Warum ist Industriegebäck ungesund?

Industriegebäck ist ungesund, weil es aufgrund seines hohen Gehalts an Kalorien, Transfetten und Zucker gesundheitliche Probleme verursachen kann. Erfahre mehr hier mehr zum Thema.
Warum ist Industriegebäck ungesund?
Marta Guzmán

Geschrieben und geprüft von der Ernährungsberaterin Marta Guzmán.

Letzte Aktualisierung: 25. Mai 2022

Industriegebäck ist wegen seines unwiderstehlich süßen Geschmacks verlockend, aber wir wissen, dass es nicht gut für die Gesundheit ist. Willst du wissen, warum Industriegebäck ungesund ist? Dann lies weiter!

Warum ist Industriegebäck ungesund?

Was versteht man unter Industriegebäck? Zu dieser Produktgruppe gehören alle industriell hergestellten Backwaren, wie Kuchen, Kekse oder Kleingebäck. Diese Produkte haben verschiedene Gemeinsamkeiten:

  • Sie enthalten viele Kalorien,
  • raffiniertes Mehl,
  • Pflanzenöle von schlechter Qualität,
  • Transfette und
  • viel Zucker.

Schauen wir uns an, welche Zutaten Industriegebäck hat und welche Gefahren diese mit sich bringen.

Industriegebäck ist sehr kalorienreich

Industriegebäck zeichnet sich durch einen hohen Kaloriengehalt aus. 100 Gramm haben durchschnittlich 450 kcal, was dem Verzehr von 600 Gramm Kartoffeln oder 16.000 Gramm grünen Bohnen entspricht. Um diese Kalorien wieder zu verbrennen, musst du eine Stunde lang laufen. Diese Menge an Kilokalorien entspricht 30 % der Gesamtkalorien, die eine Person an einem Tag zu sich nehmen sollte.

Kalorien aus industriell gefertigten Backwaren, die keine Nährstoffe liefern, nennt man auch leere Kalorien. Sie enthalten kein hochwertiges Eiweiß, keine gesunden Fette, keine Ballaststoffe und keine Mikronährstoffe. Allerdings enthalten sie viel Salz und Zucker.

Industriell gefertigte Backwaren enthalten hydrierte oder Transfette

Hydrierte oder Transfette werden durch einen chemischen Prozess erzeugt, der für die Lebensmittelindustrie viele Vorteile hat: vor allem die Kosten, da sie billiger sind.

Die Industrie führt bestimmten Inhaltsstoffen, die von Natur aus flüssiges Fett enthalten, wie beispielsweise Öle, bei sehr hohen Temperaturen Wasserstoff zu, sodass diese in Feststoffe umgewandelt werden.

Dadurch halten diese Lebensmittel viel länger, sind appetitlicher und einfacher in der Verarbeitung. Schon der Verzehr von nur 5 Gramm Transfett gilt als gesundheitsschädlich.

Industriegebäck

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Industriegebäck enthält sehr viel Zucker

Laut der WHO sollte Zucker nicht mehr als 5% der täglichen Nahrung ausmachen. Das sind etwa 7 Würfelzucker, oder 30 Gramm, für Erwachsene und etwa 4 Würfelzucker, oder 19 Gramm, für Kinder. Wenn man zum Beispiel nur vier Schokoladenkekse isst, die etwa 34 Gramm Zucker enthalten, was 8,5 Würfel entspricht, überschreitet man bereits das Tageslimit.

Raffinierter Zucker und Einfachzucker wie Saccharose, Glukose oder Invertzucker führen zu einem beträchtlichen Anstieg des Blutzuckerspiegels und damit zu einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes.

Hoher Salzgehalt

Der Gehalt an Vitaminen und Antioxidantien ist in diesen Produkten praktisch gleich Null, was die Produktion von freien Radikalen fördert. Der Anteil an Mineralien ist sehr gering, meist ist nur Natrium vorhanden, das jedoch reichlich. Der übermäßige Salzkonsum kann hohen Blutdruck verursachen.

Industrielle Backwaren enthalten Weißmehl

Weißmehl wird einem industriellen Prozess unterzogen, bei dem die Kleie und der Keim und damit auch die wichtigsten Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe entfernt werden. Dadurch wird es sehr fein, ist einfacher verdaubar und gibt den Backwaren eine sehr feine Textur.

Sie enthalten Pflanzenöle von schlechter Qualität

Einer der Gründe, warum Industriegebäck so ungesund ist, ist der Gehalt an minderwertigen Pflanzenölen. Diese Öle sind raffinierte Öle, aus denen, wie beim Mehl, Vitamine und Mineralien entzogen werden.

Ihre Herstellung besteht aus einem industriellen Prozess, bei dem sehr hohe Temperaturen die Oxidation von Fetten und chemischen Produkten bewirken. Diese Ölsorte verstärkt den Geschmack der Lebensmittel, macht sie wohlschmeckend und senkt die Produktionskosten. Daher ersetzen sie andere Qualitätsöle wie Olivenöl.

Olivenöl

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Industriegebäck kann gesundheitliche Probleme verursachen

Aufgrund der enthaltenen Zutaten schadet das Industriegebäck der Gesundheit ganz erheblich. Es kann folgende Probleme verursachen:

Es macht süchtig

Die Verarbeitung eines Produktes und die Kombination an Fetten und Zucker machen Lust darauf, mehr zu essen und nie satt zu werden, wie eine in PlosOne veröffentlichte Studie zeigt.

Außerdem reduziert der Zucker den Stress in unserem Organismus, indem er den Cortisolspiegel im Blut senkt. Wenn man gestresst ist, greift man zum Industriegebäck und kann abhängig werden.

Das Industriegebäck ist ungesund, weil es Fettleibigkeit und Diabetes verursacht.

Aufgrund seines hohen Kalorienanteils und der restlichen Zutaten nimmt man an Gewicht zu. Außerdem, wie zuvor schon erwähnt, isst man problemlos mehr, als man sollte, da man nicht satt wird, sondern mehr Appetit darauf bekommt.

Da diese Produkte eine hohe glykämische Belastung haben, ist beim Verzehr von Industriegebäck die Wahrscheinlichkeit höher, an Diabetes Typ 2 zu erkranken.

Industrielle Backwaren erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Der Verzehr von Transfetten, raffinierten Ölen und Salz erhöht das Risiko für Bluthochdruck und Cholesterin, was zu einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen führt. Diese Zusammensetzungen tragen zur Oxidation der Low Density Lipoproteine, zur Entzündung und zur Erhöhung der Triglyceride im Blut bei.

Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass uns Industriegebäck keinen Nutzen bringt. Also eliminiere oder reduziere den Verzehr dieser Produkte so weit wie möglich und entscheide dich für die Herstellung gesunder hausgemachter Süßwaren.

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