Mangel an 6 Nährstoffen kann zu Depression führen

· 16 Mai, 2017
Wusstest du, dass der Mangel an bestimmten Nährstoffen emotionale Störungen oder sogar Depressionen bewirken kann? Verbessere deine Ernährung, um deinen Gemütszustand zu optimieren!

Depression ist eine psychische Störung, die sich in einer gedrückten Stimmung, Interessensverlust, Antriebslosigkeit, Traurigkeit, Reizbarkeit sowie auch in körperlichen Symptomen äußert.

Es handelt sich um ein sehr weitläufiges Problem, das insbesondere in Industrieländern sehr häufig auftritt.

Noch bis vor ein paar Jahrzehnten glaubte man, dass eine Depression nur in Folge bestimmter emotionaler Zustände auftreten kann.

Heute weiß man jedoch, dass diese auf eine veränderte Gehirnchemie zurückzuführen ist, die durch verschiedenste Faktoren verursacht werden kann.

Umweltbedingungen, Hormonveränderungen oder genetische Veranlagung können beispielsweise die Ursachen für eine Depression sein.

Darüber hinaus konnte festgestellt werden, dass auch die Ernährungsgewohnheiten eine wichtige Rolle spielen: Bei einem Nährstoffmangel ist nämlich die Gefahr, an einer Depression zu erkranken, dann weitaus größer.

Deshalb ist es wichtig, die Ernährung zu verbessern und Lebensmittel einzubauen, die sich durch einen hohen Nährwert auszeichnen und gegen dieses weit verbreitete Problem ankämpfen.

Anschließend findest du mehr Information über 6 Nährstoffe, die bei einem Mangel zu Depressionen führen können. Entdecke sie!

1. Omega-3-Fettsäuren und Depression

Omega-3-Fettsäuren

Nahrungsmittel, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, haben zahlreiche Vorteile für die körperliche sowie mentale Gesundheit.

Sie spielen in der Entwicklung und Funktionstüchtigkeit des Zentralnervensystems eine bedeutende Rolle, da sie dessen Funktionen und auch Entzündungsprozesse regulieren.

Auch für die Freisetzung bestimmter chemischer Substanzen im Gehirn ist Omega 3 überdies sehr wichtig. Überdies ist es hilfreich in der Vorsorge gegen frühzeitige Alterungsprozesse.

Omega 3 wird auch in der Behandlung von Depressionen empfohlen, denn damit wird die Serotoninproduktion stimuliert sowie Cortisol reduziert. 

Omega 3 befindet sich überdies in folgenden Nahrungsmitteln:

  • Fette Fische
  • Samen und Trockenfrüchte
  • Hülsenfrüchte
  • Eier
  • Gemüse

Lesetipp: Diese Angewohnheiten schaden langfristig deinem Gehirn!

2. Vitamin D

Der Mangel an Vitamin D erhöht nicht nur die Gefahr für Knochen- und Gelenkbeschwerden, sondern kann auch zu Depressionen und Demenz führen!

Dieses Vitamin ist für die Freisetzung von Serotonin grundlegend. Dabei handelt es sich um einen Neurotransmitter, der mit einem fröhlichen Gemütszustand und Glück in Verbindung gebracht wird.

Die korrekte Aufnahme von Vitamin D reduziert deshalb das Risiko für emotionales Ungleichgewicht und stärkt gleichzeitig das Immunsystem.

Sonnenlicht ist die wichtigste Vitamin-D-Quelle, doch auch folgende Nahrungsmittel enthalten dieses Vitamin:

  • Fetter Fisch
  • Lebertran
  • Angereicherte Zerealien sowie Sojaprodukte
  • Milchprodukte
  • Eier
  • Champignons

3. Zink

Lebensmittel

Zink ist ein weiterer Nährstoff, der bei der Regulierung von Emotionen dann eine wichtige Rolle spielt. Damit werden nämlich neuronale Funktionen sowie die Aktivität des Nervensystems stimuliert.

