Das Heilkraut Mate – der natürliche Feind der Migräne

· 26 August, 2014
Der übermäßige Konsum von Koffein fördert Migräne. Mate-Tee erweitert die Blutgefäße, folglich wird die Durchblutung gefördert und Druck reduziert.

Experten der Alternativmedizin empfehlen Mate bei starken Kopfschmerzen und insbesondere bei Migräne.

Die Mate kommt aus Südamerika und wird auch als Tee der Jesuiten bezeichnet. Die Pflanze besteht aus Alkaloiden, welche mit Koffein verwandt sind, und ebenfalls einen stimulierenden Effekt haben.

Aufgrund ihrer chemischen Struktur sind die Effekte allerdings nicht so stark wie bei Kaffee.

Die wirksamsten Inhaltsstoffen sind: Koffein, ätherisches Öl, Gerbsäure, Theobromin, Chlorophyll, Vanillin, Vitamine A, B1, B2, C, Mineralstoffe, Flavonoide, Chlorogensäure, Saponine, Caffeoyl-Chinasäuren, Inositol sowie Trigonellin.

Mate wird bereits seit vielen Jahren als wirkungsvolles Getränk mit energiefördernden Eigenschaften und als traditionelles Mittel für den Gewichtsverlust eingesetzt. Diese Pflanze hilft auch bei Konzentrationsproblemen, Depressionen, Kopfschmerzen und insbesondere bei Migräne.

Kann deine Energie steigern

Mit 85 mg Koffein pro Tasse enthält Mate weniger Koffein als Kaffee, aber mehr als eine Tasse Tee.

Wie bei allen anderen koffeinhaltigen Lebensmitteln oder Getränken kann sie daher zu einer Erhöhung der Energie und zu weniger Müdigkeit führen.

Koffein kann sich auch auf bestimmte Signalmoleküle in deinem Gehirn auswirken, was für deinen mentalen Fokus besonders vorteilhaft ist.

Mehrere Studien zeigten eine verbesserte Aufmerksamkeit, und Reaktionszeit bei Teilnehmern, die eine Einzeldosis mit 37,5 bis 450 mg Koffein konsumierten.

Darüber hinaus berichten diejenigen, die regelmäßig Mate konsumieren, dass ihre Wachsamkeit erhöht wird – jedoch ohne die nervösen Nebenwirkungen wie bei Kaffee.

Dies ist jedoch noch nicht wissenschaftlich belegt.

Mate bringt Erleichterung bei Migräne!

Forscher glauben, dass Mate gegen Migräne wirkt, da sie hohe Anteile an Alkaloiden wie Koffein, Theobromin und Theophyllin beinhaltet, die von einer Substanz namens Xanthan reduziert werden.

Experten empfehlen die Einnahme von 200 mg Alkaloiden pro Tag, um  Migräneanfällen vorzubeugen.

Andere Forscher glauben, dass das Koffein oder Matein aus der Mate die Fähigkeit hat, Schmerzen zu regulieren, da sich die Substanz mit dem Adenosin der Nervenzellen verbindet.

Adenosin, ein Neurotransmitter, hat die Fähigkeit, die Blutgefäße im Nacken- sowie Kopfbereich zu erweitern, was zu einem stärken Blutfluss führt. So kann der große Druck, der oft die Ursache von Kopfschmerzen ist, verhindert werden.

Mate-Tee

Man sollte allerdings nicht vergessen, dass das Trinken von zu vielen koffeinhaltigen Getränken auch gegenteilige Ergebnisse bewirken und somit zu starken Kopfschmerzen führen kann.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Gloria Arbonés

  • Fernandes, E. S., de Oliveira Machado, M., Becker, A. M., de Andrade, F., Maraschin, M., & da Silva, E. L. (2012). Yerba mate (Ilex paraguariensis) enhances the gene modulation and activity of paraoxonase-2: In vitro and in vivo studies. Nutrition. https://doi.org/10.1016/j.nut.2012.04.011
  • Lima, N. D. S., Franco, J. G., Peixoto-Silva, N., Maia, L. A., Kaezer, A., Felzenszwalb, I., … Lisboa, P. C. (2014). Ilex paraguariensis (yerba mate) improves endocrine and metabolic disorders in obese rats primed by early weaning. European Journal of Nutrition. https://doi.org/10.1007/s00394-013-0500-3