Die Nasennebenhöhlenentzündung: Entstehung, Symptome und Diagnose

· 22 März, 2018
Die Nasennebenhöhlenentzündung, auch Sinusitis genannt, ist eine vollständig heilbare Krankheit, sofern sie frühzeitig erkannt wird. Dennoch verursacht sie Schmerzen, Atembeschwerden und allgemeines Unwohlsein.

Die Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) ist eine Entzündung der Schleimhaut in den Nasennebenhöhlen. Die Nasennebenhöhlen sind zwei kleine Hohlräume, durch die die Atemluft zwischen den Nasenknochen zirkuliert. Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung treten verschiedene Symptome auf.

Es gibt beim Menschen vier verschiedene Nasennebenhöhlen: Stirnhöhle, Kieferhöhle, Keilbeinhöhle und die Siebbeinzellen.

Normalerweise  kann die Atemluft frei durch diese Hohlräume strömen.

Wenn aber die Nasennebenhöhlen entzündet sind, ist das Atmen erschwert. Zudem können sehr starke Schmerzen auftreten, teilweise begleitet von Fieber.

Normalerweise befinden sich in deinen Nasennebenhöhlen keine krankheitserregenden Bakterien oder andere Organismen. Im gesunden Zustand kann das natürliche Nasensekret ungehindert nach innen in den Rachenraum abfließen. Sobald sich aber zu viel Nasensekret und Schleim bildet oder die Nasennebenhöhlen verstopft sind, bildet dies einen idealen Nährboden für verschiedenste Mikroorganismen. Dies kann zu einer Sinusitis führen.

Ursachen für die Entstehung einer Nasennebenhöhlenentzündung

Wenn in den Nebenhöhlen zu viel Nasensekret gebildet wird und diese verstopfen, kann sich daraus eine Nasennebenhöhlenentzündung, eine Sinusitis, entwickeln. Diese kann durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden. Nachfolgend haben wir dir die wichtigsten aufgelistet:

  • Allergien und Erkältungen bewirken eine übermäßige Schleimproduktion in der Nase.
  • Abnorme Knochenvorwölbungen in der Nase
  • Krumme Nasenscheidewand
  • Nasenpolypen
  • Störung der Cilien (Riechhärchen, die sich in der Nasenhöhle befinden): das Nasensekret kann nicht mehr natürlich abtransportiert werden.
Frau mit Nasennebenhöhlenentzündung

Darüber hinaus gibt es noch andere Risikofaktoren, die zur Entstehung einer Nasennebenhöhlenentzündung führen können oder die zumindest die Symptome der Erkrankung begünstigen.

Hierbei sind die wichtigsten Risikofaktoren: Mukoviszidose, Heuschnupfen oder allergischer Schnupfen (Rhinitis), ein geschwächtes Immunsystem, Vergrößerung der Rachenmandeln (adenoide Hypertrophie), Druckveränderungen (bspw. beim Tauchen oder Bergwandern) oder Einfluss durch Gravitationskräfte (bspw. beim Fliegen) und natürlich auch das Rauchen.

Symptome und Arten der Nasennebenhöhlenentzündung

Insgesamt gibt es vier verschiedene Arten der Nasennebenhöhlenentzündung. Sie unterscheiden sich durch die Dauer der Erkrankung:

  • Akute Sinusitis: dauert bis zu vier Wochen
  • Subakute (weniger heftig verlaufende) Sinusitis: dauert bis zu 12 Wochen
  • Chronische Sinusitis: dauert länger als 12 Wochen
  • Wiederkehrende Sinusitis: mehrere Erkrankungen während eines Jahres
Zudem gibt es mehrere Symptome, die bei allen vier Arten der Sinusitis auftreten. Die wichtigsten sind folgende:
  • (vorübergehender) Verlust des Geruchssinns und schlechter Atem
  • Husten, der sich in der Nacht noch verstärkt
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Schmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Druckschmerzen im Bereich der Nase
  • Schmerzen hinter den Augen
  • Zahnschmerzen
  • Erhöhte Empfindsamkeit im Gesicht
  • Verstopfung der Nase
  • Laufende Nase
  • Halsschmerzen

Grundsätzlich treten bei einer akuten Sinusitis die Symptome ungefähr eine Woche nach Beginn einer Erkältung auf. Auch bei einer chronischen Sinusitis wirst du ähnliche Symptome haben. Allerdings sind sie in diesem Fall nicht ganz so stark ausgeprägt wie bei der akuten Sinusitis. Dafür halten sie aber für längere Zeit an.

