Vitamin B6: Gesundheitliche Vorteile

1 Januar, 2020
Ein Mangel an Vitamin B6 kann zu gesundheitlichen Problemen wie Anämie oder Hautveränderungen führen. Doch warum ist dieses Vitamin so wichtig? Welche Vorteile und Funktionen hat es? Erfahre anschließend mehr darüber!

Vitamin B6 ist ein wasserlösliches Vitamin und wird deshalb nicht im Körper gespeichert. Wenn zu viel davon vorhanden ist, wird es über den Harn ausgeleitet. Deshalb ist es wichtig, dieses Vitamin regelmäßig über die Ernährung aufzunehmen.

Es befindet sich in Fleisch und Fisch. Außerdem ist es auch charakteristisch für Lebensmittel mit Stärke, wie Kartoffeln und verschiedene Obstsorten. Vitamin B ist ebenfalls in vielen Nahrungsergänzungsmitteln in Form von Pyridoxin enthalten. 

Ein Mangel an diesem Vitamin kann zu Blutarmut, Ausschlägen mit Juckreiz, trockenen Lippen, Rissen in den Mundwinkeln und Schwellungen der Zunge führen. Außerdem steht ein Defizit an Vitamin B6 mit Depressionen, Verwirrung und einem schwachen Immunsystem im Zusammenhang. 

Welche Funktionen übernimmt Vitamin B6 im Organismus?

Welche Funktionen übernimmt das Vitamin B6 im Organismus?
Vitamin B6 spielt eine wichtige Rolle in der Prävention verschiedener Krankheiten. Außerdem ist es auch sehr wichtig, um die kognitive Gesundheit zu schützen.

Es gibt ausreichend Evidenzen dafür, dass dieses Vitamin in der richtigen Dosierung sehr positive Auswirkungen auf den Organismus hat. Anschließend nennen wir die wichtigsten gesundheitsfördernden Eigenschaften:

  • Vitamine des B-Komplexes reduzieren im Allgemeinen das Risiko für Herzkrankheiten, da sie den Homozysteinspiegel senken. Doch die Supplementierung dieses Vitamins senkt die Gefahr für Herzkrankheiten nicht, wenn die Zufuhr über die Ernährung ausreichend ist. Dies geht aus neueren wissenschaftlichen Studien hervor.
  • Bei Menschen, die wenig Vitamin B6 einnehmen, ist die Gefahr für eine Krebserkrankung im Verdauungstrakt größer. Ein Beispiel dafür ist Dickdarmkrebs, wie aus einer Studie hervorgeht, die in der Zeitschrift World Journal of Gastroenterology veröffentlicht wurde.
  • Außerdem konnte festgestellt werden, dass ein hoher Vitamin-B6-Spiegel im Blut das Gedächtnis verbessert. Doch eine Ernährungsergänzung mit diesem Vitamin scheint nicht effizient zu sein, um die kognitiven Funktionen bei Patienten mit Demenz zu verbessern.
  • Man geht davon aus, dass das Vitamin B6 eine positive Wirkung auf das prämenstruelle Syndrom haben könnte. Verschiedene Artikel legen nahe, dass eine Ergänzung mit diesem Vitamin die Symptome reduzieren könnte. Außerdem sollen damit Temperaturveränderungen, Reizbarkeit und Konzentrationsstörungen gelindert werden.
  • Die Einnahme dieses Vitamins unter ärztlicher Verschreibung ist zu empfehlen, um Übelkeit und Brechreiz während den ersten Schwangerschaftsmonaten zu lindern. 

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Vitamin B6: Was passiert bei einer Überdosierung?

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es durch eine Überdosierung zu einer Vergiftung kommt. Da es sich um ein wasserlösliches Vitamin handelt, wird dieses über den Harn ausgeschiedenDeshalb sind normalerweise keine zu hohen Konzentrationen im Körper vorhanden, wenn keine Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Eine unkontrollierte Nahrungsergänzung könnte jedoch zur Vergiftung führen.

Es handelt sich um ein wichtiges Gesundheitsproblem, das dem Nervensystem schaden und die Kontrolle der Körperbewegungen beeinträchtigen kann. Andererseits können auch Hautreaktionen, erhöhte Lichtempfindlichkeit, Übelkeit und Sodbrennen die Folge sein. 

Wechselwirkung mit Arzneimitteln

Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin B6 können zu verschiedenen Wechselwirkungen mit Medikamenten führen:

  • So ist beispielsweise bei Antibiotika wie Cycloserin Vorsicht geboten. Dieses Medikament kommt zur Behandlung von Tuberkulose zum Einsatz. In Kombination mit Vitamin B6 können sich Krämpfe verschlimmern und es kann zu Schädigungen der Nervenzellen kommen.
  • Medikamente zur Behandlung von Epilepsie können den Vitamin-B6-Spiegel reduzieren.
  • Die Einnahme von Theophyllin zur Behandlung von Asthma kann ebenfalls zu einem verminderten Vitamin-B6-Spiegel und zu Krämpfen führen. 

Tagesbedarf an Vitamin B6

Tagesbedarf an Vitamin B6

Der Tagesbedarf an diesem Vitamin wird normalerweise mit einer vielseitigen und gesunden Ernährung gedeckt. In manchen Fällen ist jedoch eine Ergänzung empfehlenswert.

In normalen Situationen kann man sich an die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) halten. Doch es kann auch vorkommen, dass der Bedarf des Körpers erhöht ist. Dies ist beispielsweise bei einer hyperproteischen Diät der Fall, da dieses Vitamin den Proteinabbau fördert.

Andererseits kann es wichtig sein, die Einnahme von Vitamin B6 zu erhöhen, wenn unkontrollierte Blutzuckerwerte vorhanden sind. Im Falle einer Anämie ist es ebenfalls vorteilhaft, die Einnahme dieses Mikronährstoffes zu kontrollieren.Darüber hinaus ist zu erwähnen, dass aus den neuesten Studien über dieses Vitamin hervorgeht, dass seine antioxidative Wirkung sowie der Zusammenhang mit komplexen Krankheiten zweifelhaft ist. Man geht davon aus, dass sowohl der Defizit als auch der Überschuss negative Folgen nach sich ziehen kann. Doch es sind weitere Studien erforderlich, um den Zusammenhang mit bestimmten Krebsarten festzustellen.

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Fazit

Vitamin B6 hat verschiedene Funktionen im Organismus. Unter normalen Umständen ist allerdings die Einnahme über die Ernährung ausreichendIn manchen Sonderfällen kann jedoch eine Nahrungsergänzung empfehlenswert sein, um einen Mangel zu korrigieren oder einer Krankheit vorzubeugen.

Man sollte jedoch keinesfalls zu viele Multivitaminpräparate einnehmen. Am besten lässt du dir von deinem Arzt oder Ernährungsberater helfen, bevor du ein Nahrungsergänzungsmittel einnimmst. Falls Beschwerden wie Übelkeit auftreten, solltest du das Nahrungsergänzungsmittel absetzen.

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