Effektive Werkzeuge gegen Depression

Manche denken zwar, dass eine Psychotherapie weniger effektiv als Arzneimittel ist, doch um eine Depression zu behandeln, sind oft multidisziplinäre Ansätze notwendig. 

Selbstkontrolle ist grundlegend, um schwierigen Situationen entgegnen zu können. Auch effektive Werkzeuge gegen Depression sind eine sehr wichtige Hilfe, um psychologische Probleme und Widrigkeiten des Lebens zu bewältigen.

Was ist eine Depression?

Wir sprechen von einer psychischen Krankheit, die sich durch Traurigkeit, eine anhaltende gedrückte Stimmung, Schuldgefühle, Interessensverlust und auch verschiedene körperliche Symptome äußern kann. Damit wird der Alltag sehr negativ beeinflusst.

Häufig beginnt die Depression im Jugendalter oder im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Auch Kinder können daran leiden. Es handelt sich keinesfalls um Charakterschwäche. Auch fehlender Affekt, Kindheitstraumata oder Persönlichkeitsstörungen müssen nicht unbedingt zu einer Depression führen.

Die Ursachen für Depressionen können vielseitig sein: Der Verlust einer geliebten Person, das Ende einer Beziehung, schwierige berufliche Situationen, eine Krankheit oder auch Hormonschwankungen können dazu führen.

Statistisch gesehen leiden 30% der Patienten, die eine Grundversorgung benötigen, an depressiven Symptomen, 10% davon an einer starken Depression. Eine von sechs Personen leidet an einer depressiven Störung.

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Symptome einer Depression

Werkzeuge gegen Depression

Müdigkeit, Erschöpfung, Traurigkeit, Reizbarkeit oder Angst können auf eine Depression hinweisen. Betroffene verlieren die Fähigkeit, bestimmte Gefühle wie Freude oder Genuss zu empfinden.

Sie leiden durch Schuldgefühle, Hoffnungslosigkeit, Hilflosigkeit, Einsamkeit und fühlen sich oft auch unnützlich.

Betroffene haben Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen, schlafen meist wenig und können in extremen Fällen auch Selbstmordgedanken haben. Darüber hinaus vernachlässigen sie oft ihre eigene Hygiene oder kümmern sich nicht mehr um Kinder, Familie oder Haustiere.

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Physische Störungen und Depression

Physische Störungen können einen direkten oder indirekten Zusammenhang mit einer Depression haben:

  • Eine Schilddrüsenstörung beeinflusst beispielsweise den Hormonhaushalt, was depressive Symptome auslösen kann.
  • Ein Gehirntumor, Multiple Sklerose, Parkinson, Demenz oder Schlafapnoe können ebenfalls Depressionen zur Folge haben.
  • Auch Tuberkulose, Lungenentzündung und Hepatitis sind mögliche Auslöser.
  • Angst, Alkoholismus oder Schizophrenie können das Risiko für Depressionen erhöhen.

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Mehr als Depression 

Frau braucht Werkzeuge gegen Depression

Die Depression kann stärker werden und sich von einem leichten depressiven Zustand zu einer schweren Depression entwickeln. Anfangs ist die betroffene Person traurig und niedergeschlagen, Tränen stehen ihr kontinuierlich in den Augen. Sie vermeidet Blickkontakt und ist lustlos und uninteressiert.

  • Eine schwere Depression kann zwei Jahre oder länger andauern. Man verliert den Sinn für Humor und ist nicht fähig Spaß zu haben. Betroffene sind schweigsam, pessimistisch und skeptisch.
  • Bei einer prämenstruellen dysphorischen Störung tritt der depressive Zustand nur in den Tagen vor der Menstruation auf. Diese Störung kann schon in jungem Alter auftreten, verschwindet jedoch mit der Menopause.

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Behandlungsmöglichkeiten 

Werkzeuge gegen Depression

Psychotherapie, Arzneimittel und andere Therapien sind die Werkeuge gegen Depression, die einem Arzt zur Verfügung stehen. Meist ist kein Krankenhausaufenthalt notwendig, solange keine Selbstmordgedanken vorhanden sind, es zu einem starken Gewichtsverlust oder zu Herzproblemen kommt.

  • Wenn es sich um eine leichte Depression handelt, können Arztbesuche durch eine Psychotherapie ergänzt werden. Diese kann einzeln oder in einer Gruppe stattfinden, die es ermöglicht, sich allmählich an den Druck und die Anforderungen des Lebens anzupassen.
  • Bei einer mittelmäßigen oder schweren Depression wird die Psychotherapie in Kombination mit Arzneimitteln verwendet. Normalerweise werden moderne Psychopharmaka, heterocyclische Antidepressiva, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) oder Monoaminooxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) eingesetzt.
  • Falls notwendig kann in schweren Fällen eine Elektrokonvulsionstherapie angewendet werden. Dabei werden Elektroden am Kopf angebracht, um mit Stromimpulsen eine kurzzeitige neuronale Übererregung im Gehirn auszulösen. Dafür ist eine Vollnarkose notwendig.
  • Depressionen, die in bestimmten Jahreszeiten entstehen, werden mit einer Lichttherapie behandelt. Betroffene werden mindestens 30 Minuten lang mit Licht therapiert, ohne jedoch direkt auf die Lichtquelle zu blicken.

Werkzeuge gegen Depression

Verschiedene mentale Werkzeuge gegen Depression können ebenfalls sehr hilfreich sein:

  • Es ist sehr wichtig, Aktivitäten nachzugehen, die vor der Depression von Interesse waren oder Spaß machten. So kann die physische und mentale Energie verbessert werden, gleichzeitig können negative Gedanken vertrieben werden.
  • Betroffene müssen versuchen, negative Gedanken in positive umzuwandeln. Wichtig ist auch, das Selbstwertgefühl zu fördern, um eigene Defekte zu akzeptieren und zu nutzen und daraus zu lernen.
  • Auch die Selbstbehauptung muss gelernt werden. Depressive Menschen müssen lernen, ihre eigenen Rechte zu verteidigen.
  • Die Akzeptanz der emotionalen Zustände, auch wenn diese negativ sind, zeigt emotionale Intelligenz. Man muss fähig sein, Ängste, Zorn, Traurigkeit oder Nervosität zu kontrollieren.
  • Ziele motivieren uns und bringen uns im Leben vorwärts. Deshalb sind Anreize wichtig, um eine Depression zu überwinden. Die Verfolgung eines Ziels ist ein wichtiges Werkzeug gegen Depression.
  • Entspannung, um den Körper und den Geist zu beruhigen, ist ebenfalls von größter Wichtigkeit.
  • Auch Meditation kann sehr hilfreich als Werkzeug gegen Depression sein.

Welche Behandlungen und Werkzeuge gegen Depression in jedem Einzelfall am besten sind, muss der behandelnde Arzt entscheiden.

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