Die Nasennebenhöhlenentzündung: Diagnose

Üblicherweise wird die Nasennebenhöhlenentzündung durch eine Untersuchung deiner Nase festgestellt. Der Arzt leuchtet mit einem speziellen Licht in deine Nase und untersucht diese auf Polypen oder typische Anzeichen einer Entzündung.

Dabei wird er auch einen gewissen Druck auf den Nasenbereich ausüben. So kann der Arzt feststellen, ob du Schmerzen hast. Schmerzen oder Druckschmerzen im Nasenbereich sind ein ziemlich sicheres Anzeichen für eine Nasennebenhöhlenentzündung.

die Nasennebenhöhlenentzündung

Zusätzlich wird der Arzt noch weitere Untersuchungen anordnen, um die Erkrankung sicher zu diagnostizieren: eine Nasenspiegelung (medizinischer Fachbegriff hierfür ist Rhinoskopie), eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT). Eine Röntgenuntersuchung hingegen liefert selten zuverlässige Ergebnisse.

Ergänzend kann es erforderlich sein, dass zusätzliche Tests durchgeführt werden: Abstrich des Nasensekrets, Zelluntersuchung (Zytologie) oder ein Blutbild, um den Zustand deines Immunsystems zu untersuchen. Tests auf bestehende Allergien, Mukoviszidose oder die Untersuchung der Ciliarfunktion (Riechhärchen) können ebenfalls vom Arzt angeordnet werden.

Die Nasennebenhöhlenentzündung: Prognose und Komplikationen

Wenn eine Nasennebenhöhlenentzündung rechtzeitig behandelt wird, sind die Heilungschancen normalerweise sehr gut. Du wirst in diesem Fall keine weiteren Spätfolgen der Erkrankung erleiden.

Daher ist sehr wichtig, daß du die richtige Behandlung erhälst und genau die Anweisungen des Arztes befolgst. Dann wirst du im Normalfall wieder ganz gesund werden. Wenn du aber an immer wiederkehrender Sinusitis leidst, dann ist das ein sicheres Zeichen dafür, daß die Ursache der Erkrankung nicht richtig behandelt wurde.

Üblicherweise treten bei der Nasennebenhöhlenentzündung keine Komplikationen auf. Wenn es aber dennoch zu Komplikationen kommt, dann mußt du diese sehr ernst nehmen. Die häufigsten Komplikationen bei Sinusitis sind:

  • Asthma, das sich durch eine chronische Sinusitis entwickelt hat.
  • Sehstörungen, die entstehen können, wenn sich eine Infektion auf die Augen ausweitet. Dies kann im schlimmsten Fall zum Sehverlust oder zur völligen Erblindung führen.
  • Blutgerinnsel oder Aneurysma. Sinusitis kann die Venen um die Nebenhöhlen beeinträchtigen. In diesem Fall wird die Blutzufuhr unterbrochen und du kannst möglicherweise einen Schlaganfall erleiden.
  • Diese Komplikation kann auftreten, wenn sich die Entzündung um oder in der Nähe deines Gehirns ausbreitet.

Neben den genannten gibt es noch weitere mögliche Komplikationen, die aber nicht sehr häufig auftreten: Knochenmarkentzündungen (Osteomyelitis) und Entzündungen der Haut im Bereich der Augen. Jede Komplikation muß schnellstmöglich von einem Facharzt oder in einem Krankenhaus behandelt werden.