5 Tipps gegen eine hyperaktive Blase

· 5 Februar, 2018
Eine ausgewogene Ernährung, die viel Obst und Gemüse enthalten sollte, sowie die Reduzierung von Fett und Kalorien sind wichtig, um Entzündungsprozesse zu lindern, die einen negativen Einfluss auf die hyperaktive Blase haben. 

Eine hyperaktive Blase, auch bekannt als überaktive Blase oder Reizblase, ist eine funktionelle Störung dieses Organs, bei der es zur plötzlichen und unfreiwilligen Kontraktion der Blasenmuskulatur kommt, was wiederum zu einem unkontrollierbaren Harnabgang führen kann.

Es handelt sich um ein sehr unangnehmes Phänomen, denn Betroffene leiden nicht nur an vermehrtem Harndrang, sondern häufig auch an Harninkontinenz.

Zu den häufigsten Ursachen zählen eine zu große Flüssigkeitsaufnahme sowie Stress. Doch auch Nervosität, neurologische Probleme oder die Schwächung des Beckenbodens können dafür verantwortlich sein.

Das Krankheitsbild kann sich bei jeder Person unterschiedlich entwickeln, wichtig ist jedoch, von Anfang an die richtigen Maßnahmen zu treffen, damit die Beschwerden nicht chronisch werden.

Wenn keine entsprechende Behandlung erfolgt, kann eine hyperaktive Blase zu einem Verlust der Harnkontrolle führen und in eine starke Harninkontinenz ausarten.

Verschiedene Behandlungen können jedoch sehr hilfreich sein, um die Kontrolle auf natürliche Weise zurückzuerlangen, bevor man drastischere Maßnahmen ergreift.

Anschließend findest du 5 nützliche Tipps, die du einfach in die Praxis umsetzen kannst. Lies weiter, um mehr darüber zu erfahren.

1. Beckenboden stärken

Übungen gegen eine hyperaktive Blase

Übungen zur Stärkung der Muskulatur des Beckenbodens zählen zu den effektivsten Methoden gegen eine hyperaktive Blase.

Eine Beckenbodenschwäche kann aus verschiedensten Gründen erfolgen, sehr häufig kommt es dazu während einer Schwangerschaft. Durch zunehmendes Alter kommt es zum Verlust von Kollagen und Elastin, was nicht nur die Haut, sondern auch die Muskeln schlaff und weniger elastisch macht.

Doch durch das richtige Beckenbodentraining kann die Muskulatur gestärkt werden, was die Kontrolle erleichtert. Damit kannst du Harninkontinenz vorbeugen und auch dein sexuelles Leben verbessern!

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Empfehlungen

  • Nimm dir täglich 10 bis 15 Minuten Zeit, um Kegel-Übungen zum Beckenbodentraining durchzuführen.
  • Darüber hinaus empfiehlt es sich, Übungen wie Brücke und Plank in die tägliche Routine aufzunehmen. Hier findest du entsprechende Tipps: „Plank“: eine einfache Übung, die den gesamten Körper stählt
  • Während der Übungen solltest du deine Beckenmuskulatur bewusst zusammenziehen und danach entspannen.

2. Bessere Ernährung gegen eine hyperaktive Blase

Du glaubst, dass kein Zusammenhang zwischen Ernährung und einer überaktiven Blase besteht? Die entsprechende Ernährung ist grundlegend, um das Problem unter Kontrolle zu bringen! 

Du solltest Fett und Kalorien reduzieren, um Entzündungsprozesse zu lindern, die das Leiden verschlimmern.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, bestimmte Nahrungsmittel einzuschränken, die die Blase zusätzlich schwächen können.

Empfehlungen

  • Baue mehr Obst und Gemüse in deine Ernährung ein, um deinen Körper mit Antioxidantien zu versorgen.
  • Reduziere den Konsum von Zitrussäften.
  • Du solltest auch den Konsum von Kaffee und koffeinhaltigen Getränken einschränken.
  • Vermeide industriell verarbeitete Gerichte und Süßwaren.
  • Verzichte auf Alkohol und kohlensäurehaltige Softdrinks.
  • Reduziere den Konsum von Milchprodukten.

3. Kontrolliere den Flüssigkeitskonsum

Wasser gegen eine hyperaktive Blase

Im Allgemeinen empfiehlt es sich, täglich 6 bis 8 Gläser Wasser zu trinken, um eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu garantieren.

Wenn du jedoch an einer hyperaktiven Blase leidest, solltest du den Flüssigkeitskonsum reduzieren, um das Problem besser kontrollieren zu können. 

Natürlich benötigst du Wasser, doch während du deine Blase und die Beckenmuskulatur wieder aufbaust und stärkst, solltest du die Flüssigkeitszufuhr etwas einschränken, um die Harnproduktion zu regulieren.

Empfehlungen

  • Trinke nicht zu viel Wasser oder andere Getränke.
  • Versorge deinen Körper mit Flüssigkeit, wenn du zu Hause oder an einem Ort bist, an dem es dir möglich ist, eine Toilette aufzusuchen, falls es zum Harndrang kommt.

4. Toilettenbesuch programmieren

Den Harndrang zurückzuhalten ist unangenehm und kann unter normalen Umständen schädlich sein. Doch bei Patienten mit einer hyperaktiven Blase lohnt sich ein Training, bei dem Toilettenbesuche zu bestimmten Zeiten programmiert werden.

Du solltest deine Blase so trainieren, dass sie trotz Harndrang noch kurz aushält, bis sie von dir bewusst entleert wird. Programmiere die Toilettenbesuche, damit sich deine Blase daran gewöhnen kann. 

Du hast so die Kontrolle selbst in der Hand und kannst unfreiwillige Kontraktionen und Harnabgänge besser in den Griff bekommen.

Empfehlungen

  • Sobald du den Harndrang verspürst, versuche, 3 bis 5 Minuten auszuhalten, bevor du auf die Toilette gehst.
  • Wenn du dies immer schaffst, kannst du die Zeit noch ein bisschen weiter ausdehnen und so die Anzahl der Toilettenbesuche reduzieren.

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5. Verzichte auf Tabak

eine hyperaktive Blase erfordert den Verzicht auf Tabak

Patienten mit hyperaktiver Blase sollten wissen, dass der Verzicht auf Tabak grundlegend ist, um dieses Problem unter Kontrolle zu bringen.

Die in Zigaretten enthaltenen Schadstoffe schwächen die Muskeln und führen zu Entzündungen und Muskelkontraktionen. Dies wirkt sich auf den gesamten Körper negativ aus, auch auf die Gesundheit der Blase.

Empfehlungen

  • Höre auf zu rauchen!
  • Reduziere den Tabakkonsum allmählich, bis du es schaffst, ganz darauf zu verzichten. Lasse dir dabei helfen, um erfolgreich zu sein.
  • Trinke beruhigende Kräutertees und achte auf eine gesunde Ernährung, um das Abstinenzsyndrom besser zu kontrollieren.

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Du leidest an einer hyperaktiven Blase? Wenn du die Diagnose bereits hast oder befürchtest, dass du diese Beschwerde haben könntest, setze die hier genannten Empfehlungen täglich in die Praxis um!

Dein Arzt kann dich beraten und dir nützliche Tipps geben, es liegt an dir selbst, diese umzusetzen, um die Beschwerden zu lindern!