Erhöhter Ferritinwert: Was tun?

1 Juni, 2020
Erhöhte Ferritinwerte können Müdigkeit, Bauch- und Gelenkschmerzen sowie eine verdunkelte Haut verursachen. 

Ferritin ist ein Protein, das der Speicherung von Eisen in den Zellen dient. Es handelt sich um den wichtigsten Eisenspeicher, auf den der Organismus zurückgreifen kann, wenn dieses Mineral erforderlich ist. Ein erhöhter Ferritinwert im Blut ist jedoch ein Zeichen dafür, dass etwas mit dem Eisenspiegel nicht stimmt.

Der Großteil an Ferritin befindet sich in der Leberdoch auch im Blut ist dieses Protein vorhanden. Anhand des Blutspiegels kann abgelesen werden, ob die Konzentration von Eisen im Normalbereich liegt oder nicht.

Eisen ist grundlegend, damit sich das Hämoglobin der roten Blutkörperchen an den Sauerstoff binden und diesen zu den Zellen transportieren kann. In unserem heutigen Artikel erklären wir dir, was bei einem erhöhten Ferritinwert passiert und wie man diesen senken kann.

Erhöhter Ferritinwert: Was bedeutet das?

Wie bereits erwähnt, ist Ferritin ein Protein, das Eisen in den Zellen speichert. Die Höhe des Blutspiegels gibt Auskunft über die Eisenreserven, die normal, zu niedrig oder auch zu hoch sein können.

Der normale Ferritinwert im Blut liegt zwischen 12 und 300 Nanogramm/Milliliter bei Männern. Bei Frauen beträgt der Normalwert zwischen 12 und 150 ng/mL. Der Unterschied ist darauf zurückzuführen, dass Frauen durch die Menstruation eine signifikante Menge an Eisen verlieren.

Erhöhter Ferritinwert: Was bedeutet das?

Ein erhöhter Ferritinwert bedeutet, dass auch der Eisenspiegel hoch ist. Verschiedenste Ursachen können dazu führen, zum Beispiel eine Verletzung der Leber. Andere mögliche Auslöser sind folgende:

  • Häufiger oder übermäßiger Alkoholkonsum
  • Entzündungsprozesse, die durch verschiedenste Krankheiten (wie Krebs) entstehen können
  • Sehr eisenreiche Ernährung
  • Anämie. Diese Situation ist sehr komplex. Da es sich um einen Eisenmangel handelt, versucht der Organismus, diesen durch die Erhöhung der Menge an zirkulierendem Ferritin wettzumachen, um mehr Eisen zur Verfügung zu stellen.
  • Bluttransfusionen
  • Makrophagenaktivierungssyndrom (MAS). Es handelt sich um eine Komplikation einer Autoimmunkrankheit, bei der es zu einer Fehlregulation des Immunsystems und zur übermäßigen Aktivierung von Makrophagen kommt. Auch in diesen Zellen wird Ferritin gespeichert.

Wir dürfen nicht vergessen, dass erhöhte Ferritinwerte auch von genetischen Faktoren abhängen. Bei einer Erbkrankheit, die als Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit) bezeichnet wird, nimmt der Körper zu viel Eisen über die Nahrung auf.

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Welche Symptome können entstehen?

Meist verläuft diese Störung anfangs asymptomatisch, doch im Laufe der Zeit können verschiedene Symptome auftreten. Sehr häufig fühlen sich Betroffene müde und schwach. 

Typisch sind außerdem Bauch- und Gelenkschmerzen. Die Haut kann dunkler werden und es können auch Herzbeschwerden auftreten.

erhöhter Ferritinwert führt zu Müdigkeit

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Erhöhter Ferritinwert: Was tun?

Um die Ferritinwerte zu senken, stehen verschiedene therapeutische Möglichkeiten zur Verfügung. Als Erstes muss die Einnahme von Eisen über die Ernährung reduziert werden. Das heißt, dass Betroffene auf Spinat, Leber und rotes Fleisch verzichten sollten.

Außerdem empfiehlt der Arzt meist, Chelate einzunehmen. Dabei handelt es sich um Substanzen, die sich an Metalle im Blut binden, also auch an Eisen, und damit helfen, diese auszuleiten.

Außerdem kann eine Phlebotomie (Aderlass) helfen. Es handelt sich um eine Technik, mit der dem Patienten venöses Blut entnommen wird. Man muss dies mehrmals wiederholen, damit sich der Ferritinwert reduziert. Darüber hinaus sind häufige Blutanalysen erforderlich, um die Ergebnisse zu kontrollieren.

Es ist im Allgemeinen wichtig, sich regelmäßig ärztlich untersuchen und Blutanalysen durchführen zu lassen. Mit dieser einfachen Maßnahme können viele für die Gesundheit wichtige Parameter kontrolliert werden, auch die Ferritinwerte.

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