Alles, was du über Lupus wissen solltest

· 6 August, 2017
Lupus ist eine chronische Krankheit, bei der das eigene Immunsystem fälschlicherweise gesunde Zellen angreift.

Lupus ist eine Autoimmunkrankheit, bei der das Immunsystem fälschlicherweise gesunde Zellen als fremdartig identifiziert und angreift.

Lupus verläuft schubartig und kann verschiedene Formen haben. Da jedoch die meisten nur sehr wenig über diese Krankheit wissen, berichten wir heute mehr über die Symptome und Beschwerden.

Was ist Lupus?

Lupus ist eine Autoimmunerkrankung

Wenn das Immunsystem den eigenen Körper angreift, kann es zu verschiedensten Beschwerden kommen. Bei Lupus sind diese unberechenbar und verlaufen meist schubartig.

 

Durch eine Störung des Immunsystems werden Antikörper gebildet, welche Bestandteile der Zellen bzw. Teile des Zellkerns angreifen.

In der Folge entstehen Entzündungen in inneren Orangen (Herz, Lunge, Niere) und auch in den Gelenken oder den Muskeln. Darüber hinaus wird auch das Blutsystem in Mitleidenschaft gezogen.

Möchtest du mehr erfahren? Lies: Was schwächt und zerstört unser Immunsystem?

Das Immunsystem und Lupus

Wie bereits erwähnt, handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit, deshalb ist es sehr nützlich, mehr über das Funktionieren des Immunsystems zu wissen, um diese Krankheit verstehen zu können.

  • Das Immunsystem besteht unter anderem aus verschiedenen Organen, Zellen, Geweben und Proteinen.
  • Die Zusammenarbeit aller beteiligten Systeme ist von großer Wichtigkeit, um den Körper vor Krankheitserregern zu schützen.
  • Damit können beispielsweise Bakterien, Keime und Mikroorganismen abgewehrt werden, die sich überall befinden und dem Körper schaden können.

Was passiert, wenn das Immunsystem nicht richtig funktioniert? Wie bei Lupus kann es dann unter anderem dazu kommen, dass die eigenen Körperzellen angegriffen werden, was ernsthafte Konsequenzen haben kann.

Arten von Lupus

Es gibt unterschiedliche Arten von Lupus

Es gibt drei verschiedene Arten von Lupus:

1. Systemischer Lupus erythematodes

Diese am häufigsten vorkommende Art wird auch kurz SLE genannt. Meist spricht man einfach von Lupus und spart sich den langen Namen.

  • Dabei werden meist die wichtigsten Systeme und insbesondere Organe wie Herz, Gehirn und Nieren angegriffen.
  • Das Krankheitsbild ist sehr breit gefächert, wobei es verschiedene Ausprägungen gibt. Manche Patienten haben nur wenige Symptome, bei anderen hat die Krankheit ernsthafte Folgen.

2. Kutaner Lupus oder Hautlupus

In diesem Fall ist hauptsächlich die Haut davon betroffen, häufig sind die Symptome auch im Gesicht und an der Kopfhaut sichtbar. 

Meist entstehen Rötungen und Ausschläge, Hautveränderungen mit schuppigen Pigmentflecken usw., die einzeln oder auch an mehreren Stellen auftreten können.

3. Medikamenteninduzierter Lupus

Der Verlauf dieser Erkrankung ist ähnlich wie bei systemischem Lupus, die Ursache dafür ist jedoch ein Arzneimittel. Das Absetzen der Behandlung kann genügen, um die Symptome zu verbessern, die meist geringer als bei den systemischen Arten sind.

Wie kann man Lupus erkennen?

Es ist schwierig, Lupus zu erkennen

Diese Krankheit ist komplex, nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für den behandelnden Arzt.

Eine Diagnose kann sehr schwierig sein, doch es gibt verschiedene Anzeichen, die bei der Erkennung von Lupus helfen. Die häufigsten davon sind folgende:

  • Gelenkschmerzen
  • Gelenkentzündungen
  • Schwellung der Schilddrüse
  • Extreme und unerklärliche Müdigkeit
  • Haarausfall
  • Extreme Traurigkeit und Besorgtheit
  • Ausschläge im Gesicht
  • Brustschmerzen

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Nicht vergessen…

Diese Symptome treten in Schüben auf, falls dies bei dir der Fall ist, solltest du einen Arzt aufsuchen, der eine korrekte Diagnose stellen kann.

Die Ursachen für diese Krankheit sind noch weitgehend unbekannt. Genetische Faktoren spielen dabei vermutlich eine wichtige Rolle, doch im Prinzip kann jeder an Lupus erkranken.

Eine Heilung ist zwar nicht möglich, doch es gibt verschiedenste Therapien zur Behandlung von Lupus. Lasse dich von einem Facharzt beraten.

Auch Gespräche mit anderen Betroffenen können sehr hilfreich sein, um mit dieser Krankheit besser umgehen zu können.