Vier Arten von Kopfschmerz und ihre Behandlung

8 Mai, 2019
Jeder kennt sie, jeder hatte sie schon mal: Kopfschmerzen. Aber sie sind nicht immer gleich und variieren in ihrer Intensität. In diesem Artikel stellen wir dir daher vier Arten von Kopfschmerz vor, die sich alle ganz unterschiedlich behandeln lassen.

Jeder kennt sie, jeder hatte sie schon mal: Kopfschmerzen. Aber sie sind nicht immer gleich und variieren in ihrer Intensität. In diesem Artikel stellen wir dir daher vier Arten von Kopfschmerz vor, die sich alle ganz unterschiedlich behandeln lassen.

Welche Behandlungsmethode in welchem Fall effektiv ist, hängt in erster Linie von einer richtigen Diagnose und bestimmten Gewohnheiten ab, die der Patient befolgen kann, um die Häufigkeit der Beschwerden zu reduzieren.

Können diese vier Arten von Kopfschmerz unterschieden werden, fällt es leichter, ihn auch entsprechend einzuordnen. Nachfolgend gehen wir auf die einzelnen Typen im Detail ein.

Vier Arten von Kopfschmerz

1. Migräne

Migräne

Migräne ist eine der vier Formen des Kopfschmerzes, die Personen, die an ihr leiden, oftmals stark beeinträchtigt. Sie ist vererbbar, was bedeutet, dass sich das Leiden höchstwahrscheinlich auf ein weiteres Familienmitglied zurückführen lässt.

Dieser Typus ist der am weitesten verbreitete, gefolgt vom Spannungskopfschmerz, wie Yusta Izquierdo et al. in ihrem Artikel „Cefalea (II). Migraña“ anmerken. Zu den Charakteristika gehören:

  • Der Schmerz tritt an einer Stelle des Kopfes auf und dauert drei Tage an.
  • Er macht sich durch Pulsieren bemerkbar und nimmt bei bestimmten Bewegungen zu, beispielsweise beim Bücken oder Aufstehen.
  • Üblich sind ebenfalls Übelkeit sowie Erbrechen.
  • Es kommt zu einer extremen Licht- und Lärmempfindlichkeit, weshalb Schlaf, Dunkelheit und Ruhe Abhilfe schaffen.

Migräne kann aufgrund von Menstruationsbeschwerden, Stress, bestimmten Lebensmitteln und Medikamenten oder Klimaveränderungen entstehen.

Da es sich hierbei um keine Krankheit handelt, die geheilt werden kann, bedarf es einer angemessenen Behandlung, körperlicher Betätigung und der Verringerung von Stress.

2. Spannungskopfschmerz

Diese zweite Form wird auch als primärer Kopfschmerz bezeichnet. Im Gegensatz zur Migräne tritt er für gewöhnlich am Hinterkopf, im Nackenbereich oder an der Stirn auf. Die Intensität ist eher moderat; es kommt weder zu Übelkeit noch zu Erbrechen.

Die Beschwerden sind weniger beeinträchtigend, da der Patient seinen Alltag in der Regel ganz normal bewältigen und einschließlich Sport treiben kann. Jedoch treten sie häufiger auf und dauern ein bis sieben Tage.

Die Ursachen für Spannungskopfschmerzen werden mit übermäßigem Konsum nicht verschreibungspflichtiger Medikamente in Zusammenhang gebracht.

Aber auch Stress, Koffeinabstinenz oder Zähneknirschen können ein Grund sein. In vielen Fällen lindert die Einnahme von Ibuprofen die Beschwerden wesentlich.

Wissenswert: 4 Tipps, die gegen Zähneknirschen helfen könnten

3. Chronischer Kopfschmerz

Chronischer Kopfschmerz

Wie auch der Spannungskopfschmerz sind oftmals eine unkontrollierte Einnahme von Arzneimitteln, die nicht auf Rezept erhältlich sind, der Auslöser für diese Art von primären Kopfschmerzen.

Der einzige Unterschied besteht darin, dass der hier genannte Typus fast täglich auftritt: Die betroffene Person leidet im Schnitt 15 Tage pro Monat an den Beschwerden.

Daher ist es empfehlenswert, die Einnahme der Medikamente zu unterbrechen und eine Behandlung mit Antidepressiva sowie Muskelrelaxantien einzuleiten.

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4. Clusterkopfschmerz

Die letzte der vier Arten von Kopfschmerz ist der sogenannte Clusterkopfschmerz. Auch wenn einige seiner Symptome mit Migräne verwechselt werden, unterscheiden sich diese:

  • Unerträglicher Schmerz im Bereich des Auges und auf einer Seite des Kopfes
  • Verstopfte und gelegentlich laufende Nase, ausgehend von dem Bereich, dem der Schmerz entspringt
  • Hängendes Augenlid und Schwellung im Bereich des betroffenen Auges
  • Blasse Haut oder Rötung

Der Clusterkopfschmerz dauert normalerweise nur wenige Minuten, aber tritt über den Tag verteilt in verschiedenen Episoden auf. In der Regel macht er sich am Abend bemerkbar. Der Ausbruch der Beschwerden hält für gewöhnlich mehrere Wochen an.

Wie im Falle der vorigen Formen ist hier ebenfalls eine spezielle Behandlung gefragt, um die Ausbrüche unter Kontrolle zu halten. Jedoch lassen sich die Schmerzen oftmals mit Ibuprofen oder Paracetamol aushalten.

Treffen einige der hier genannten Symptome auf dich zu? Wurde bei dir vielleicht Migräne oder eine andere der vier Arten von Kopfschmerz festgestellt?

Jetzt, nachdem du diese kennengelernt hast, ist es einfacher, sie zu identifizieren. Beachte aber, dass eine Behandlung immer durch einen Arzt erfolgen sollte.