Lymphom: schleichende Krebserkrankung, die bei frühzeitiger Erkennung geheilt werden kann

24 April, 2017
Bei einem bösartigen Lymphom handelt es sich um eine schleichende Krebsart, die erfolgreich behandelt werden kann, wenn das Problem rechtzeitig entdeckt wird.

Ein malignes Lymphom oder Lymphdrüsenkrebs entsteht in den weißen Zellen des lymphatischen Systems, das einen Teil der Abwehrkräfte des Organismus bildet.

Dabei ist das lymphatische System eine komplexe Struktur. Es besteht aus kleinen Kanälen, Knoten, Knochenmark und verschiedenen Organen, welche aus Lymphozyten zusammengesetzt sind.

Bei Patienten mit dieser Krankheit kommt es zu einer unkontrollierten Aktivität der Lymphozyten. Das heißt, dass sich diese auf abnormale Art vergrößern.

Besonders häufig bilden sich diese Tumore in der Nähe der Lymphknotenbeispielsweise unter den Achseln, am Hals und am Bauch.

Dabei unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Arten:

  • Hodgkin-Lymphom (HL)
  • Non-Hodgkin-Lymphom (NHL).

Das Hodgkin-Lymphom ist seltener als das Non-Hodgkin-Lymphom. Darüber hinaus gibt es außerdem auch verschiedene Untergruppen.

Das Verhalten, die Ausbreitung und die Behandlung sind bei jedem unterschiedlich und hängen insbesonder von der Funktionstüchtigkeit des lymphatischen Systems und des Immunsystems ab.

Die Entwicklung ist zwar aggressiv und komplex, doch bei der rechtzeitigen Erkennung der Krankheit kann die Behandlung erfolgreich sein.

Für viele ist diese Krankheit weitgehend unbekannt, deshalb informieren wir anschließend genauer über das maligne Lymphom und Symptome, die auf diese Krebserkrankung hinweisen können.

Häufigste Arten von Lymphomen

Abbildung eines Lymphoms

Das Nacional Cancer Institute (USA) informiert über zwei grundlegende Arten von Lymphomen:

Das Hodgkin-Lymphom wird durch die sogenannte Reed-Sternberg-Zelle identifiziert. Dabei kommt es zu schmerzlosen Schwellungen der Lymphknoten.

Im Gegensatz dazu ist das Non-Hodgkin-Lymphom ein Sammelbegriff für eine heterogene Gruppe bösartiger Erkrankungen der Zellen des Immunsystems. Diese sind im Allgemeinen aggressiver und schwieriger zu behandeln.
Dieser bösartige Tumor teilt sich außerdem schnell und kann sich so langsam auch in anderen Organen ausbreiten.
Leider fallen rund 75% der Lymphome in die Gruppe der Non-Hodgkin-Lymphome.
Es gibt verschiedene Faktoren, von denen man annimmt, dass sie eine Entwicklung dieser Krebserkrankung begünstigen können. Allerdings konnten die Experten bis jetzt die genauen Ursachen dieser Lymphomart noch nicht herausfinden.

Was sind die häufigsten Symptome für ein Lymphom?

Frau mit Lymphom

Die Symptome können von Patient zu Patient und je nach Typ und Schweregrad variieren, meist äußern sie sich jedoch wie folgt:

  • Vergrößerung der Lymphknoten am Hals, unter den Achseln oder in der Leistengegend,
  • schmerzlose Schwellung der Lymphknoten,
  • Gewichtsverlust ohne offensichtlichen Grund,
  • häufiges Fieber,
  • Nachtschweiß,
  • Juckreiz,
  • Schwäche und chronische Erschöpfung,
  • Appetitlosigkeit,
  • Husten und Atembeschwerden,
  • Schmerzen im Bauchbereich, in der Brust und den Knochen,
  • Schwellungen im Bauchbereich,
  • ständiges Völlegefühl und
  • Schüttelfrost.

Welche Risikofaktoren bestehen?

Zwar sind aggressive Lymphome am häufigsten, doch bei rechtzeitiger Diagnose ist die Wahrscheinlichkeit für eine Heilung bedeutend höher.

Man sagt, dass Patienten mit einem indolenten Lymphom bis zu 15 Jahre lang mit der Krankheit leben können.

Dabei ist es nicht nur wichtig, die häufigsten Symptome zu kennen, sondern auch Risikofaktoren zu berücksichtigen, obwohl man viele nicht beeinflussen kann.

Dazu gehören folgende.

  • Störungen des Immunsystems, insbesondere nach einer Organtransplantation, Patienten mit HIV oder Autoimmunkrankheiten.
  • Nachweis des Humanen Immundefizienz-Virus, Epstein-Barr-Virus (VEB) oder Helicobacter pylori usw.
  • Alter über 60 Jahre.
  • Hellhäutige Person.
  • Kontakt in der Vergangenheit oder Gegenwart mit starken Chemikalien wie beispielsweise Unkrautvernichtungsmittel oder Insektizide.
  • Strahlenbelastung.

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Wie wird ein Lymphom behandelt?

Behandlung eines Lymphoms

Nach der entsprechenden Diagnose entscheidet der Facharzt dann, welche Behandlung anzuwenden ist.

Die Standardbehandlung bei aggressiven Formen besteht normalerweise aus Chemotherapie und biologischer Krebstherapie.

Man sagt, auch Strahlentherapie könne bei Patienten mit einem Lymphom im Stadium I oder II effektiv sein. Das hängt allerdings von der Aktivität der bösartigen Zellen ab.

Wichtig zu wissen ist, dass die Krankheit nicht durch eine spezifische Untersuchung diagnostiziert wird. Diese gibt es zwar, ist jedoch nicht unbedingt empfehlenswert.

Aus diesem Grund werden meist Symptome und Körperveränderungen beobachtet, die mit dieser Krankheit zusammenhängen.

Bei familiärer Vorbelastung oder wenn du in die Risikogruppe gehörst, ist es wichtig, regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchzuführen.

Auch wenn sich die Krankheit anfangs schleichend und unbemerkt entwickelt, gibt es dennoch verschiedene Anzeichen, die darauf hinweisen und untersucht werden sollten.

Die Krankheit kennen, Symptome untersuchen und eine entsprechende ärztliche Diagnose… all dies kann Leben retten!

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