Leidet dein Kind unter Beschwerden beim Atmen? 6 Tipps

8 Dezember, 2020
Wenn dein Kind Beschwerden beim Atmen hat, solltest du einen Kinderarzt aufsuchen, damit dieser die Ursache dafür feststellen kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser Zustand akut ist oder nicht. Ergänzend dazu haben wir einige Tipps für dich, die du beachten solltest. Sie werden dir helfen, deinem Kind Linderung zu verschaffen, sobald du bemerkst, dass es unter derartigen Beschwerden leidet.

Es ist wichtig, dass du die Symptome kennst und weißt, wie du erkennen kannst, ob dein Kind Beschwerden beim Atmen hat. Obwohl die Ursache in den meisten Fällen eine übermäßige Ansammlung von Schleim ist, könnten sich dahinter auch andere Erkrankungen verbergen.

In unserem heutigen Artikel erfährst du, was du tun kannst, wenn dein Kind Beschwerden beim Atmen hat.

Dyspnoe bei Kindern

Beschwerden beim Atmen, Atemnot oder Dyspnoe ist ein Symptom der Atemwege. Derartige Probleme können in unterschiedlicher Intensität auftreten. Diese Kurzatmigkeit kann sogar dazu führen, dass dein Kind nicht mehr weitersprechen kann, um Luft zu holen.

Allerdings kann dieses Symptom viele verschiedene Ursachen haben. Es könnte in Rahmen einer Erkältung auftreten. In diesen Fällen führt die vermehrte Schleimbildung dazu, dass sich dieser Schleim ansammelt und deinem Kind die Atmung erschwert. Darüber hinaus kann es auch durch andere Erkrankungen wie Laryngitis, Bronchitis, Asthma oder Adenoide (vergrößerte Rachenmandeln) verursacht werden.

Außerdem ist Dyspnoe ein Symptom, das bei Allergien und Lungenentzündung auftritt und natürlich auch, wenn das Kind zu ersticken droht. Aber du solltest ebenfalls bedenken, dass auch Angst und Stress zu Anfällen mit Atemnot führen können.

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Was solltest du tun, wenn dein Kind Beschwerden beim Atmen hat?

Gehe mit deinem Kind zum Arzt

Beschwerden beim Atmen - Kind beim Arzt
Wenn dein Kind anhaltende oder schwerwiegendere Symptome hat, solltest du zum Arzt gehen, um eine professionelle Diagnose und Behandlung zu erhalten.

Zunächst solltest du abhängig von der Art und Intensität der Beschwerden, die dein Kind hat, entscheiden, ob du mit ihm direkt in ein Krankenhaus gehen musst. Wenn dein Kind beim Atmen röchelnde oder pfeifende Geräusche von sich gibt, eine beschleunigte Atmung und bläulich verfärbte Lippen hat oder der Brustkorb beim Atmen hervorgewölbt ist, solltest du umgehend in die Notaufnahme gehen, um dein Kind untersuchen zu lassen.

Unabhängig davon, ob es sich um einen Notfall handelt oder nicht, solltest du auch deinen Kinderarzt bezüglich der Atembeschwerden deines Kindes konsultieren, damit er eine Diagnose stellen und die Ursache dafür ermitteln kann.

Wenn dein Kind Beschwerden beim Atmen hat, solltest du ruhig bleiben

Unabhängig von der Ursache für die Dyspnoe deines Kindes ist es sehr wichtig, dass die Eltern oder Betreuungspersonen in dieser Situation Ruhe bewahren. Wenn du gestresst oder aufgeregt bist, führt das dazu, dass dein Kind ebenfalls nervös wird. Und das wiederum kann seine Beschwerden beim Atmen noch weiter verschlimmern.

Vermeide “kontaminierte” Umgebungen

Beschwerden beim Atmen - Rauchen im Auto
Wenn Kleinkinder Tabakrauch und anderen kontaminierten Umgebungen ausgesetzt werden, kann das die Gesundheit ihrer Atemwege beeinträchtigen.

Wenn dein Kind Beschwerden beim Atmen hat, solltest du Bereiche vermeiden, die voller Tabakrauch sind. Du solltest dein Kind umgehend aus dieser Umgebung herausbringen und dafür sorgen, dass es möglichst viel frische Luft bekommt. Denn der Sauerstoff wird ihm dabei helfen, sich wieder besser zu fühlen und sich wieder zu beruhigen, wenn es an einer akuten Atemnot leidet.

Aber ganz unabhängig von der Schwere der Atembeschwerden solltest du grundsätzlich darauf achten, dass Kleinkinder sich nicht in derartigen Umgebungen aufhalten.

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Wenn dein Kind Beschwerden beim Atmen hat, könnte eine Nasenspülung helfen

Eine Kochsalzlösung ist das beste Heilmittel, um Schleimansammlungen aufzulösen. Das wiederum hilft deinem Kind dabei, freier durchzuatmen. Auch bei Babys empfehlen wir dir, dies regelmäßig zu tun. Denn so kannst du verhindern, dass solche Schleimansammlungen entstehen.

Tatsächlich reinigt eine Nasenspülung die Nasengänge und verhindert so, dass sie verstopfen und sich Schleim in ihnen ansammelt. Aus diesem Grund hilft sie dabei, das Auftreten von Atemnot zu verhindern. Wenn dein Kind aber weiterhin Beschwerden beim Atmen hat, solltest du einen Arzt aufsuchen. Denn es könnte sich auch eine andere, ernsthaftere Erkrankung dahinter verbergen.

Lege dein Kind auf den Rücken, wobei dieser leicht erhöht sein sollte

Beschwerden beim Atmen - Kind im Bett
Die richtige Schlafposition sorgt dafür, dass die Atemluft ungehindert einströmen kann. Das wiederum sorgt dafür, dass dein Kind besser atmen kann.

Die Schlafposition deines Kindes ist wichtig, um zu verhindern, dass nächtliche Atembeschwerden auftreten. Daher solltest du dein Kind nicht auf dem Bauch oder in einer völlig waagrechten Position schlafen lassen. Stattdessen erleichtert eine leicht erhöhte Rückenlage den Schleimfluss und somit auch die Atmung des Kindes.

Stelle sicher, dass die Luftfeuchtigkeit in deinem Zuhause hoch genug ist

Die Luftfeuchtigkeit, die in deinem Zuhause herrscht, kann entweder zu einer Verbesserung oder Verschlechterung einer Dyspnoe führen. Wenn du einen Luftbefeuchter hast, solltest du diesen nutzen, um für eine angemessene Luftfeuchtigkeit in deinen Räumen zu sorgen.

Wie du siehst, gibt es sehr unterschiedliche und vielfältige Ursachen für Beschwerden beim Atmen. Daher solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen, wenn die Probleme akut sind oder für längere Zeit andauern. Denn der Kinderarzt kann nach Durchführung der erforderlichen Tests und Untersuchungen die Ursache diagnostizieren und die erforderliche Behandlung einleiten.

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