Die verschiedenen Arten von Hautkrebs erkennen

· 5 Oktober, 2018
Während der Schwarze Hautkrebs mit Abstand die am besten bekannte Form des Hautkrebs darstellt, gibt es auch andere Krebsarten. Wir zeigen dir, worauf du achten musst.

Besonders im Sommer ist das Thema Hautkrebs in aller Munde, denn exzessives Sonnenbaden und Sonnenbrand sind die größten Risikofaktoren. Doch welche Arten von Hautkrebs gibt es eigentlich?

In Aufklärungskampagnen über Hautkrebs ist vor allem von Melanomen die Rede. Ein Melanom oder Schwarzer Hautkrebs ist zwar die gefährlichste Art von Hautkrebs, doch bei weitem nicht die einzige.

Genügend Sonne ist für Menschen äußerst wichtig, denn UV-Licht versorgt den Körper mit Vitamin D und Calcium. Bei einem Mangel an diesen Nährstoffen kommt es ansonsten zu Knochenerkrankungen oder Osteoporose.

Doch wenn du zu lange in der Sonne liegst oder dir häufiger einen Sonnenbrand zuziehst, kann das ernste Folgen für deine Haut haben. Denn aus einem einfachen Sonnenbrand kann sich mit der Zeit Hautkrebs entwickeln.

UV-Strahlung hat nämlich nicht nur positive Auswirkungen, sondern kann krebserregend sein.

Wahrscheinlich hast du schon von Schwarzem Hautkrebs gehört. Doch er ist leider nicht die einzige Form von Hautkrebs, die gefährlich sein kann.

In diesem Artikel zeigen wir dir, welche Arten von Hautkrebs es gibt und wie du ihnen vorbeugen kannst.

Kenne deine Haut

Arzt erkennt Arten von Hautkrebs

Die Haut ist das größte Organ des Körpers. Ihre Hauptfunktion besteht darin, dich vor den schädlichen Einwirkungen der Außenwelt zu schützen.

Dazu gehören Bakterien, Mikroorganismen, Temperaturschwankungen und Sonneneinstrahlung.

  • Die Haut besteht aus verschiedenen Schichten und Gewebearten. Die oberste Hautschicht – also der Teil, den man von außen sehen kann – heißt Epidermis. Darunter liegt die Dermis und wiederum darunter das subkutane Gewebe.
  • Jede dieser Hautschichten besteht aus unterschiedlichen Zelltypen. Außerdem befinden sich in der Haut auch Drüsen und Blutgefäße. Die Epidermis besteht aus Basalzellen, Stachelzellen und Körnerzellen.

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Was ist Hautkrebs?

Es gibt verschiedene Arten von Hautkrebs. Abhängig davon, wie und wo er sich entwickelt, hat er unterschiedliche Namen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten.

Ärzte unterscheiden die Krebsarten in zwei grobe Gruppen:

  • Malignes Melanom oder Schwarzer Hautkrebs
  • andere Hautkrebsarten

Beide Gruppen von Hautkrebs befallen die Zellen der Epidermis.

Malignes Melanom

Der Schwarze Hautkrebs ist die aggressivste Form des Hautkrebs. Am Anfang befällt er die Pigmentzellen der Epidermis, doch im weiteren Verlauf breitet er sich in die tieferen Hautschichten aus.

  • Das Risiko für Metastasen in anderen Organen ist beim Schwarzen Hautkrebs besonders hoch.
  • Eine frühe Diagnose ist wichtig, um die Heilungschancen zu erhöhen.
  • Wenn ein Melanom im Frühstadium erkannt wird, kann es meist vollständig entfernt werden.

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Andere Arten von Hautkrebs

Manche Arten von Hautkrebs entwickeln sich in den Basalzellen der Epidermis. In den meisten Fällen handelt es sich bei Hautkrebs nicht um Melanome.

Es gibt zwei Typen von Hautkrebs, die keine Melanome sind: Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom.

Basalzellkarzinom (BZK)

  • Dies ist der am häufigsten auftretende Hautkrebs.
  • Er befällt die Basalzellen, die sich in der untersten Schicht der Epidermis befinden.
  • Er tritt an Körperstellen auf, die mit Sonnenlicht in Berührung kommen (Gesicht, Ohren, Hals).

Plattenepithelkarzinom (PEK)

  • Dieser Hautkrebs tritt am zweithäufigsten auf.
  • Er befällt die Epithelien der Haut, kann aber auch auf Schleimhäuten auftreten. Vor allem Hautstellen mit Sonneneinstrahlung sind betroffen.
  • Männer erkranken häufiger als Frauen. 

Diese beiden Formen von Hautkrebs sind zwar unangenehm, neigen aber nicht zu Metastasen und sprechen gut auf Behandlungen an.

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Ursachen und Vorsorge

Alle Arten von Hautkrebs werden entfernt

Die Hauptursache für alle Formen von Hautkrebs ist übermäßige Sonneneinstrahlung oder UV-Licht. Die Sonne ist vor allem für UVA- und UVB-Strahlung verantwortlich.

Doch auch Sonnenbänke und Bräunungslampen geben diese Strahlung ab.

Die beste Art, Hautkrebs vorzubeugen, ist, ausreichenden Sonnenschutz zu verwenden und die Mittagssonne zu meiden (im Sommer zwischen 11 und 16 Uhr).

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Spezialisten weisen jedoch auch auf weitere Risikofaktoren hin:

  • Chemikalien wie Arsen, Teer und Paraffin,
  • übermäßige Strahlenbelastung wie zum Beispiel bei der Strahlentherapie,
  • Anwendung von UV-Lampen, beispielsweise bei Psoriasis,
  • genetische Faktoren, die die Heilungskraft der Haut nach einem Sonnenbrand herabsetzen,
  • beim Gorlin-Goltz-Syndrom treten erblich bedingt Basalzellkarzinome auf.

Grundsätzlich ist ein gesunder Lebensstil mit viel Bewegung und ausgewogener Ernährung die wichtigste Voraussetzung für einen gesunden Körper.

Außerdem solltest du zu jeder Jahreszeit deine Haut gut pflegen, um sie vor schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen.