7 Faktoren, die die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beeinflussen

· 4 Juni, 2016
Obwohl noch kein direkter Zusammenhang gefunden wurde, können sowohl Bewegungsmangel als auch ungesunde Ernährung einen Überschuss an Giftstoffen bewirken, welche die Produktion von Tumorzellen ansteigen lässt.

Gebärmuttelhalskrebs ist eine der Krebsvarianten, von der Frauen auf der ganzen Welt sehr häufig betroffen sind.

Ausgelöst wird er durch ein anormales Zellwachstum im Gebärmutterhals, das zu bösartigen Wucherungen führen kann.

Zwar konnte durch medizinische Fortschritte die Behandlung und Erkennung in den letzten Jahren verbessert werden, doch Gebärmutterhalskrebs ist immer noch die vierthäufigste Todesursache bei Frauen zwischen 30 und 59 Jahren.

Die Mehrzahl der Fälle lassen sich direkt auf Infektionen zurückführen, die von dem Humanen Papillomavirus (HPV) ausgelöst werden. Doch es gibt auch andere Ursachen, die erforscht worden sind.

Viele Frauen wissen darüber nicht Bescheid, deswegen zählen wir im Folgenden 7 Faktoren auf, die mit Gebärmutterhalskrebs in Verbindung gebracht werden. Lies weiter, um Wissenswertes über dieses Thema zu erfahren.

1. Humanes Papillomavirus (HPV)

Papillomavirus kann zu Gebärmutterhalskrebs führen

98% aller Präkanzerosen, die sich zu Gebärmutterhalskrebs entwickeln, stehen in direkter Verbindung mit einer Papillomavirusart.

Die Männer sind die Wirte dieses Virus und übertragen ihn beim Geschlechtsverkehr auf die Frau.

Den effektivsten Ansteckungsschutz bietet derzeit die Impfung, die ab dem 9. bis zum 45. Lebensjahr in drei Dosen verabreicht wird.

Siehe auch Krebs: Typische Symptome bei Frauen

2. Früher Beginn sexueller Beziehungen

Frauen, die schon in sehr jungem Alter sexuelle Beziehungen haben, sind anfälliger für Viren und Erkrankungen, weil ihre Gebärmutter noch nicht vollständig entwickelt ist.

Aufklärungsunterricht schon in jungen Jahren ist entscheidend, um diese Risiken und andere Folgen für die Gesundheit kennenzulernen.

3. Tabakkonsum

Frau mit Zigarette hat höheres Risiko für Gebärmutterhalskrebs

Der übermäßige Genuss von Zigaretten ist nicht nur die Hauptursache für Lungenkrebs, sondern kann auch andere Tumorarten fördern.

Regelmäßige Raucherinnen haben ein bis zu vier Mal höheres Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken als solche, die keinem Tabakrauch ausgesetzt sind.

Dies kommt daher, dass die Schadstoffe des Tabaks das Zellenwachstum beschleunigen und so die Krebsbildung anregen kann.

4. Kontinuierliche Einnahme empfängnisverhütender Pillen

Die Risiken in Verbindung mit der Einnahme von empfängnisverhütenden Pillen sind in den letzten Jahren durch viele Verbesserungen stark gesunken, trotzdem erhöht die Einnahme dieser Medikamente über einen kontinuierlichen Zeitraum von mehr als 5 Jahren das Risiko an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken.

Man sollte dies zwar nicht vergessen, muss sich jedoch auch keine unnötigen Sorgen machen, denn die größte Gefahr ist immer noch das HPV.

5. Bewegungsmangel

Bewegungsmangel kann Gebärmutterhalskrebs fördern

Übergewichtige Frauen, die sich wenig bewegen, neigen im Erwachsenenalter eher dazu, an dieser Krankheit zu leiden.

Bewegungsmangel ist für Blutkreislaufprobleme verantwortlich und erhöht daher das Risiko sich zu infizieren.

Hinzu kommt, dass ein Überschuss an Fett und Giftstoffen die Vermehrung der Krebszellen vorantreibt, was die Situation weiter verschlechtert.

6. Chlamydien-Infektionen

Chlamydien sind geläufige Bakterien, die das weibliche Fortpflanzungssystem infizieren können. Sie werden beim Geschlechtsverkehr übertragen und sind einer der Gründe für Unfruchtbarkeit. Diese Bakterien können eine Beckenentzündung hervorrufen, die wiederum die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann.

Andererseits haben Blutuntersuchungen ergeben, dass Frauen, die sich irgendwann mit Chlamydien angesteckt haben, ein höheres Risiko für Gebärmutterhalskrebs aufweisen als jene, die noch nie infiziert worden sind.

Frauen, die an einer solchen Bakterieninfektion leiden, zeigen in den meisten Fällen keine eindeutigen Symptome. Anhand einer Beckenuntersuchung kann die Infektion diagnostiziert werden.

Lesetipp: 60 Prozent der Fälle von Gebärmutterkrebs sind vermeidbar

7. Vorgeschichte in der Familie

Gebärmutterhalskrebs kann von Mutter auf Tochter vererbt werden

Gleich wie bei anderen Krebsarten, kann auch Gebärmutterhalskrebs genetische Ursachen haben.

Frauen mit erkrankten Familienangehörigen haben ein zwei bis drei Mal  höheres Risiko, die Krankheit ebenfalls zu entwickeln als solche, bei denen keine Fälle in der Familie vorliegen.

Viele Experten gehen davon aus, dass diese Familienanfälligkeit eine genetische Ursache hat, die dafür verantwortlich ist, dass sich das Immunsystem weniger gut gegen das HPV zur Wehr setzen kann.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung sind das beste Mittel, dieser Krankheit vorzubeugen.

Der Pap-Test (Abstrich) und die HPV-Untersuchung sind für die Früherkennung besonders entscheidend.