Zink unterstützt überdies die Produktion von Neurotransmitterndie für das Wohlbefinden zuständig sind.

Darüber hinaus wird dieses Mineral für über 250 unabhängige biochemische Vorgänge benötigt, die mit den wichtigsten Organen im Zusammenhang stehen.

Folgende Nahrungsmittel enthalten Zink:

  • rotes Fleisch
  • Eier
  • Meeresfrüchte
  • Hülsenfrüchte
  • Nüsse
  • Samen
  • Vollkorngetreide
  • organische Milchprodukte

4. Selen

Dieser Nährstoff ist essentiel für eine gute kognitive Leistungsfähigkeit sowie die Kontrolle des Gemütszustandes.

Selen spielt in der Regulierung der Schilddrüse eine grundlegende Rolle und ist dann auch für die mentale Gesundheit von großer Wichtigkeit.

Es wirkt antioxidativ und aufbauend und ist deshalb in der Vorsorge und Behandlung von depressiven Störungen sehr nützlich.

Selen ist in folgenden Nahrungsmitteln zu finden:

  • mageres Fleisch
  • fetter Fisch
  • Bohnen und Erbsen
  • Eier
  • Meeresfrüchte

5. Magnesium

Nahrungsmittel

Magnesium wird überdies leider vom Organismus nur schwer absorbiert. Man geht davon aus, dass viele physische und mentale Störungen auf einen Magnesiummangel zurückzuführen sind.

In der Behandlung von Depressionen spielt Magnesium eine wichtige Rolle, nicht nur weil damit die Serotonin- und Dopaminproduktion gefördert wird, auch weil damit gleichzeitig der Cortisolspiegel reduziert werden kann.

Iss mehr Nahrungsmittel mit Magnesium:

  • Algen
  • Mandeln
  • Avocado
  • Bananen
  • Bohnen
  • Kürbiskerne
  • Vollkorngetreide
  • Kleie
  • grünblättriges Gemüse

6. Eisen

Der Mangel an Eisen ist einer der Hauptgründe für Anämie, Erschöpfung sowie depressive Störungen.

Dieses Mineral ist grundlegend in der Entwicklung und für die kognitive sowie sensorisch-motorische Leistungsfähigkeit.

Bei einem Eisenmangel ist die Zahl der roten Blutkörperchen dann unzureichend. Dies beeinträchtigt die Sauerstoffversorgung der Zellen und führt dann gleichzeitig zu einem emotionalen Ungleichgewicht, Müdigkeit und mentaler Konfusion.

Du kannst folgende Nahrungsmittel essen, um einen Eisenmangel zu verhindern:

  • rotes Fleisch
  • rote Beete
  • fetter Fisch
  • Hafermehl
  • Spinat und grünes Gemüse
  • Granatäpfel
  • Eier
  • Bohnen
  • Erdnussbuttter

Lesetipp: Ein Shake aus Honigmelone, Spinat und Trauben gegen müde Muskeln

Die Behebung eines Nährstoffmangels ist grundlegend in der Vorsorge sowie Behandlung von Depression und bedrückten Gemütszuständen.

Doch natürlich müssen dabei auch andere Aspekte berücksichtigt werden! Du musst den Ursachen auf den Grund gehen und danach entsprechende Maßnahmen treffen. Lasse dich von deinem Arzt untersuchen und beraten!

  • Sathyanarayana Rao, T., Asha, M., Ramesh, B., & Jagannatha Rao, K. (2008). Understanding nutrition, depression and mental illnesses. Indian Journal of Psychiatry. https://doi.org/10.4103/0019-5545.42391
  • Leung, B. M. Y., & Kaplan, B. J. (2009). Perinatal Depression: Prevalence, Risks, and the Nutrition Link-A Review of the Literature. Journal of the American Dietetic Association. https://doi.org/10.1016/j.jada.2009.06.368