Blinddarmentzündung – Symptome, die du kennen solltest

· 23 April, 2015
Um herauszufinden, ob die Schmerzen auf eine Blinddarmentzündung oder nur auf Blähungen zurückzuführen sind, kannst du Druck auf die rechte Darmbeingrube ausüben. Wenn der Schmerz vergeht, handelt es sich um Blähungen.

Es gibt viele Personen, bei denen ein dringender Eingriff wegen Blinddarmentzündung erforderlich ist. Eine Blinddarmentzündung ist ein medizinischer Notfall – deshalb ist es gut, die Symptome zu kennen.

Wie kommt es dazu? Es handelt sich um eine Entzündung des Wurmfortsatzes, der sich am Anfang des Dickdarms befindet. Die Erkrankung betrifft Kinder und Erwachsene gleichermaßen, deshalb laden wir dich heute ein mehr über die Symptome zu erfahren.

Symptome einer Blinddarmentzündung

Blinddarm

1. Die Art des Schmerzes

  • Der Schmerz beginnt in der Regel im Bauchnabel, er breitet sich jedoch allmählich in den rechten unteren Bauchbereich aus, etwas über der Hüfte.
  • Bei Druck in diesem Bereich, spürst du einen intensiven, akuten und unerträglichen Schmerz.
  • Der Magen fühlt sich hart an. Bereits bei leichtem Druck spürt man, dass der Bauch hart und fest ist. Völlegefühl ist auch typisch. In diesem Fall könnte es sich um eine Darmentzündung handeln, möglicherweise eine Entzündung des Wurmfortsatzes, die schwerwiegende Probleme verursachen kann.

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  • Beim Gehen kommt es oft zu einschneidenden, starken Schmerzen in der Hüfte – immer auf der rechten Seite.
  • Die einzige sofortige Linderung entsteht im Liegen, doch die Ruhe ist nur vorübergehend.
  • Auch starke Schmerzen oder Brennen im Bauch beim Husten sind klare Anzeichen für eine Entzündung im Bauchbereich wie beispielsweise Blinddarm.
  • Bei diesen Symptomen kann eine ärztliche Versorgung bzw. ein chirurgischer Eingriff innerhalb von 12 bis 24 Stunden lebenswichtig sein. Dies sollte vor allem bei Kindern berücksichtigt werden. Auch wenn die Symptome nicht eindeutig oder nicht so stark sind, sollten sie dem Arzt mitgeteilt werden.

2. Sekundäre Symptome, die die Bauchschmerzen begleiten

  • Fieber. Wenn die Schmerzen in der rechten Bauchgegend auch nur von geringem Fieber begleitet werden, solltest du sofort einen Arzt aufsuchen!
  • Verstopfung. Blinddarmentzündungen führen immer zu kleinen Magen-Darm-Problemen. Oft kommt es zu Verstopfung. Bei der forcierten Entleerung kann es zu Schmerzen kommen.
  • Appetitlosigkeit. Oft bekommt man ein unangenehmes Völlegefühl. Man fühlt sich sehr schnell satt und gebläht, ohne jedoch an Blähungen zu leiden.
  • Erbrechen, Unwohlsein und Müdigkeit begleiten auch oft andere Symptome bei einer Blinddarmentzündung. Diese Beschwerden treten oft schon vor die Schmerzen unerträglich werden auf – ein schneller Arztbesuch ist deshalb erforderlich!

Wie kommt es zu einer Blinddarmentzündung?

mädchen-blinddarmentzündung

  • Hyperplasie der Lymphfollikel: Der Name ist kompliziert, aber es ist leicht zu verstehen. Die Lymphfollikel haben im Wurmfortsatz wichtige Funktionen, wenn sie sich allerdings entzünden, wachsen und blockieren, führt dies zu Infektionen und Fieber. Das größte Risiko besteht im Alter zwischen 8 und 30 Jahren – deshalb ist in diesem Alter eine Blinddarmentzündung am akutesten.
  • Rückstände: Manchmal sammeln sich in diesem Teil des Darms fäkale Abfälle an. Dadurch wird der Darm behindert, krank und infiziert. Die Flüssigkeitszufuhr wird behindert. Auch bei ständiger Verstopfung ist übrigens die Gefahr für eine Blinddarmentzündung größer. Nach und nach wird der Darm träge, was zu Infektionen, Entzündungen, usw. führt. Auch eine gefährliche Bauchfellentzündung könnte die Folge sein.
  • Entzündungen: Der Wurmfortsatz ist mit Lymphfollikeln ausgekleidet. Manchmal bleiben Bakterien oder Fremdelemente an diesen kleinen Elementen haften und verursachen Krankheiten und Infektionen. Dies ist nicht ungewöhnlich, wenn wir bedenken, dass viele schädliche Bakterien durch unseren Darm wandern.

Eine gute Ernährung kann zur Vorsorge hilfreich sein. Du kannst damit zwar eine Blinddarmentzündung nicht hundertprozentig vermeiden, aber zumindest das Risiko reduzieren.

Falls du an Verstopfung leidest, solltest du diese auf jeden Fall natürlich durch eine Ernährungsumstellung behandeln. Auch die Reinigung des Organismus ist eine empfehlenswerte Vorsorgemaßnahme, die auch die Allgemeingesundheit fördert.

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Viel Flüssigkeit, Ballaststoffe, Gemüse und frisches Obst sowie Probiotika fördern die allgemeine und die Darmgesundheit. Nahrungsmittel wie Kefir oder griechischer Joghurt versorgen den Organismus mit gesunden Bakterien und schützen den Darm.

Auch ein Glas warmes Wasser mit Zitrone auf nüchternen Magen ist sehr empfehlenswert: Damit wird der Körper von Schadstoffen befreit und mit Vitaminen versorgt.