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Schwangerschaft: wunderbare Verbindung mit einem Wesen, das wir lieben, aber nicht kennen

Die emotionale Entwicklung des Babys beginnt in der Schwangerschaft, deshalb muss das kleine Wesen von Anfang an gepflegt und emotional im Mutterbauch erzogen werden, wo es sich geliebt und geborgen fühlen sollte.

Jede Frau erlebt die Schwangerschaft auf unterschiedliche Weise. Manche werden damit überrascht, andere warten sehnsüchtig darauf. Manche sind in dieser Zeit alleine, andere teilen das Glück mit ihrem Partner.

Wie auch immer, für die meisten Frauen ist die Schwangerschaft eine der schönsten persönlichen Lebensabschnitte. In dieser Zeit verändert sich der Körper und man experimentiert verschiedenste Gefühle: Angst, Illusion, Sehnsucht…

In den letzten Jahren wird dank der von Vivette Glover, Expertin in perinataler Psychobiologie des Imperial College in London, initiierten Bewegung der Wichtigkeit der Verbindung zwischen Mutter und ungeborenem Baby immer mehr Beudeutung beigemossen.

Man spricht hier von „emotionaler Erziehung mit Mutterleib“. In unserem heutigen Beitrag erfährst du mehr darüber.

Schwangerschaft und Stress

Sobald eine Frau weiß, dass sie ein Baby erwartet, beginnt sie meist, Pläne zu schmieden und sich zu organisieren: Babykleidung wird gekauft, eine Wiege und das Zimmer hergerichtet, unzählige Träume und Wünsche werden wach.

Meist geht es um die Gesundheit der Mutter und des ungeborenen Kindes und auch darum, wie das Baby nach der Geburt gepflegt werden muss und was es alles an Kleidung und anderen Dingen benötigt wird, doch… was passiert mit den Gefühlen der Mutter?

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glückliche Frau in der Schwangerschaft

Stress, der allbekannte Feind

  • Die Art, wie die Frau die Schwangerschaft verbringt, ist ausschlaggebend: Stress, Angst, Beziehungsprobleme oder andere negative Emotionen beeinträchtigen das ungeborene Baby direkt.
  • Die Ärztin Glover hat eine interessante 5-jährige Studie durchgeführt, wo die Beziehung in einer stark gestressten Umgebung und die anschließende Entwicklung des Babys über einen Zeitraum von 4 Jahren analysiert wurde.
  • Jene Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft eine intensive Stressperiode durchliefen, waren vermehrt hyperaktiv.

Die Geborgenheit im Mutterleib ist nicht unfehlbar

  • Noch bis vor kurzem ging man davon aus, dass das ungeborene Kind in der Gebärmutter vor allen äußeren Einflüssen geschützt wäre, insbesondere vor Angst- und Stresshormonen, wie beispielsweise das Corticotropin-releasing Hormone (CRH).
  • Bei leichtem Stress gibt es keine Folgen, doch wenn der Stresspegel 9 Monate lang kontinuierlich ausgeprägt ist, gelangt dieses Hormon auch in die Gebärmutter und beeinträchtigt den Fötus.

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Emotionale Erziehung im Mutterleib

Die meisten Frauen verzichten in der Schwangerschaft auf Tabak, vermeiden gefährliche Situationen und achten auf eine gesunde Ernährung… doch wie schaut es mit den Gefühlen aus?

Das Schönste und Beste wäre zweifellos, eine emotionale Bindung zum ungeborenen Baby aufzubauen, damit sich dieses geliebt, anerkannt und willkommen fühlt.

Vielleicht scheint dies unwichtig, doch es sollte nicht vergessen werden, dass Emotionen ein „komplexer Tanz“ von chemischen Substanzen und Neurotransmittern sind, die – wie wir gesehen haben – die Entwicklung des ungeborenen Babys direkt beeinträchtigen.

Deshalb wird in letzter Zeit immer mehr auf die emotionale Erziehung im Mutterleib geachtet, die auf vielseitige Weisen umgesetzt werden kann.

Anschließend geben wir dir verschiedene Tipps.
in der Schwangerschaft glückliche Frau

Lerne, den Augenblick und das innere Wachstum zu genießen

  • Negative Emotionen wie starker Stress oder intensive Angst zwingen die Frau, „schneller zu ticken“. Dabei verliert man die schönen Augenblicke und wenn man sich über den Prozess der Schwangerschaft nicht bewusst ist, verliert man die Verbindung zum Kind.
  • Versuche, langsamer zu werden, jeden Augenblick in Ruhe und ohne Angst vor der Zukunft oder der Vergangenheit zu genießen. Ein Kind ist ein Geschenk, das man schon in der Schwangerschaft schätzen sollte. 

Magie der Massage und der Kommunikation

  • Einfache Dinge wie eine warme, liebevolle Massage des Bauches mit einer Creme oder einem Öl, ermöglichen es, mit dem ungeborenen Kind in Kontakt zu treten.
  • Genieße alleine oder mit deinem Partner diese Augenblicke, sprich mit deinem Baby liebevoll. Die Stimme, die Wärme, die Bewegungen sorgen für positive Gefühle der Mutter: Dabei werden Endorphine frei und all dies wirkt sich positiv auf das Baby aus.

Vorzüge von Yoga für werdende Mütter

  • Viele Zentren geben verschiedene Kurse für die Erziehung während der Schwangerschaft. Auch Yoga ist eine sehr interessante Option.
  • Wenn Yoga an die schwangere Frau angepasst wird, kann damit Ruhe, innerer Ausgleich und progressives Wohlbefinden für Körper und Geist erreicht werden.

glückliche Frau nach der Schwangerschaft

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Abschließend kann zusammengefasst werden, dass jede Frau sich in der Schwangerschaft unterschiedlich darauf vorbereitet, Mutter zu werden, es dabei jedoch sehr wichtig ist, die emotionale Gesundheit genauso wie auch die physische Gesundheit zu pflegen, um eine gesunde Entwicklung des Babys zu gewähren.

Jeder emotionale Schock, Enttäuschung oder Angst über einen längeren Zeitraum in der Schwangerschaft kann das Kind negativ beeinflussen, was sich in der Zukunft bemerkbar machen kann.

Es lohnt sich, diese Empfehlungen zu berücksichtigen, um die emotionale Entwicklung des Kindes zu fördern, denn diese beginnt nicht erst bei der Geburt, sondern bereits während der 9-monatigen Schwangerschaft.