Ein Esslöffel Honig vor dem Zubettgehen könnte dich besser schlafen lassen

· 18 November, 2015
Die Erhöhung des Insulinspiegels nach dem Verzehr von Honig regt im Gehirn die Produktion von Tryptophan an, aus dem Serotonin gebildet wird, was wiederum den Schlaf fördert

Wir alle durchleben Phasen, die von Erschöpfung und Müdigkeit gekennzeichnet sind, so sehr, dass wir keinen erholsamen Schlaf finden können. Ein so einfaches Mittel wie ein Esslöffel Honig vor dem Zubettgehen kann in solchen Situationen Wunder wirken. Wusstest du das?

Es ist tatsächlich so. Wir empfehlen dennoch, dass du einen Arzt aufsuchst, wenn du unter chronischen Schlafstörungen leidest. Gemeinsam mit dem Arzt können ernsthaftere Ursachen abgeklärt und unter Umständen potentere Therapien eingeleitet werden.

Wenn es sich bei dir allerdings um einen minderschweren Fall handelt, einfach um ein paar Tage, in denen Nervosität und Stress ein Level erreichen, das dich nicht schlafen lässt, dann zögere nicht und probiere dieses Heilmittel aus. Einen Esslöffel Honig vor dem Zubettgeben!

Wir erklären dir in diesem Artikel, warum das so gut wirkt, um die Schlafqualität zu verbessern.

Gründe, warum ein Esslöffel Honig vor dem Zubettgehen hilft, besser zu schlafen

Wenn wir dir nun also sagen, dass du ab heute vor dem Zubettgehen einen Esslöffel zu dir nehmen solltest, das sind übrigens etwa 25 g, dann sagst du vielleicht jetzt schon: „Das ist doch viel zu süß!

Einige Menschen mögen vor dem Zubettgehen nichts Süßes, weil sie Angst haben, davon Magenschmerzen zu bekommen oder gleich gar nicht schlafen zu können. Wir können dir versichern, dass das hier nicht der Fall ist.

Damit es so wirken kann, wie du es dir wünscht, sollten folgende Hinweise beachtet werden:

  • Am besten wir verwenden Bio-Honig, direkt beim Imker gekauft.
  • Viele Honigsorten, die wir in den Supermärkten finden, sind behandelt und weiterverarbeitet, wobei leider viele der ursprünglichen Eigenschaften des Honigs verlorengehen.
  • Es ist wichtig, dieses Heilmittel jeden Abend einzunehmen. Sobald sich unser Körper an die tägliche – abendliche – Dosis gewöhnt, erzielen wir auch die gewünschten Effekte.

Damit du beim Honigkauf nicht auf die Nase fällst: Woran erkennt man, ob er gestreckt ist?

Es unterstützt die Leber in ihrer Funktion

Honig

  • Aus Honig wird in unserem Körper pure Energie. Mit einem Esslöffel versorgen wir unseren Organismus mit einer ausgeglichenen Dosis an Glukose, Vitaminen und Mineralstoffen, die die Gesundheit unserer Leber unterstützen.
  • In der Leber wird Glykogen aufgebaut, ein Kohlehydrat-Energiespeicher, auf den die Leber zurückgreifen kann, um ihre Funktionen auszuüben, den Körper in der Nacht zu entschlacken und zu reinigen.
  • Wir erinnern an dieser Stelle daran, dass sowohl die Leber als auch das lymphatische System hauptsächlich nachts daran arbeiten, den Organismus zu entgiften. Wenn wir das ermöglichen, können wir frisch und ausgeglichen in den nächsten Tag starten!
  • Wenn wir zu Bett gehen, dann ist der Glykogenspeicher des vergangenen Tages nahezu aufgebraucht. Ein kleiner Nachschub vor dem Schlafengehen kommt dann genau richtig und versetzt die Leber in die Lage, ihre Aufgaben korrekt auszuführen. Wir werden es an der Schlafqualität bemerken.

Es hilft unserem Gehirn, Melatonin freizusetzen

Viele Menschen erwerben Melatoninkapseln in der Apotheke, um mit Hilfe dieses Medikaments besser schlafen zu können. Dabei wäre es so einfach, durch den Verzehr eines Esslöffels Honig vor dem Zubettgehen die Freisetzung von Melatonin auf natürliche Weise zu steigern.

Hintergrundinformationen zum Melatonin findest du hier: Melatonin – gut für unsere Gesundheit und unser Gewicht

  • Melatonin hilft uns, die innere Uhr zu stellen und beeinflusst den Schlaf-Wach-Rhythmus.
  • Menschen, die an Schlaflosigkeit leiden, aber auch Personen, die aufgehört haben, zu rauchen, und nun Entzugserscheinungen zeigen, nehmen häufig Melatonin. Auch in diesen Fällen ist Honig eine Alternative, die es lohnt, auszuprobieren.
  • Honig führt zusätzlich zu einem Anstieg des Insulinspiegels, was die Verfügbarkeit von Tryptophan im Gehirn erhöht.
  • Tryptophan wird zum Aufbau von Serotonin gebraucht und dieses wiederum für das Melatonin. Melatonin hemmt die Insulinfreisetzung und in der Nacht erreichen wir so stabile Blutzuckerspiegel, obwohl vor dem Zubettgehen ein Esslöffel Honig konsumiert wurde. Dieser Prozess der negativen Rückkopplung ist sehr effektiv und interessant.
  • Melatonin wird manchmal auch das „Wohlfühlhormon“ genannt. Es hilft uns, die Abwehr zu stärken und Zellen und Gewebe zu regenerieren, während wir schlafen. Denk also heute Abend an deinen Esslöffel Honig, bevor du dich schlafen legst.

Als Zuckerersatz und du wirst den nächtlichen Effekt bemerken

besser-Schlafen

Du wirst den Effekt ganz deutlich spüren. So wie wir das zu Beginn bereits erwähnt haben, kann uns ein Esslöffel Honig vor dem Zubettgehen helfen, Schlaflosigkeit zu vermeiden, wenn diese durch Nervosität und Stress verursacht ist.

Wenn wir uns nun auch noch daran gewöhnen, Tee und Kaffee mit Honig statt mit Zucker zu süßen und zum Frühstück ein Glas Honigwasser zu trinken, dann potenzieren wir die Wirkung zusätzlich.

Pass gut auf, was Honig alles kann:

  • Er ist ein natürliches Antibiotikum.
  • Mit Honig lässt sich der Blutzuckerspiegel stabilisieren.
  • Er hilft, das Immunsystem und die Abwehr zu stärken.
  • Er wirkt gegen metabolischen Stress, weshalb wir seinen Konsum vor allen in Zeiten psychischer sowie körperlicher Belastung empfehlen.
  • Honig beugt der Verstopfung vor.
  • Er hilft überdies unser Gehirn gesund zu erhalten.
  • Auch die Prophylaxe der Osteoporose wird von Honig unterstützt.
  • Allergiesymptome werden gelindert.
  • Honig regt die Produktion von omega-6-Fettsäuren an, die dann unseren Hormonhaushalt regulieren.
  • Er eignet sich prima, um trockene, rissige Lippen sowie Haut zu behandeln. Hast du es schon einmal ausprobiert?
  • Kwakman, P. H. S., & Zaat, S. A. J. (2012). Antibacterial components of honey. IUBMB Life. https://doi.org/10.1002/iub.578
  • Mandal, M. D., & Mandal, S. (2011). Honey: Its medicinal property and antibacterial activity. Asian Pacific Journal of Tropical Biomedicine. https://doi.org/10.1016/S2221-1691(11)60016-6