Mit Granatapfelsaft Gicht vorbeugen

· 30 April, 2016
Granatapfelsaft hilft uns nicht nur, den Harnsäurespiegel zu senken, sondern liefert gleichzeitig jede Menge Antioxidantien - und zwar mehr als grüner Tee oder Rotwein

Granatapfelsaft ist schon fast so etwas wie ein Wunderheilmittel bei erhöhtem Harnsäurespiegel. Sein hoher Gehalt an Polyphenolen und anderen Antioxidantien machen ihn zu einer idealen Ergänzung jeder Diät.

Unser Harnsäurespiegel ist nicht gottgegeben, sondern stark von unserer Ernährung abhängig. Deshalb möchten wir dir heute ein paar Vorschläge machen, wie du diesbezüglich durch kleine Anpassungen deiner Routine etwas für deine Gesundheit tun kannst. Und wir erklären auch, wie Granatapfelsaft dabei hilft.

Hast du Lust auf einen erfrischenden Saft?

Alle, die keine Granatäpfel mögen, aber dennoch mit erhöhtem Harnsäurespiegel kämpfen, leiten wir hier direkt um – Blutzucker, Cholesterin und Harnsäure mit Artischocken senken

Granatapfelsaft: Heilmittel bei erhöhtem Harnsäurespiegel und Gicht

Viele Menschen kennen diese interessant aussehende, paradiesisch anmutende Frucht, aber nur wenige konsumieren sie wirklich regelmäßig. Das mag auch daran liegen, dass es etwas aufwendig ist, die Samen des Granatapfels aus diesem zu befreien, um sie zu verzehren.

Aber das Resultat ist den Aufwand wert. So wurde vom Medical Center der Universität von Maryland (Maryland, USA) kürzlich eine Studie veröffentlicht, die bestätigt, dass sich Granatäpfel hervorragend zur Senkung des Harnsäurespiegels eignen, zur unterstützenden Behandlung der Gicht und zur Steigerung der Lebensqualität bei rheumatoider Arthritis.

Schauen wir uns nun im Detail an, was Granatäpfel für unsere Gelenke tun können.

Gelenkschmerz mit Granatapfelsaft behandeln

Sie sind reich an gesunden Säuren

Granatäpfel enthalten vor allen Dingen Apfelsäure und Zitronensäure. Diesen beiden Inhaltsstoffen verdanken wir es, dass der Harnsäurespiegel über den Urin geregelt wird.

Diese Säuren wirken gemeinsam mit den Antioxidantien, die wir über den Granatapfelsaft aufnehmen, darauf hin, unseren Körper von jenen Purinverbindungen zu befreien, die dieser nicht verstoffwechseln und ausscheiden kann.

Wir weisen vorsorglich aber darauf hin, dass eine adäquate medizinische Behandlung notwendig ist, um einen erhöhten Harnsäurespiegel zügig unter Kontrolle zu bekommen. Wenn eine derartige Therapie versäumt wird, kann es neben schweren Gelenkproblemen auch zur Bildung von Nierensteinen kommen.

Die Macht der Antioxidantien des Granatapfels

Im Journal of Agricultural and Food Chemistry wurde vor einiger Zeit eine Studie zum Antioxidantiengehalt der Granatäpfel und dessen Wirkung auf den Harnsäurespiegel veröffentlicht.

Demnach setzt der Granatapfelsaft an der Leber an, genau dort, wo ein Überschuss an Harnsäure bekämpft werden muss. Die im Granatapfelsaft enthaltenen Polyphenole erleichtern der Leber ihre Arbeit und fördern die Ausscheidung der Harnsäure über den Urin.

Granatäpfel enthalten übrigens mehr Antioxidantien als grüner Tee, Rotwein oder Heidelbeeren. In der vorgenannten Studie wird dazu angeführt, dass ein Glas Granatapfelsaft bis zu 20% mehr Radikalfänger liefert als eine Tasse grüner Tee oder ein Glas Rotwein.

Nicht zu vergessen ist, dass die mit dem Granatapfelsaft konsumierten Antioxidantien auch zur Reinigung der Arterien und zur Vermeidung atherosklerotischer Plaques beitragen. Davon profitiert das gesamte Herz-Kreislauf-System.

Granatäpfel bei Gelenkentzündung und verringerter Knochendichte

Wer an einem erhöhtem Harnsäurespiegel leidet, der kämpft oft auch mit rheumatoider Arthritis. Die Symptome beider Zustände sind ähnlich und konzentrieren sich auf Gelenkentzündung und -schmerz. Die Entzündung kann zu Fieber führen, der Schmerz schier unerträglich werden.

Die Antioxidantien, die im Granatapfelsaft stecken, wirken auch entzündungshemmend. Ihre Wirkung auf Gelenke und Knochen ist überaus positiv. Der Rückgang der Arthritis wird spürbar sein.

Auch den Menschen, die ein erhöhtes Risiko auf Osteoporose haben, sollten täglich ein Glas Granatapfelsaft trinken.

Wie muss der Granatapfelsaft konsumiert werden, um den Harnsäurespiegel zu senken?

Um vollständig in den Genuss der Vorzüge des Granatapfelsafts zu gelangen, muss jeden Tag ein Glas dieses heilenden Getränkes getrunken werden.

Es ist wichtig, dass es sich hierbei um naturbelassenen Saft handelt. Wenn möglich frisch hergestellten, aus der aktuellen Saison.

  • Du kannst gesund in den Tag starten und zum Frühstück ein Glas Granatapfelsaft trinken.
  • Wenn du das lieber magst, kannst du auch nach dem Mittagessen ein halbes Glas trinken und die zweite Hälfte nach dem Abendessen.

So hilfst du deiner Leber, mit den anfallenden Purinen fertig zu werden.

Der Leber kann auch noch anderweitig „unter die Arme gegriffen“ werden – Warum sollten wir jeden Abend einen Tee für die Leber trinken?

Übrigens ist es auch eine prima Idee, die Granatapfelsamen in Salaten zu verwenden. So verleihst du deinen Salaten nicht nur eine besondere Note, sondern gestaltest sie auch sehr gesund.

Granatapfel

Und was machen wir, wenn es keine Granatäpfel gibt?

Granatapfelsaison ist von Ende September bis Anfang Januar. Da die Wirkung dieser Früchte davon abhängig ist, dass diese möglichst frisch verarbeitet werden, ist es im übrigen Jahr nicht immer einfach, den Empfehlungen zum Konsum von Granatapfelsaft zu folgen. Aber welche Alternativen haben wir?

Zum Glück gibt es da eine ganze Menge:

  • Einen Esslöffel Apfelessig in ein Glas Wasser geben und das Ganze nach dem Essen trinken.
  • Lauwarmes Zitronenwasser auf nüchternen Magen trinken.
  • Jeden Tag eine Handvoll Kirschen essen.
  • Oder eine Handvoll Erdbeeren.
  • Artischocken mit Zitronensaft konsumieren.
  • Kurkuma einen Platz in deiner Diät verschaffen.
  • Nachmittags eine Tasse grünen Tee trinken.
  • Sellerie und seine Samen sind sehr wirksam bei erhöhtem Harnsäurespiegel.
  • Auch der Verzehr einer Banane pro Tag hilft diesbezüglich.