Harnsäure ausleiten

· 17 März, 2015
Harnsäurekristalle bilden sich durch einen Überschuss an Purinen. Deshalb ist es wichtig, viel Wasser zu trinken und wasserhaltige Nahrungsmittel zu essen, um die überschüssige Harnsäure auszuleiten.

Gicht ist auf erhöhte Harnsäurewerte im Blut zurückzuführen. Diese Erkrankung ist sehr schmerzhaft, deshalb ist es wichtig überschüssige Harnsäure aus dem Körper auzuleiten, damit sich die Kristalle nicht in den Gelenken festsetzen. In diesem Beitrag erfährst du wie.

Viele Personen leiden an Gicht, insbesondere ältere Menschen. Die Überproduktion an Harnsäure gelangt nicht nur ins Blut, sondern setzt sich auch in den Gelenken ab. Ursachen können beispielsweise Nierenbeschwerden oder auch der übermäßige Konsum von Purin sein.

Wie kann man Harnsäure reduzieren?

Die Ernährung ist ausschlaggebend, um die Harnsäure zu reduzieren: Es werden insbesondere entwässernde und purinarme Lebensmittel, wie beispielsweise die Gurke, empfohlen. Diese enthält nur 7,3 mg Purin pro 100 g und ist deshalb ideal, um gegen überhöhte Harnsäurewerte und Gicht vorzubeugen.

Wasser hilft bei der Ausleitung der Harnsäurekristalle, die sich in den Gelenken festsetzen und große Schmerzen bereiten können. Die Betroffenen sollten mindestens zwei Liter Wasser am Tag trinken und zusätzlich stark wasserhaltige Nahrungsmittel konsumieren. Dazu gehören außer der Gurke auch Kürbis, Zucchini und verschiedene Früchte.

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Mögliche Ursachen für erhöhte Harnsäurewerte und Gicht sind:

  • Bluthochdruck
  • Fettleibigkeit
  • Chronische Nierenprobleme
  • Leukämie
  • Psoriasis
  • Blutarmut
  • Genetische Veranlagung
  • Alkoholkonsum

Gicht entsteht dann, wenn der Körper zu viel Eiweiß bestimmter Nahrungsmittel – wie beispielsweise rotem Fleisch – prozessieren muss. Ein Teil wird über den Harn und den Schweiß ausgeschieden, doch es verbleiben immer Reste im Organismus. Zu viel Harnsäure lagert sich Beispielsweise in den Gelenken und im Blut ab.

Die Harnsäurekristalle sind sehr schmerzlich, führen zu Entzündungen, Rötungen und Spannungs- oder Druckgefühlen in bestimmten Zonen, insbesondere am Daumen oder der großen Zehe. Auch an den Knien, Knöcheln, Füßen, Schultern oder Ellenbogen kann es zu Ablagerungen kommen.

Naturmittel gegen Harnsäurekristalle in den Gelenken

Für die Zubereitung dieses Saftes, der bei der Reduzierung der Harnsäurewerte hilft, benötigst du folgende Zutaten:

  • 1 mittelgroße Gurke
  • zwei Selleriestangen
  • 1 Zitronenscheibe
  • 1 Löffel geriebener Ingwer

Alle Zutanten gründlich reinigen, die Gurke und den Sellerie in Stücke schneiden und mit dem Standmixer oder Blender zerkleinern. Danach die Zitronenscheibe und den Ingwer dazugeben und alles zu Saft verarbeiten. Davon wird jeden Tag auf nüchternen Magen ein Glas und im Laufe des Tages ein weiteres Glas getrunken.

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Zusätzlich zu diesem Saft solltest du versuchen, den Konsum von purinhaltigen Lebensmitteln zu reduzieren und auf ausreichend Bewegung zu achten.

Hausmittel gegen erhöhte Harnsäurewerte

Bei erhöhten Harnsäurewerten werden auch folgende Hausmittel empfohlen:

  • 2 Karotten, 1 Mango, 1 Ananas-Scheibe, 30 g Erdbeeren, 1 Gurke und 1 Zitrone zu Saft verarbeiten und am Morgen trinken. Bei starken Beschwerden, kann am Nachmittag ein weiteres Glas davon getrunken werden.
  • 30 g Heidelbeeren in einem Liter Wasser erhitzen und 3 Minuten kochen lassen. Danach abdecken und 10 Minuten ziehen lassen. Sieben und davon drei Gläser täglich trinken.
  • 3 Löffel Rosmarinöl und 3 Löffel Sojaöl mischen und damit die schmerzende Stelle massieren.
  • Drei Mal täglich frischen Tomatensaft trinken (die Tomaten sollten sehr reif sein). Auch in Salaten oder anderen Gerichten werden Tomaten (möglichst roh) empfohlen.

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  • Einen Umschlag aus Natron und etwas Wasser zubereiten und auf die betroffene Stelle auflegen, um die Entzündung und die Schmerzen zu lindern.
  • Zwei Knoblauchzehen zerstoßen und mit einem Löffel Weizenkleie und einem Löffel Apfelessig mischen. Mit dieser Paste einen Umschlag zubereiten und auf die schmerzende Stelle auflegen.
  • Zwei große Kohlblätter pürieren und mit kreisförmigen Massagen zwei bis drei Mal täglich auf der schmerzenden Stelle einmassieren.
  • Eine halbe Zwiebel in einem Liter Wasser drei Minuten lang kochen. Danach 5 Minuten ziehen lassen, sieben und über den Tag verteilt 3 Tassen dieses Aufgusses trinken. Nach Wunsch kannst du dieses Getränk mit Honig süßen.
  • Eine Handvoll Maisbart in einem halben Liter Wasser 10 Minuten lang kochen. Danach sieben und davon 3 Tassen pro Tag trinken.
  • In einem halben Liter Wasser werden drei Petersilzweige, 50 g Kohl und eine halbe Zwiebel 15 Minuten lang gekocht. Danach die Flüssigkeit abgießen und etwas abkühlen lassen. Vor dem Trinken den Saft einer Zitrone dazugeben. Am besten wird dieses Getränk vor dem Mittagessen eingenommen.
  • Zwei Löffel Honlunderbeeren in einem halben Liter Wasser kochen, sieben, abdecken und abkühlen lassen. Diesen Aufguss über den Tag verteilt trinken, nach Bedarf mit etwas Honig süßen.
  • Ein Aloe-Vera-Blatt aufschneiden und das Gel entnehmen. Dieses auf die schmerzenden Stellen auflegen. Du kannst auch direkt die aufgeschnittenen Blätter auf der Gelseite auflegen.