Zehn Auslöser für Migräne

· 28 Juni, 2014
Übertriebene sensorische Reize, wie schrilles Licht, Geräusche oder starke Gerüche, können Migräne auslösen. Auch Wetterumschwünge können dafür verantwortlich sein.

Es gibt viele Menschen, die an Migräne leiden, dabei handelt es sich nicht um typische Kopfschmerzen. Erfahre mehr über die zehn häufigsten Auslöser für Migräne, um diesem Leiden vorzubeugen.

Bei einem Migräneanfall leiden die Betroffenen oft unter starken pochenden, pulsierenden Schmerzen, begleitet von Licht- und Geräuschempfindlichkeit, Übelkeit und Erbrechen.

Die Betroffenen empfinden das Auftreten von Migräneanfällen oft als willkürlich. Doch es gibt  Strategien, die dir helfen können, mögliche Auslöser zu identifizieren.

Obwohl nicht immer klar ist, warum oder in welchen Situationen es zu Migräne kommt, empfehlen viele Ärzte ein Kopfschmerztagebuch, um eventuellen Auslösern aus dem Weg zu gehen.

Die Ursachen und Auslöser für Migräne sind bei jedem unterschiedlich, sie können sogar von Tag zu Tag variieren. Su solltest versuchen, die persönlichen Auslöser herauszufinden. So kannst du ihn  kontrollieren und zusätzlich einen gesunden Lebensstil führen.

Dazu zählen eine ausgewogene Ernährung, regelmäßiger Sport und Vermeidung von Stress. Im Folgenden listen wir die zehn häufigsten Auslöser für Migräne auf.

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Veränderte Schlafgewohnheiten

Migränepatienten benötigen einen normalen Tagesablauf mit wiederkehrenden Routinen. Dies schließt natürlich den Schlafrhythmus mit ein, denn wenn wir wenig schlafen oder unter Jet-Lag leiden, kann es zu Migräneatacken kommen.

Im Idealfall solltest du daher immer zur gleichen Zeit aufstehen, auch samstags oder sonntags.

Das mag hart klingen, aber es lohnt sich. Du kannst dadurch nicht nur Kopfschmerzen vorbeugen, sondern unterstützt auch einen gesunden Schlaf.

Wenn du deine innere Uhr am Ende jeder Woche veränderst, zwingst du deinen Körper zu einer Umstellung. Das kann nicht nur Schlafprobleme sondern auch zukünftige Gesundheitsprobleme mit sich bringen.

Ruhe nach dem Stress

Stress

Es ist logisch, dass Stress bei vielen Menschen einer der Auslöser für Migräne ist, aber in Wahrheit ist der Zeitraum nach der Stressphase am kritischsten.

Die Stressreaktion des Körpers führt zu einer Erhöhung diverser Chemikalien im Körper, sobald wir uns beruhigen kommt es zu einer Normalisierung.

Diese chemischen Veränderungen lösen den Migräneanfall aus. Dies erklärt, warum ein solcher Anfall am ersten Tag des Urlaubs auftreten kann. Aber auch einen Tag nach dem Verlassen eines stressigen Jobs oder zu Beginn der Flitterwochen.

Regen

Auch wenn es keine eindeutigen Studien gibt, die Migräne mit dem Wetter in Zusammenhang bringen, berichten viele Patienten dass sie öfter an Migräne leiden, wenn es regnet.

Da wir das Wetter nicht kontrollieren können, solltest du besonders an Regentagen darauf achten,  zusätzliche Auslöser fern zu halten.

Östrogenschwankungen

Schwangerschaft

Östrogenschwankungen aufgrund der Menstruation, oder wegen Verhütungspillen,  Schwangerschaft, Postpartum, Wechseljahre etc., können zu Migräne führen. Die Schwankungen können dich zusätzlich für andere Migräneauslöser empfindlicher machen.

Parfüm

Ein starker Duft ist für Menschen, die an Migräne leiden mehr als nur unangenehm und kann bereits einen Anfall auslösen. Starke Sinnesreize wie helle Lichter (inklusive Sonne, Computerbildschirm oder die Helligkeit der Kinoleinwand) können Auslöser sein.

Auch starke Gerüche (wie Parfüm oder Zigarettenrauch) sowie laute Geräusche können Auslöser für Kopfschmerzen sein.

Lebensmittel

Essen

Lebensmittel die Thiamin (Rotwein, gereifte Käsesorten, bestimmte verarbeitete Fleischsorten, Schweinefleisch u.a.) oder Tannine (Rotwein, Tee, Kaffee und Apfelsaft) enthalten können einen Migräneanfall auslösen. 

Weitere Zusätze in Lebensmitteln wie Mononatriumglutamat, Aspartam und Nitrite können ebenfalls für Kopfschmerzen verantwortlich sein. Diese Daten beruhen zumeist nur auf Erfahrungen und nicht auf Forschungsergebnissen.

Dies kann gerade bei Menschen, die an Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit leiden, einen Anfall auslösen. Es ist daher sinnvoll, ein Ernährungstagebuch zu führen, um verdächtige Lebensmittel zu identifizieren.

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Kaffee trinken oder darauf verzichten?

Kaffee hat eine zweischneidige Wirkung: Zu viel Koffein kann Kopfschmerzen auslösen, aber bei denen, die viel Kaffee konsumieren, kann zu wenig ebenfalls zur Migräne führen.

Dies erklärt auch den „Wochenendkopfschmerz“. Wenn du im Büro viel Kaffee trinkst und am Wochenende darauf verzichtest, kann dies zu Kopfschmerzen führen.

 Alkohol

Bier

Der Körper wandelt Alkohol in Acetat um, welches einen Migräneanfall auslösen kann. Um dem Schmerz vorzubeugen, solltest du nur mäßig trinken, und dabei auch etwas essen.

Auch wenn alle alkoholischen Getränke Migräne verursachen können, sind dunkle Sorten, wie Tequila, Whiskey und Rotwein besonders gefährlich. 

Körperliche Betätigung kann ein Auslöser für Migräne sein

Körperliche Betätigung kann zu Kopfschmerzen führen. Auch wenn der genaue Zusammenhang zwischen Sport und Migräne noch nicht vollständig erforscht ist. Eine chemische Anpassung im Gehirn während der körperlichen Ertüchtigung könnte der Grund sein.

Das kann besonders bei Anfängern zu Kopfschmerzen führen. In diesem Fall ist es wichtig, kontinuierlich zu trainieren.

Aufs Mittagessen verzichten

Mittagessen

Und wieder einmal ist auch hier die tägliche Routine äußerst wichtig für Migränepatienten. Das Überspringen einer Mahlzeit, aber auch das Fasten können zu einem Migräneanfall führen. 

Wir wissen nicht genau warum, aber dies könnte mit einem zu niedrigen Blutzuckerspiegel zusammenhängen. Auf jeden Fall ist es sehr wichtig, regelmäßig zu essen, um einen Migräneanfall zu vermeiden.