10 Anzeichen dafür, dass dein Darm bakteriell falsch besiedelt ist

Nicht immer ist die Ursache von Verdauungsbeschwerden, dass man „etwas Falsches gegessen“ hat oder ein Magen-Darm Virus. Es gibt auch andere Gründe, warum deine Verdauung ungewohnt anders verläuft. Es könnte sein, dass dein Darm unter einer Fehlbesiedelung von Bakterien leidet. Doch woran erkennt man das?

Unser Darm, ein Mikrokosmos

Der Darm ist der größte Teil unseres Immunsystems. Eine gesunde Darmflora trägt zu einem gesunden Allgemeinzustand wesentlich bei. Im menschlichen Darm „wohnen“ mehr als 10 hoch 14 Mikroorganismen. Das ist eine Eins mit 15 Nullen hinten dran. Ganz schön viel! Nicht jeder Mensch hat dieselbe Darmflora, jeder hat sein eigenes, individuelles „Bauchgeflüster“, bzw. seinen eigenen „Darmflora-Fingerabdruck“, der sich aus ca. 800 bis 1000 verschiedenen Bakterien zusammensetzt. Jede Art Darmbakterium ist auf eine bestimmte Art von Nahrung spezialisiert: Dem einen „schmecken“ nur Fette, dem anderen z.B. nur Eiweiße oder Zucker. Studien haben gezeigt, dass die Darmflora keine große Ausdauer besitzt und schon innerhalb von 24 Stunden auf ein geändertes Essverhalten reagiert.

Darmbakterien

Bakterielle Fehlbesiedlung

Je mehr man sich mit seinem Darm und dessen Funktionen beschäftigt, desto klarer wird, dass man das natürliche „Ökosystem“ unseres Körpers im Darm so wenig wie möglich stören sollte. Ernährungsumstellung, Stress, Präbiotika oder Antibiotika verändern im Alltag unsere Darmflora. Manchmal kann es dabei auch zu einer bakteriellen Fehlbesiedlung, das heißt zu einer Gleichgewichtsstörung der Darmflora (Dysbiose) kommen. Durch die damit verbundene gestörte Verdauung erfolgt auch eine Störung der Aufnahme wichtiger Nahrungsbestandteile (Vitamine, Kohlenhydrate, Aminosäuren und Mineralstoffe). Du solltest eine Dysbiose also möglichst schnell erkennen und beseitigen!

Symptome:

 

Durchfall

Der Durchfall tritt nicht gelegentlich auf, sondern ist chronisch, also regelmäßig. Durch die veränderte Darmflora läuft die Verdauung nicht mehr so, wie sie soll.

Fettstuhl

Fettstuhl ist Ausdruck für eine mangelhafte Verdauung der über die Nahrung aufgenommenen Fette. Der Stuhl enthält einen hohen Anteil von Nahrungsfetten, da diese durch die gestörte Darmflora im Verdauungstrakt nur ungenügend aufgenommen werden. Der Stuhlgang erscheint hell gefärbt, klebrig, voluminös, schaumig und glänzend, mit einem besonders stechenden Geruch. Ab einem Fettverlust von zehn Gramm (= etwa ein Esslöffel) täglich über den Stuhlgang ist laut Definition von Fettstuhl die Rede.

Zwerchfellhochstand

Ein Zwerchfellhochstand kann einseitig oder beidseitig auftreten. Dabei wölbt sich das Zwerchfell nach oben in Richtung Oberkörper. Meist fällt es einem selbst gar nicht auf. Oft sucht der Betroffene den Arzt aufgrund der durch die Zwerchfellwölbung verursachten Symptome wie Kurzatmigkeit oder Blähungen auf.

Bauchweh (2)

Völlegefühl, Aufstoßen

Das Völlegefühl setzt meist recht kurz nach der Mahlzeit ein, unabhängig davon, ob die Menge der Mahlzeit sättigend war oder nicht. Oft kommt es in diesem Zusammenhang auch zu unangenehmem Aufstoßen.

Blähungen

Dein Bauch ist ständig gebläht, du leidest unter deinem „Blähbauch“ mit allen sich daraus ergebenen Folgen.

Zucker

Disaccharidintoleranz

Langes Wort. Die Disaccharidintoleranz beschreibt eine Störung deiner Verdauung, bei der du Zweifachzucker nicht mehr verträgst. Zweifachzucker kommen in vielen gängigen Lebensmitteln vor, zum Beispiel in der Milch. Die sich darin befindende Laktose ist ein Zweifachzucker, der dann durch die Fehlbesiedelung deines Darms nicht mehr richtig verdaut werden kann. Ein gängiger Zweifachzucker ist ebenfalls unser „Haushaltszucker“, der aus Rüben oder Zuckerrohr hergestellt wird. Treten Verdauungsbeschwerden nach dem Genuss von gezuckerten Lebensmitteln oder Milch auf, könnte eine Disaccharidintoleranz vorliegen.

Schwindel

Schwächegefühl

Du fühlst dich „unterzuckrig“, geschwächt, manchmal zittrig und alles andere als fit. Es können Blutdruckschwankungen auftreten, große Müdigkeit, Schwindelanfälle und mehr. Man fühlt sich insgesamt sehr „wacklig auf den Beinen“. Dem Körper fehlen durch die gestörte Verdauung wichtige Nährstoffe.

Koordinationsstörungen

Koordinationsstörungen sind alle Situationen, in denen du deine Bewegungen nicht mehr richtig koordinieren kannst. Bei den Koordinationsstörungen können ruckartige Bewegungen auftreten, auch Krämpfe und Verspannungen sind möglich. Auch unwillkürliches Zittern ist ein Anzeichen dafür.

Erhöhte Infektanfälligkeit

Das Immunsystem Darm ist bei einer bakteriellen Fehlbesiedlung geschwächt, man wird dadurch anfälliger für Infektionen und Allergien.

Bauchwehh

Verstopfung

Je nach Art des sich „falsch“ eingesiegelten Bakteriums können Durchfälle, aber auch Verstopfung auftreten. Die Darmflora ist gestört, die Verdauung kann nicht mehr normal ablaufen und es kann zu Verstopfung kommen.

Diagnose

Zur eindeutigen Diagnose musst du unbedingt zum Arzt gehen. Er wird, unter anderem mit einer Stuhlprobe, die Diagnose stellen. Vielleicht steckt ja auch etwas ganz anderes hinter deinen Beschwerden?

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