fehlendes Libido, Probleme in der Beziehung oder mit der Sexualität dahinterstecken.
Auch Männer können bei sexuellen Beziehungen leiden, doch dies ist seltener der Fall.
Die häufigsten Ursachen bei Männern sind Infektionen, Fissuren oder Verletzungen im Genitalbereich, die beispielsweise durch sexuell übertragbare Krankheiten entstehen können.
Unabhängig von der Ursache, solltest du einen Facharzt aufsuchen, um dir über das Problem Klarheit zu verschaffen. Er kann dich untersuchen und beraten.
Vergiss nicht, dass Sex ein Spiel ist, an dem zwei beteiligt sind und beide dabei Spaß haben sollten.

2. Sex während der Menstruation

Es gibt viele Zweifel bei diesem Thema, doch die Antwort ist ganz einfach: Wenn beide Partner gesund sind gibt es keine Gegenanzeigen, insbesondere nicht in monogamen Beziehungen.

Manche Personen fühlen sich dabei unwohl, aufgrund des Blutes, doch ihr solltet darüber einfach sprechen und ehrlich und offen zueinander sein.

Wenn es sich nicht um einen festen Partner handelt, solltest du ohne Kondom keinen Sex haben, denn während der Menstruation ist die Übertragung von Infektionen über das Blut einfacher.

3. Wenn du eine Harnwegsinfektion hast

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Frauen mit einer Harnwegsinfektion können kaum eine befriedigende Sexualbeziehung haben.

Die Vagina befindet sich so nahe an der Harnröhre (beide sind nur durch einen Muskel getrennt), dass es bei einer sexuellen Beziehung zu Traumata in der Harnröhre kommen kann.

Dies kommt vorwiegend dann vor, wenn es zu starkem Druck oder schnellen Bewegungen kommt. In diesem Fall können Wunden in der Harnröhre entstehen.

Es empfiehlt sich, während der Behandlung keinen Geschlechtsverkehr zu haben (diese dauert normalerweise maximal drei Tage lang, es ist also auch keine Tragödie).

4. Sexuelle Beziehungen bei einem geschwächten Immunsystem

Immungeschwächte Personen gehen bei Geschlechtsverkehr eine größere Gefahr ein, an Infektionen oder einer sexuell übertragbaren Krankheit zu leiden.

Häufige Ursachen für eine Immunschwäche sind:

  • Einnahme von Kortikosteroiden
  • Schwangerschaft
  • HIV

In diesen Fällen solltest du keine sexuellen Beziehungen mit Personen haben, denen du nicht unbedingt vertrauen kannst, und solltest immer ein Kondom verwenden.

Auch bei leichteren Krankheiten wie Grippe oder Denguefieber solltest du vorsichtig sein, denn die physische Anstrengung beim Geschlechtsverkehr verlangsamt den Heilungsprozess.

Da man sich bei diesen Krankheiten nicht wohl fühlt, hat man meist auch gar keine Lust auf Sex.

5. Bei Schwangerschaften mit erhöhtem Risiko

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Dieses Thema ist für viele noch immer ein Tabu.

Im dritten Abschnitt der Schwangerschaft, wenn der Bauch schon relativ dick ist, haben viele Angst, dem Baby zu schaden oder die Fruchtblase zu früh zum Platzen zu bringen.

Beim Geschlechtsverkehr wird die Fruchtblase jedoch nicht erreicht und das Baby nicht verletzt.

Durch die Hormonveränderungen kann es zu vermehrter Lust kommen, was Paare in diesem Lebensabschnitt noch enger zusammenschweißt.   Es gibt verschiedenste Stellungen für sexuelle Beziehungen in der Schwangerschaft.

Falls es sich jedoch um eine Risikoschwangerschaft handelt, musst du auf Sex verzichten. Auch Positionen, in denen das ganze Gewicht auf den Bauch fällt, sollten verhindert werden.

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6. Ohne korrekte Intimhygiene

Über die Intimhygiene nach dem Geschlechtsverkehr wird viel gesprochen. Wenn keine Möglichkeit für die entsprechende Hygiene besteht, sollte auf sexuelle Beziehungen verzichtet werden.

Ein überraschendes Verhältnis kann zum Teil gefährlich sein, da schädliche Viren übertragen werden können.

Schweiß, Absonderungen oder Sekretionen können bei unzureichender Hygiene dazu führen, dass Infektionen entstehen.

Es gibt auch Mikroorganismen, die bei manchen vorhanden sind, ohne Probleme zu bereiten, für andere jedoch schädlich sind. Durch die Verwendung eines Kondoms wird das Risiko reduziert.

Du musst nicht unmittelbar nach der sexuellen Beziehung unter die Dusche. Es ist ausreichend wenn grundlegende Hygienemaßnahmen getroffen werden. 

Manche Paare genießen anschließend eine gemeinsame Dusch, um Risiken zu verhindern.

Lesetipp: Vorsicht: Vaginalduschen könnten die Gefahr für Eierstockkrebs erhöhen!

Beachte Situationen, in denen Sexualverkehr nicht empfohlen wird

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In manchen Situationen ist man sich nicht sicher, ob eine sexuelle Beziehung zu Beschwerden führen kann oder nicht. In diesem Fall ist es besser zu warten und kein Risiko einzugehen.

Habe Vertrauen in deinen Facharzt und insbesondere in deinen Partner!