Die beste Erziehung ist, unsere Kinder glücklich zu machen

· 12 Mai, 2016
Eine gute Erziehung besteht darin, unseren Kindern die Wichtigkeit der Verantwortung und der Freiheit beizubringen. Glück bedeutet nicht immer, ihnen das zu geben, was sie verlangen.

Kinder sollten lernen, ihre Mitmenschen zu respektieren und sich selbst zu schützen. Dies ist ein Zeichen für ein gesundes Selbstwertgefühl.

Der Charakter eines Kindes hängt von vielen Faktoren ab. Natürlich spielt die Genetik eine wichtige Rolle, doch insbesondere Erziehung und Umfeld prägen die Persönlichkeit als auch das Verhalten.

Natürlich sind manche Kinder rebellischer Natur und andere weniger, ohne dass es dafür eine genaue Erklärung gibt. Doch genau diese Kinder benötigen ihre Eltern ganz besonders, ihre emotionale Intelligenz, Grenzen und Verständnis.

In unserem heutigen Beitrag geht es um die Wichtigkeit des Glücks in der Erziehung. Du findest hier auch verschiedene Strategien, die sehr hilfreich sein können. 

Herzensgute Kinder: freie und verantwortliche Kinder

Maria Montessori war eine der bekanntesten Pädagoginnen und Erzieherinnen des 20. Jahrhunderts. Mit ihrer Methode stellt sie uns verschiedene Ressourcen und Möglichkeiten zur Verfügung, um die Reife und das Verantwortungsbewusstsein von Kindern zu fördern.

Die Wichtigkeit der sensiblen Phasen

Sowohl Montessori, als auch viele Kinderpsychologen sprechen von der Wichtigkeit der sensiblen Phasen in der Kindererziehung. In diesen ist das Gehirn der Kinder leicht empfänglich und kann Neues am besten aufnehmen.

Lesetipp: Tipps für eine erfolgreiche emotionale Erziehung unserer Kinder

  • Von der Geburt bis zum 5. Lebensalter ist die wichtigste Etappe in der Entwicklung des Kindes. Die Erfahrungen in diesem Lebensabschnitt sind grundlegend.
  • Ermögliche es deinem Kind, mit seiner Umgebung frei aber SICHER zu kommunizieren. Lass es im Haus mithelfen, damit es sieht, wie du kochst, liest usw. Ermögliche deinem Kind den Kontakt zur Natur und das Spielen mit anderen Kindern.
  • Die nächste sensible Phase liegt zwischen dem 6. und 8. Lebensalter. Ein magischer Moment, denn in diesem Abschnitt lernen Kinder moralische und soziale Werte, die es ihnen ermöglichen, sich in die Lage anderer zu versetzen und Einfühlungsvermögen zu entwickeln.
Mutter umarmt ihr Kind und denkt über Erziehung nach

Freiheit und Verantwortung gehen immer Hand in Hand

Es ist wichtig, dies von Anfang an zu verstehen.

Den Kindern Freiheit zu schenken, bedeutet nicht, dass sie tun können was sie wollen. Wie wir selbst, haben auch Kinder Verantwortungen, die sie zu respektieren haben.

  • Je mehr Verantwortung sie beweisen, desto mehr Freiheit können wir ihnen in ihrem Alltag geben.
  • „Guterzogene Kinder“ sind keine braven und passiven Kinder, es handelt sich nicht um Gehorsam. Wichtig ist, dass sie ihre Verantwortungen verstehen lernen und diese anzuwenden wissen.
  • Ich weiß, dass ich meine Aufgaben erledigen muss, um danach spielen zu können. Ich weiß, dass ich meine Geschwister respektieren muss, wenn ich möchte, dass sie mich ebenfalls respektieren.
Blume im Garten

Verstehe ihre Gefühle

Kinder können mit ihren Gefühlen nicht immer richtig umgehen, weil sie diese oft nicht verstehen und sie überfordert werden.

Deswegen kann es vorkommen, dass sie Traurigkeit mit Wut verwechseln und wir sie fälschlicherweise bestrafen, ohne zu verstehen, was sich hinter diesem herausfordernden Verhalten verbirgt.

Sprich mit deinen Kindern, lass sie wissen, dass sie sich auf dich verlassen können. Versuche, folgende Fehler nicht zu begehen:

  • Urteile nicht.
  • Verspotte ihre Gefühle nicht.
  • Vergleiche sie niemals mit anderen Kindern oder ihren Geschwistern.

Demokratische Erziehung

Eine demokratische Erziehung ist auf keinen Fall eine permissive Erziehung, wenn Freiheit und Kommunikation auf VERANTWORTUNG basieren.

  • In einer demokratischen Erziehung werden Normen und Grenzen gesetzt, die zu respektieren sind. Das Kind muss diese Regeln verstehen und sich daran halten.
  • Die demokratische Erziehung basiert auf ruhigen, zwangslosen Gesprächen, Respekt und Nähe.

Hohes Selbstwertgefühl

Guterzogene Kinder sind sind nicht fügsam und ruhig. Wenn ein Kind guterzogen ist, dann:

  • ist es in der Lage, sich um sich selbst zu kümmern, da seine Eltern sein Selbstwertgefühl gefördert haben und ihm Stärke und Vertrauen geschenkt haben,
  • ist es in der Lage, seine Mitmenschen zu respektieren, ohne manipuliert zu werden. Es kann sich selbst verteidigen und weiß genau, was es möchte und was nicht.
Mutter umarmt Kind und denkt an Erziehung

Kindererziehung ist nicht einfach, Zeitmangel und Sorgen, können dieses Unternehmen noch komplizierter machen. Auch Ängste der Eltern beeinflussen Kinder oft sehr stark.

Mach dir keine Sorgen, Vater oder Mutter zu sein bedeutet, die Kinder auf ihrem Lebensweg zu begleiten, sie zu lieben, zu unterstützen und ihnen gleichzeitig die nötige Freiheit zu geben.

Sie selbst müssen über ihren Weg entscheiden, ihre Träume verwirklichen, du kannst ihnen nur helfen, zu reifen und glücklich aufzuwachsen, damit sie sich zu zufriedenen, selbstsicheren Erwachsenen entwickeln.